Einseitig und gefährlich?

Mann isst ein Jahr nur Kartoffeln - das ist daraufhin passiert

Ein Familienvater wog über 150 Kilo – und litt unter einer schweren Esssucht. Schließlich hat er die Nase voll davon – und wagt ein riskantes Experiment.

Andrew Flinders Taylor reichte es Anfang 2016 – er hatte genug von seinem starken Übergewicht. Zumal er Familienvater war. Aber auch der ständige Drang, etwas essen zu müssen, zerrte an den Nerven des Australiers.

Deshalb entschied er sich für eine Diät – doch nicht irgendeine. Um gesund zu bleiben, aber doch schnell an Gewicht zu verlieren, studierte er unzählige Studien und Fachpublikationen zum Thema Ernährung. Überdies ließ er sich von mehreren Ärzten beraten.

Mann ist ein Jahr lang nur Kartoffeln - und nimmt 50 Kilo ab

Am Ende fasste er den radikalen Entschluss, eine Kartoffel-Diät zu beginnen. Sein Vorsatz für 2016 war, sich ein Jahr lang nur von der Knolle zu ernähren. Schließlich ist diese bekannt dafür, viele Vitamine, Proteine und Nährstoffe zu enthalten. Von da an aß er jeden Tag nur noch Kartoffeln – dabei wechselte er stets zwischen herkömmlichen und Süßkartoffeln ab.

Aus diesen stellte er Pfannkuchen, Kartoffelpuffer und Kartoffelbrei her. Letzteren versetzte er mit einer speziellen Sojamilch, um so genug Kalzium zuzuführen. Ansonsten verzichtete der Australier weitgehend auf Öl oder Fett. Das verriet er gegenüber der britischen Tageszeitung "The Independent". Mit Erfolg.

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Nach einem Jahr hatte er mit seiner Kartoffel-Diät stolze 50 Kilogramm abgenommen. Zudem fühlte er sich fitter, gesünder und schlafe nun viel besser. Zwar sei die Ernährungsweise nach einer Weile eintönig geworden, doch die positiven Aspekte würden überwiegen: "Ich kann das nicht erklären, aber ich bin wirklich glücklich damit, nur Kartoffeln zu essen."

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Wie steht es um Taylors Gesundheit nach seiner Mono-Diät?

Außerdem sei dem zweifachen Vater bewusst, dass die Diät sehr einseitig ist, weshalb er sie Laien ohne Vorkenntnisse oder Absprache mit einem Arzt nicht ans Herz legen würde. Er selbst ließ sich während seines Experiments regelmäßig durchchecken, um so sicherzugehen, dass er keine Vitaminmängel aufweist. Allerdings kann es sein, dass Taylor in Zukunft wieder ein wenig mehr Fett in seinen Speiseplan aufnehmen muss, doch das kann er schließlich verkraften.

Video: Kartoffel-Fakten

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jp/Video: Glomex

500 Euro: Diese Kartoffeln sind eine echte Investition

Lebensmittel können als Delikatessen gelten. Aufgrund von Seltenheit oder komplizierter Herstellung steigt der Preis für manche Köstlichkeiten ins Unermessliche...
Lebensmittel können als Delikatessen gelten. Aufgrund von Seltenheit oder komplizierter Herstellung steigt der Preis für manche Köstlichkeiten ins Unermessliche... © pixabay
Bonnotte-Kartoffel: Die französische Kartoffelsorte wird in erster Linie auf der Insel Noirmoutier angebaut. Feinschmecker legen für die Knolle gut und gerne 500 Euro pro Kilo hin.
Bonnotte-Kartoffel: Die französische Kartoffelsorte wird in erster Linie auf der Insel Noirmoutier angebaut. Feinschmecker legen für die Knolle gut und gerne 500 Euro pro Kilo hin. © pixabay
Elchkäse ist eine seltene Delikatesse, denn die Haltung ist aufwendig, die Störanfälligkeit beim Melken hoch und Mengen an gewonnener Milch gering. Daher ist der Elchkäse der wahrscheinlich teuerste Käse der Welt: Ein Kilo kostet rund 500 Euro.
Elchkäse ist eine seltene Delikatesse, denn die Haltung ist aufwendig, die Störanfälligkeit beim Melken hoch und Mengen an gewonnener Milch gering. Daher ist der Elchkäse der wahrscheinlich teuerste Käse der Welt: Ein Kilo kostet rund 500 Euro. © pixabay
Bellota-Schinken, oder auch Jamón Ibérico de Bellota, ist ein Schinken vom Ibérico-Schwein. Der Gourmet-Schinken kostet etwa 220 Euro pro Kilo.
Bellota-Schinken, oder auch Jamón Ibérico de Bellota, ist ein Schinken vom Ibérico-Schwein. Der Gourmet-Schinken kostet etwa 220 Euro pro Kilo. © pixabay
In Deutschland ist er aufgrund seiner Giftigkeit bei falscher Zubereitung verboten, in Japan ist er dagegen eine Delikatesse: Dort zahlt man für Kugelfisch, der auch Fugu genannt wird, 500 Euro pro Kilogramm.
In Deutschland ist er aufgrund seiner Giftigkeit bei falscher Zubereitung verboten, in Japan ist er dagegen eine Delikatesse: Dort zahlt man für Kugelfisch, der auch Fugu genannt wird, 500 Euro pro Kilogramm. © pixabay
Kobe-Rind aus Japan gilt als bestes Fleisch der Welt. Dafür ist es auch das teuerste: 100 Gramm von dem Delikatessen-Fleisch kosten rund 70 Euro.
Kobe-Rind aus Japan gilt als bestes Fleisch der Welt. Dafür ist es auch das teuerste: 100 Gramm von dem Delikatessen-Fleisch kosten rund 70 Euro. © pixabay
Die Yubari-Honigmelone könnte gut und gerne auch Goldmelone genannt werden: Die aus Japan kommende Frucht wird vor Ort wie ein Juwel gehandelt. Erst 2016 zahlte ein Händler umgerechnet 24.000 Euro für zwei der hochgelobten Melonen.
Die Yubari-Honigmelone könnte gut und gerne auch Goldmelone genannt werden: Die aus Japan kommende Frucht wird vor Ort wie ein Juwel gehandelt. Erst 2016 zahlte ein Händler umgerechnet 24.000 Euro für zwei der hochgelobten Melonen. © pixabay
Auch der Blauflossen-Thunfisch ist in Japan der Hit: Bei einer Auktion in Japan 2016 hat ein Blauflossen-Thunfisch einen Preis von mehr als 100.000 Euro erzielt. Die Thunfischart ist aber nicht nur teuer: Sie ist auch vor dem Ausstreben bedroht.
Auch der Blauflossen-Thunfisch ist in Japan der Hit: Bei einer Auktion in Japan 2016 hat ein Blauflossen-Thunfisch einen Preis von mehr als 100.000 Euro erzielt. Die Thunfischart ist aber nicht nur teuer: Sie ist auch vor dem Ausstreben bedroht. © pixabay
Der echte Beluga Kaviar vom Stör ist eine der teuersten Kaviar-Sorten der Welt: Er kostet 2.200 bis 4.500 Euro pro Kilogramm.
Der echte Beluga Kaviar vom Stör ist eine der teuersten Kaviar-Sorten der Welt: Er kostet 2.200 bis 4.500 Euro pro Kilogramm. © pixabay
Safran ist das teuerste Gewürz der Welt, wird es in mühevoller Handarbeit geerntet und dann in winzigen Mengen abgefüllt. Für nur fünf Gramm Safran werden etwa 800 Safranblüten benötigt. In Gourmetmärkten kostet 1 Gramm Safran rund 18 Euro.
Safran ist das teuerste Gewürz der Welt, wird es in mühevoller Handarbeit geerntet und dann in winzigen Mengen abgefüllt. Für nur fünf Gramm Safran werden etwa 800 Safranblüten benötigt. In Gourmetmärkten kostet 1 Gramm Safran rund 18 Euro. © pixabay

Rubriklistenbild: © Twitter/Tom Hughes (Screenshot)

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