Aktuelle Influenza-Daten

Grippewelle 2018: So ist die aktuelle Lage in Deutschland

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Viele leiden zur Zeit wieder an der Grippe. Doch wie sieht es bundesweit aus?

Die Grippewelle hat die Deutschen nun in der kalten Jahreszeit im Griff. Doch wo wütet sie bundesweit in der Influenzasaison 2018 besonders schwer?

Man schnieft, man hustet – und überall scheinen Erreger auf einen zu lauern: Viele Deutsche müssen sich jetzt im Winter mit grippalen Infekten herumschlagen. Doch bei manchen handelt es sich "nur" um eine Erkältung, während andere an einem Tag noch gesund sind - und am nächsten Tag bereits mit hohem Fieber & Co. zuhause im Bett liegen müssen.

, sind:

  • (trockener) Reizhusten
  • Schnupfen
  • Übelkeit/Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Kopf-, Hals- und Augenschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Schüttelfrost
  • Atemlosigkeit
  • Schweißausbrüche
  • Hitzewallungen
  • Abgeschlagenheit

Auch interessant:Was hilft schnell gegen Grippesymptome? Und hier erfahren Sie, was eine Grippe ohne Fieber eigentlich ist.

Analyse von Robert-Koch-Institut: Grippe-Aktivität ist stabil - im Süden mehr Fälle bekannt

Der Grund dafür: Beide Erkrankungen werden durch (unterschiedliche) Erreger ausgelöst. Die Grippe wird hierbei vor allem durch eine Tröpfcheninfektion – beim Husten, Niesen, Sprechen oder Händeschütteln - übertragen. Da stellt sich die Frage: Wie ist denn eigentlich gerade die aktuelle Lage in Deutschland? Wo werden arme Bürger am meisten geplagt?

Das hat jetzt die "Arbeitsgemeinschaft Influenza" des Robert-Koch-Instituts (RKI) ermittelt. Und die gibt glücklicherweise Entwarnung: Die Grippe-Aktivität ist bis zur KW 04 bundesweit gestiegen - dennoch liegen die Werte des Praxisindex insgesamt noch im Bereich moderat erhöhter Influenza-Aktivität. Das heißt: Die Zahlen bewegen sich gerade im normalen Bereich – nur vereinzelt haben sich Grippe-Herde gebildet. Die Aktivität ist dort allerdings nur moderat erhöht.

Die aktuelle Anzahl der Grippewelle ist bundesweit gestiegen.

Was allerdings auffällt: Besonders der Süden Deutschlands scheint von einer etwas erhöhten Influenza-Aktivität betroffen zu sein. Allerdings liegen die Werte noch in einem annehmbaren Bereich, wie das RKI berichtet. 

Region

KW49

KW50

KW51

KW52

KW04

Praxisindex

Interpretation ARE-Aktivität (Akute Respiratorische Erkrankungen)

>Gesamtbewertung Influenza-Aktivität

Deutschland

146

322

539

710

9610

146

moderat erhöht

Moderat erhöhte Influenza-Aktivität

Süden

54

130

253

384

4010

151

moderat erhöht

Moderat erhöhte Influenza-Aktivität

Mitte (West)

31

59

107

123

1391

138

moderat erhöht

Moderat erhöhte Influenza-Aktivität

Norden (West)

14

30

42

58

1046

165

deutlich erhöht

Deutlich erhöhte Influenza-Aktivität

Osten

47

103

137

145

3163

138

moderat erhöht

Moderat erhöhte Influenza-Aktivität

Video: Grippewelle: Warum viele Impfstoffe keine Wirkung zeigen

Influenza 2018: Diese Viren sorgen für Grippe-Beschwerden

Zudem wurden diverse Erreger der Atemwege identifiziert, die Grippebeschwerden verursachen können. Den meisten Betroffenen machen besonders die Rhinoviren zu schaffen. Diese gelten als hauptverantwortlich für Schnupfen und Erkältungen. Weitere sind:

  • Adenoviren (lösen bei Kleinkindern Fieber und Halsschmerzen aus)
  • Influenzaviren (löst grippalen Infekt aus)
  • Respiratorische Synzytial (RS)-Viren (löst bei Säuglingen und Kindern bis drei Jahre akute Atemwegsbeschwerden aus)
  • Humane Metapneumoviren (löst bei Kindern Bronchitis aus)

Lesen Sie auch: So lange dauert eine Grippe bei Erwachsenen - und bei Kindern.

Letztere sollen im Gegensatz zu den Rhinoviren allerdings in Deutschland nur kaum aufgetreten sein. Die Daten hat das RKI stichprobenartig mithilfe von sogenannten Sentinel-Analysen in hunderten bundesweit teilnehmenden Arztpraxen und Gesundheitsbehörden ermittelt.

Grippewelle 2018 forderte bereits einen Toten

Wie das Robert-Koch-Institut weiter vermeldet, sind im Rahmen des Infektionsschutzgesetz (IfSG) bis dato insgesamt etwa 8.948 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt worden. Allerdings bestätigt es, dass es bereits elf Grippetote gab.

Wie lange man mit Influenza nach dem Ausbruch noch ansteckend ist, das erfahren Sie hier.

Im Vorjahr wurde dagegen kein einziger Todesfall gemeldet. Allerdings gingen in der Influenzasaison 2017 zur selben Zeit genauso viele Grippefälle ein.

Lesen Sie auch: Menschen mit schwachem Immunsystem wird oft zur Grippeschutzimpfung geraten. Doch wer übernimmt die Kosten dafür?

Alles über Influenza - was dagegen hilft und ob eine Grippeschutzimpfung sinnvoll ist, erfahren Sie hier.

jp/Video: Glomex

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.  
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.   © dpa/dpaweb-mm
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa/dpaweb
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. 
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.  © dpa
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Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren.  © picture alliance / Science Photo
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt.
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

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