"Kein Mensch braucht das"

Fleisch-Smoothie: Dieser Metzger presst Hähnchen in Flaschen

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Fleischermeister Peter Klassen hat die Fleisch-Drinks entwickelt.

Nach Coffee to go und Obst-Smoothie gibt es nun auch Fleisch in der 0,33-Liter-Flasche. Ein Metzger hat drei Sorten erfunden - und hat damit ungeahnten Erfolg.

Temmels - Sie haben Lust auf Fleisch, aber keine Zeit sich aufwändig ein Essen zu kochen? Dann hat Peter Klassen vielleicht die Lösung.

Er produziert Hühnchen und Rind für die Flasche - zum Trinken. Seit 80 Jahren betriebt die Familie eine Metzgerei in der Nähe von Trier und die Idee kam dem Familienoberhaupt zusammen mit seinem Sohn und dem Betriebskoch.

Drei Fleisch-Drinks hat der Metzgermeister aus Temmels entwickelt: eine Hähnchensorte und zwei verschiedene Rindsorten. Mögliche Vertriebspartner meldeten sich bei Peter Klassen, um das ungewöhnliche Produkt zu vermarkten und mit einem kanadischen Unternehmen kam er tatsächlich ins Geschäft. Im Dezember ist der Fleisch-Smoothie unter der Marke "Pete & Phil's" in die Geschäfte gekommen und hat ungeahnten Erfolg: "Die Nachfrage ist größer, als wir gedacht haben," freut sich Klassen laut Focus.de.

Wer soll Fleisch aus der Flasche trinken?

Die Vorstellung, Fleisch aus der Flasche zu trinken, ist sehr gewöhnungsbedürftig, aber Klassen hat seine Zielgruppe vor Augen. "Es ist eine Trink-Mahlzeit für Menschen, die unterwegs sind - wie Handwerker, Lkw-Fahrer, aber auch Wanderer oder Sportler", sagt er. Er will das fleischhaltige Getränk auch über Tankstellen und Einzelhandelsgeschäfte vertreiben. Mittlerweile gibt es "Pete & Phil's" in Berlin, Dresden, Hamburg, bei allen Filialen der Globus-Kette und einzelnen Rewe-Märkten. Auch Filialen der Real-Supermärkte und andere Ketten sind im Gespräch. Für Luxemburg, Belgien und Frankreich hat er ebenfalls Vertriebspartner gefunden.

Aber auch im Gesundheitswesen will die Metzgerei Fuß fassen. "Man kann unser Produkt mit dem Strohhalm trinken. Es ist auch sondenfähig", so Klassen. Patienten könnten es zu sich nehmen. Ein großer Vorteil, wie er findet.

Fleisch-Smoothie sorgt für Diskussionen

Peter Klassen weiß, dass seine hell-, rot- und dunkelbraunen Getränke nicht nur Fans finden. "Das Produkt polarisiert", sagt er. "Es wird Befürworter geben, aber genauso viele Gegner, die die Vorstellung, Fleisch zu trinken, abstoßend finden." Dafür habe er Verständnis. Die neuen Drinks passten aber ins Zeitalter von Coffee to go, Smoothies und schnellen Mahlzeiten. "Davon soll sich ja keiner ernähren, sie sollen eine Ergänzung für bestimmte Gelegenheiten sein", meint der Metzger.

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So wird der Fleisch-Smoothie gemacht

20 Prozent Fleischanteil haben Klassens Getränke, der Rest sind Brühe, Gemüse und Gewürze. Drei Jahre haben er, sein Sohn Philipp und Koch Stefan Kimmel für die Drinks am Kessel gewerkelt: "Die Schwierigkeit lag darin, Fleisch so flüssig zu machen, dass man keine Fleischfasern mehr auf der Zunge spürt. Es muss so fein sein wie Kakao", sagt Klassen. Das Fleisch wird in großen Kesseln mit Gemüse in Brühe gekocht und püriert. Dann wird es abgefüllt und bei 121 Grad sterilisiert. So halte sich der Drink ungekühlt ein Jahr, sagt Klassen.

Ist der Fleisch-Smoothie gesund?

Solch ein Getränk könne "grundsätzlich durchaus sinnvoll sein", sagt die Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, Antje Gahl, in Bonn. Wenn es eben mal schnell gehen müsse - oder für ältere Menschen mit Kau- und Schluckbeschwerden. Die Ernährungsberater empfehlen dennoch einen "Genuss in Maßen": 300 bis 600 Gramm Fleisch- und Wurstwaren pro Woche seien ausreichend. Denn Fleisch enthalte auch unerwünschte Begleitstoffe wie Fett und Cholesterin.

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dpa/ante

Diese Lebensmittel sollten Sie nicht aufwärmen

Haben Sie auch keine Zeit, täglich frisch zu kochen? Adliges Essen "von gestern" ist die Rettung. Beim Aufwärmen müssen Sie aber beachten, dass an manchen Zutaten ungünstige Bakterien oder Salmonellen entstehen. Folgende Lebensmittel sollten Sie deshalb immer frisch genießen:
Haben Sie auch keine Zeit, täglich frisch zu kochen? Adliges Essen "von gestern" ist die Rettung. Beim Aufwärmen müssen Sie aber beachten, dass an manchen Zutaten ungünstige Bakterien oder Salmonellen entstehen. Folgende Lebensmittel sollten Sie deshalb immer frisch genießen: © Pixabay/Hans
Wer Hähnchen in der Mikrowelle aufwärmt, riskiert eine ernsthafte Salmonellenvergiftung. Der Grund dafür liegt bei Eiweißstrukturen im Fleisch, die sich beim Aufwärmen verändern. Deshalb sollten Sie Geflügel immer richtig heiß und gleichmäßig erhitzen.
Wer Hähnchen in der Mikrowelle aufwärmt, riskiert eine ernsthafte Salmonellenvergiftung. Der Grund dafür liegt bei Eiweißstrukturen im Fleisch, die sich beim Aufwärmen verändern. Deshalb sollten Sie Geflügel immer richtig heiß und gleichmäßig erhitzen. © pixabay / Wow_pho
Auch bei Eiern droht eine Salmonellenerkrankung.
Auch bei Eiern droht eine Salmonellenerkrankung. © pixabay / Vladimir-Adrian
Reis dürfen Sie zwar wieder aufwärmen, aber wenn er frisch zubereitet ist, sollte er so schnell wie möglich im Kühlschrank landen. Bei Zimmertemperatur bilden sich Sporen und Bakterien, die Magen-Darm-Beschwerden verursachen können.
Reis dürfen Sie zwar wieder aufwärmen, aber wenn er frisch zubereitet ist, sollte er so schnell wie möglich im Kühlschrank landen. Bei Zimmertemperatur bilden sich Sporen und Bakterien, die Magen-Darm-Beschwerden verursachen können. © pixabay / Simone_ph
Wer Kartoffeln bei Zimmertemperatur aufbewahrt, darf sich auf unangenehme Bauchschmerzen freuen. Der Grund: Ein Bakterium, das sogar bei starker Hitze überleben kann.
Wer Kartoffeln bei Zimmertemperatur aufbewahrt, darf sich auf unangenehme Bauchschmerzen freuen. Der Grund: Ein Bakterium, das sogar bei starker Hitze überleben kann. © pixabay / mp1746
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Wird Spinat nochmals aufgewärmt, verwandelt sich Nitrat in giftiges Nitrit. Deshalb sofort in den Kühlschrank oder das Gefrierfach. Ähnliches gilt auch für nitratreiches Gemüse wie... © pixabay / RitaE
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Rote Beete. © pixabay /Desertrose7
Pilze haben einen hohen Gehalt an Wasser und Proteinen und sind daher ein idealer Nährboden für Mikroorganismen. Deshalb sollten Sie sie nie länger bei Zimmertemperatur lagern, um die Bildung von Giftstoffen zu vermeiden.
Pilze haben einen hohen Gehalt an Wasser und Proteinen und sind daher ein idealer Nährboden für Mikroorganismen. Deshalb sollten Sie sie nie länger bei Zimmertemperatur lagern, um die Bildung von Giftstoffen zu vermeiden. © pixabay / GuillermoVuljevas

 

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