Studien besagen

Neues "Wundermittel"? Darum soll Kurkuma Fibromyalgie-Schmerzen lindern

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Das in Kurkuma enthaltene Curcumin wird in der chinesischen und indischen Medizin sehr geschätzt.

Kurkuma-Latte, Kurkuma-Popcorn, Kurkuma-Tee: Die gelbe Knolle ist in aller Munde – und wird als das neue Superfood gehypt. Doch kann es auch (Muskel-)Schmerzen heilen?

Kokosöl, Matcha – und jetzt Kurkuma: 2018 ist der gelbe Ingwer in fast jedem Super-Smoothie oder Milchgetränk zu finden. Bekannt ist der sogenannte gelbe Ingwer vor allem aus indischen Currysorten. Doch dank Gisele Bündchen & Co. hat die Knolle auch Einzug in alltägliche Speisen gefunden.

Kurkuma: Uralte Heilpflanze, die Entzündungen hemmt und Keime abtötet

Doch die "Wunder-Pflanze" soll noch mehr können – so berichten immer wieder Menschen mit Beschwerden, wie sie diese durch die Einnahme von Kurkuma lindern oder sogar heilen konnten. So auch diese Britin, die angeblich mit hohen Dosen der Heilpflanze ihren Krebs besiegt haben soll. (Merkur.de berichtete).

Oder auch diese Fibromyalgie-Patientin, die an chronischen Muskelschmerzen erkrankte. In ihrer Not stieß sie auf Kurkuma-Pulver in Bio-Qualität. Sie erfuhr, dass es bereits seit Jahrhunderten in der chinesischen und indischen Medizin als entzündungshemmend und antibakteriell gilt. Nach nur einer Woche sollen bereits alle Schmerzen weg gewesen sein (Merkur.de berichtete).

Doch die Schulmedizin zeigt sich noch skeptisch: "Die bisherigen Erkenntnisse stammen vorwiegend aus Laborversuchen und tierexperimentellen Studien", erklärt auch Professor Jan Frank vom Institut für Biologische Chemie und Ernährungswissenschaft an der Universität Hohenheim gegenüber der Apotheken Umschau. Heißt also: Man weiß noch nicht genau, ob und wie es wirklich auf den menschlichen Körper wirkt.

Wunder-Stoff Curcumin? Hohe Dosen sollen Gelenkschmerzen lindern

Allerdings konnte im Labor bereits nachgewiesen werden, dass das in Kurkuma enthaltene Curcumin krebshemmende Eigenschaften besitzt. Der Stoff, der für die intensiv orange-gelbe Farbe der Knolle sorgt, soll Studien zufolge sogar Gelenkentzündungen (Arthrose) lindern können. Dabei wurden Probanden ein hochkonzentrierter Kurkuma-Extrakt verabreicht, der mindestens 500 Milligramm Curcumin enthält. Das entspricht etwa fünfeinhalb Teelöffel Kurkuma-Pulver.

2012 konnte sogar eine weitere Untersuchung zeigen, dass solch ein Präparat Gelenkschmerzen und Schwellungen bei Patienten mit rheumatischer Arthritis besser als der gängige Entzündungshemmer Diclofenac dämpfen konnte.

Lesen Sie auch: Das steckt hinter Fibromyalgie - Symptome, Ursachen und Behandlung.

jp

Ingwer und Kurkuma: Geschmack und Gesundheit aus der Knolle

Kurkuma ist milder als Ingwer. Dafür sorgt sie zum Beispiel in Currys für die goldgelbe Farbe. Foto: Christina Sabrowsky/dpa-tmn
Kurkuma ist milder als Ingwer. Dafür sorgt sie zum Beispiel in Currys für die goldgelbe Farbe. Foto: Christina Sabrowsky/dpa-tmn © Christina Sabrowsky
Ingwertee ist ein bewährtes Erkältungsmittel. Dafür müssen die Wurzeln 20 Minuten lang bei geringer Hitze köcheln. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Ingwertee ist ein bewährtes Erkältungsmittel. Dafür müssen die Wurzeln 20 Minuten lang bei geringer Hitze köcheln. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose
Gibt vielen Gerichten das gewisse Etwas: Ingwer. Seine spezielle Schärfe ist allerdings nicht jedermanns Sache. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Gibt vielen Gerichten das gewisse Etwas: Ingwer. Seine spezielle Schärfe ist allerdings nicht jedermanns Sache. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © Andrea Warnecke
Gabriele Kaufmann ist Redakteurin für Lebensmittel und nachhaltigen Konsum des Bundeszentrums für Ernährung, Diplom-Ökotrophologin, Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Foto: Michael Ebersoll/BLE/dpa-tmn
Gabriele Kaufmann ist Redakteurin für Lebensmittel und nachhaltigen Konsum des Bundeszentrums für Ernährung, Diplom-Ökotrophologin, Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Foto: Michael Ebersoll/BLE/dpa-tmn © Michael Ebersoll
Prof. Roman Huber ist Leiter des Uni-Zentrums Naturheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Universitätsklinikum Freiburg, Institut für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene. Foto: Uniklinik Freiburg/dpa-tmn
Prof. Roman Huber ist Leiter des Uni-Zentrums Naturheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Universitätsklinikum Freiburg, Institut für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene. Foto: Uniklinik Freiburg/dpa-tmn © Uniklinik Freiburg
Jörg Zittlau ist Medizinjournalist und Buchautor. Foto: Jenny Zittlau/dpa-tmn
Jörg Zittlau ist Medizinjournalist und Buchautor. Foto: Jenny Zittlau/dpa-tmn © Jenny Zittlau

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