Fettig oder trocken

Aufgepasst: Diese Hausmittel helfen gegen fettige und trockene Schuppen

Und leise rieselt der Schnee: Schuppen sind für Betroffene ein Graus und zudem vielen peinlich. Mit folgenden Tipps und Hausmitteln werden Sie sie schnell wieder los.

Fettig, trocken und einfach lästig: Wer unter Schuppen leidet, der hat nicht nur Angst vor der Reaktion des Umfelds, sondern hat unter einigen Beschwerden zu leiden. Schließlich sind sie nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern können auch für Juckreiz, Rötungen und Krusten auf der Kopfhaut sorgen.

Manche sind regelrecht verzweifelt – haben sie doch schon allerlei (teure) Shampoos oder Arzneien gegen den Schuppenbefall versucht. Hier erklärt Ihnen die Redaktion, wie Sie diesen auf natürliche Weise endlich langfristig loswerden können.

Schuppen: Trocken oder fettig, Ursachen und Entstehung

Doch bevor Sie erfahren, welche Mittelchen sich dagegen bewährt haben, ist es wichtig, die Entstehung und Ursachen für Schuppen herauszufinden. So können Sie Ihre Therapie individuell anpassen. Schuppen werden schließlich oftmals durch einen Hefepilz namens Malassezia verursacht, der sich auf der Kopfhaut vermehrt.

Der Mikroorganismus, der beim Großteil der Bevölkerung vorkommt und normalerweise harmlos ist, lebt auf dieser und ernährt sich von Lipiden. Die Folge: tote Hautzellen klumpen zusammen und Schuppen entstehen.

Daher treten sie oftmals bei Menschen mit hoher Talgproduktion nach Hormonschwankungen auf, zum Beispiel nach der Pubertät. Fettige Schuppen erkennt man meist daran, dass sie gelblich, groß sind und sich fettig anfühlen. Ursachen von fettigen Schuppen sind meist:

  • Falsches oder unregelmäßiges Haarekämmen
  • Seltenes Haarewaschen
  • Falsche Ernährung
  • Stress
  • Vorerkrankungen wie Ekzeme und/oder Dermatitis

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Anders dagegen verhält es sich mit trockenen Schuppen. Sie werden zwar auch durch den Melassazia-Pilz ausgelöst, allerdings haben sie andere Ursachen. Zudem sind sie meist weißlich, klein und körnig und zerfallen bei Kontakt schnell. Sie entstehen oftmals durch:

  • Klimaschwankungen (Winter, etc.)
  • Veränderungen der Umgebungstemperatur (Heizungsluft)
  • Zu häufiges Haarewaschen
  • zu hohe Föhnhitze
  • zu aggressive Reinigungsprodukte
  • Sonnenbrand

Das hilft wirklich gegen fettige Schuppen 

Anti-Schuppen-Shampoo 

So simpel wie es klingt, so effektiv ist es auch: Wer unter Schuppen leidet, sollte zumindest am Anfang der Behandlung seine Haare öfters waschen. Aber bitte nur mit lauwarmem Wasser – ansonsten wird die Kopfhaut nur unnötig gereizt. Am besten benutzen Sie dazu ein Anti-Schuppen-Shampoo, das auf Ihre Bedürfnisse (ob fettig oder trocken) zugeschnitten ist.

"Wenn Sie die Schuppen allerdings unbehandelt lassen, riskieren Sie, dass es zu einem Seborrhoischen Ekzem ausartet, also einer dicken, verklebten, gelben Kruste", so die Hautärztin Sally-Ann Tarver gegenüber dem britischen Mirror. "Das führt dazu, dass die Kopfhaut wund wird und kann sogar Haarausfall begünstigen."

Video: Stitung Warentest: Dieses Shampoo hilft am besten gegen Schuppen

Erfahren Sie hier von einem Experten, wie Sie Schuppenflechte für immer loswerden.

Ein Anti-Schuppen-Shampoo dagegen bekämpft den Hefepilz und reinigt die Kopfhaut von etwaigen Rückständen. "Wenn die Schuppen allerdings schon zu dick sind, benötigen Sie eine professionelle Anti-Schuppen-Behandlung (Anm.d.Red.: zum Beispiel Cortisonsalben)", so Tarver weiter. "Ansonsten staut sich das Öl immer weiter auf und der Hefepilz hat genug Nahrung."

Zitronensaft 

Zitronensaft ist ein alt bewährtes Hausmittel, was die Haushaltsreinigung angeht. Doch sein Säuregehalt hilft zudem auch, die Kopfhaut wieder in ihr natürliches Gleichgewicht zu bringen. So geht's: Mischen Sie einen Teelöffel Zitronensaft und fünf Teelöffel Kokosöl miteinander. Die Paste schmieren Sie dann auf die betroffenen Kopfhautstellen. Anschließend warten Sie eine halbe Stunde. Danach waschen Sie die Reste mit einem milden (Baby-)Shampoo aus dem Haar.

Tipp: Am besten wiederholen Sie den Vorgang täglich, bis sich eine Besserung einstellt. Doch Vorsicht: Haben Sie offene Stellen am Kopf, sollten Sie lieber davon Abstand nehmen, da es sonst zu sehr schmerzen könnte.

Teebaumöl 

Statt Zitronensaft können Sie auch Teebaumöl verwenden. Letzteres ist für seine anti-entzündliche und anti-bakterielle Wirkung bekannt. Nehmen Sie hierzu ein paar Tropfen und mischen Sie es mit ein wenig Shampoo. Dann massieren Sie die betroffenen Stellen mit der Mixtur ein. Danach warten Sie fünf Minuten und waschen dann etwaige Reste aus. Tipp: Wiederholen Sie den Vorgang einmal pro Tag, am besten morgens.

Auch interessant: Das steckt wirklich hinter Pickeln - und mit welchen Tipps und Mitteln Sie die Mitesser entfernen.

Aspirin

Im ersten Moment wohl kurios: Doch die darin enthaltene Salizylsäure sorgt dafür, dass die Kopfhaut porentief gereinigt wird. So funktioniert's: Zerstoßen Sie zwei Tabletten in einer Schüssel und fügen Sie ein wenig Shampoo hinzu. Dann massieren Sie wieder die Mixtur in die Kopfhaut ein und lassen Sie sie zwei Minuten lang einwirken. Anschließend auswaschen.

Backpulver 

Massieren Sie einen Esslöffel Backpulver in die betroffenen Stellen ein und für eine Minute einwirken lassen. Danach das Haar mit lauwarmem Wasser gründlich ausspülen.

Apfelessig 

Statt Zitronensaft können Sie auch Apfelessig verwenden. Dieser stellt ebenfalls wieder den natürlichen Säureschutzmantel der Haut her. Dazu müssen Sie lediglich Apfelessig und Wasser 1:1 mischen. Dann waschen Sie Ihr Haar mit einem milden Shampoo und massieren anschließend die Mixtur in die Kopfhaut. Warten Sie 15 Minuten – danach spülen Sie alles wieder gründlich aus.

Mundspülung

Pfefferminz, Eukalyptus & Co. sollen Bakterien und Keime im Mundraum abtöten – warum sollte das nicht auch auf der Kopfhaut gelingen? Verdünnen Sie dazu einen Esslöffel der Mundspülung mit neun Esslöffeln Wasser. Dann waschen Sie Ihr Haar mit einem milden Shampoo. Anschließend geben Sie die Mixtur auf Ihr Haupt. Spülen Sie diese nach einer kurzen Einwirkzeit ebenfalls aus.

Meersalz 

Meersalz stellt das optimale Kopfhautpeeling dar. So funktioniert’s: Massieren Sie vorsichtig ein wenig Salz in die betroffenen Stellen. Nehmen Sie sich dafür zehn Minuten Zeit. Anschließend waschen Sie die Reste mit einem Shampoo aus.

Lesen Sie hier: Mit diesen Hausmitteln werden Sie Hautgrieß endlich los.

Trockene Kopfhaut: Hausmittel gegen Schuppen

Wer dagegen unter trockenen Schuppen leidet, sollte stattdessen seiner Haut wieder mehr Feuchtigkeit zuführen. Das gelingt mit folgenden Hausmitteln.

Kokosöl 

Waschen Sie Ihre Haare und lassen Sie sie lufttrocknen. Benutzen Sie keine Spülung. Stattdessen nehmen Sie ein wenig Kokosöl, das reich an Fettsäuren ist, und geben Sie es auf Ihre Kopfhaut. Lassen Sie das Öl für ein paar Minuten einwirken und spülen es dann aus.

Aloe Vera 

Die Heilpflanze ist dank seiner natürlichen, antibakteriellen und feuchtigkeitsspendenden Wirkung in vielen Kosmetika zu finden. Für Ihre Kopfhaut nehmen Sie reines Aloe-Vera-Gel und schmieren Sie es auf die betroffenen Stellen.

Knoblauch 

Auch der Saft der Knolle tötet Keime ab, welcher in Verbindung mit Honig Schuppen den Kampf ansagt. Hierzu zerdrücken Sie ein paar Knoblauchzehen und verrühren den Saft mit dem Honig Ihrer Wahl zu einer glatten Paste. Massieren Sie sie in Ihre Kopfhaut und warten 15 Minuten. Danach waschen Sie die Reste mit einem Shampoo aus.

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Olivenöl 

Statt Kokosöl können Sie auch Olivenöl verwenden, da es ebenfalls viel Feuchtigkeit in der Haut bindet. Reiben Sie acht bis zehn Tropfen in die Kopfhaut ein und wickeln Sie anschließend Ihr Haar in ein Handtuch. Lassen Sie das Öl über Nacht einwirken. Am nächsten Morgen waschen Sie die Haare gründlich aus.

Jojobaöl

Eine weitere Öl-Alternative ist das weniger bekannte Jojobaöl. Es enthält viel Zink, Vitamin A und B sowie Jod und beruhigt gestresste Kopfhaut. So geht's: Geben Sie zwei Esslöffel des Öls auf Ihre Kopfhaut und massieren es ein. Nehmen Sie sich dafür fünf bis zehn Minuten Zeit. Lassen Sie das Öl für etwa eine Stunde einziehen und waschen es anschließend mit Shampoo aus. Anschließend wickeln Sie Ihr Haar in ein warmes Handtuch. Wiederholen Sie den Vorgang für optimale Ergebnisse dreimal pro Woche.

Aggressive Produkte meiden 

"Viele Pflege- und Stylingprodukte sind voll mit Plastik und Alkohol, welche dem Haar zwar nichts ausmachen, aber dafür die Kopfhaut reizen können. Wenn diese zu wenig Feuchtigkeit hat, absorbiert es mehr, als Sie ihr geben können, was am Ende die trockenen Stellen noch verschlimmert", erklärt Hautärztin Sally-Ann Tarver weiter. Ihr Tipp: Vor allem Produkte für sensible Haut benutzen und sie nicht auf die Kopfhaut geben.

Viel Wasser trinken 

Wer generell zu wenig trinkt, der riskiert, zu dehydrieren. Dadurch wird die Haut trocken und schuppig, auch am Kopf. Deshalb sollten Sie dafür sorgen, stets sechs bis acht Gläser Flüssigkeit pro Tag zu trinken.

Anti-Schuppen-Diät

Abschließend hat auch ihre Ernährung einen großen Anteil an Ihrer Gesundheit – und Ihrem Hautbild. Nicht nur Pickel, sondern auch Schuppen können durch zu viel Fast Food und/oder Zucker ausgelöst werden. Deshalb sollten Sie diese Lebensmittel stark reduzieren und stattdessen öfters zu Folgenden greifen:

  • Fetter Seefisch wie Lachs (gesunde Omega-3-Fettsäuren)
  • Nüsse wie Mandeln (viele gesunde Fettsäuren)
  • Sonnenblumenkerne (Zink-Quelle)

Lesen Sie auch: Das verrät die Stelle Ihres Pickels über Ihre Gesundheit - und wie Sie Mitesser entfernen.

jp

Wussten Sie’s? Diese Hausmittel sorgen für schöne Haut

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Rubriklistenbild: © Instagram / zzohud12 (Screenshot)

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