Stiftung Warentest

Pfannen im Warentest: Nur vier Antihaft-Pfannen mit Note «gut» – Ikea fällt durch

Beschichtete Pfannen im Test bei Stiftung Warentest
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Geschichtet und beschichtet: Diese Pfannen mit Antihaft-Effekt nahmen die Experten der Stiftung Warentest genauer unter die Lupe.

Damit auch mit wenig Öl nichts anbrennt: Beschichtete Pfannen eignen sich zum schonenden Garen zum Beispiel von Gemüse, Fisch und Eierspeisen. Doch bei Kauf und Verwendung ist einiges zu beachten.

Der Griff fällt ab, die Hitze verteilt sich nur unregelmäßig, die Beschichtung bröckelt schon nach einiger Zeit: Manche Pfannen mit einer Antihaft-Wirkung sind für Hobbyköche riskant. Das zeigt jetzt eine Untersuchung der Stiftung Warentest*.

Stiftung Warentest hat 14 Antihaft-beschichtete Pfannen getestet: zwei «mangelhaft»

Von 14 getesteten Pfannen bekamen nur 4 die Bewertung «gut»: Gastro Sus Diamas Pro, Fisslers Adamant Comfort, Zwilling Madura Plus sowie Woll Concept. Diese Pfannen kosten im Schnitt zwischen etwa 50 und 100 Euro. 8 Produkte erhielten die Note «befriedigend», 2 waren «mangelhaft» - die Tester hatten bei ihnen Sicherheitsbedenken, berichtet die Stiftung in der Zeitschrift «test» (Ausgabe 1/2021).

Denn ein Modell habe sich im Test auf einem Induktionsgerät bereits nach wenigen Minuten auf fast 400 Grad Celsius erhitzt. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung könne Polytetrafluorethylen (PTFE), woraus meist die Beschichtung besteht, aber schon ab 360 Grad Celsius giftige Dämpfe freisetzen, etwa Fluorverbindungen. Bei einem anderen Produkt brach der Griff ab, hier gab es Verbrennungsgefahr.

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Vorsicht bei Kratzern und zu viel Hitze

Nach dem Kauf eines guten Produktes ist auch der richtige Umgang damit sehr wichtig. So dürften solche Antihaft-Pfannen niemals leer und bei voller Hitze benutzt werden, warnt die Stiftung Warentest.

Zudem reagieren die Pfannen laut «test» meist empfindlich auf spitze Gegenstände, saure Lebensmittel und kratzende Topfreiniger – all dies könne die Beschichtung zerstören. Spätestens, wenn diese nicht mehr intakt ist, muss die Pfanne ausgetauscht werden, raten die Tester. (dpa) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

© dpa-infocom, dpa:201215-99-705610/2

Test: Pfannen

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Brot, das schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten.
Selbst Brot, das nur ein wenig schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten. © picture alliance/dpa
Eier Haltbarkeit erkennen
Je älter das Ei, desto leichter wird es. Schwimmt es im Wasser, ist es schlecht. © picture alliance/dpa
Fisch Haltbarkeit erkennen
Wenn Fisch nach Fisch riecht, ist er nicht mehr frisch. © picture alliance / Holger Hollem
Fleisch Haltbarkeit erkennen
Verdorbenes Fleisch stinkt und wird schleimig. Achten Sie unbedingt auf die Lagerungstemperatur. © picture alliance / Oliver Berg/d
Joghurt Haltbarkeit erkennen
Wenn Joghurt sehr flüssig ist, ist er nicht mehr genießbar. © picture alliance / dpa
Käse Haltbarkeit erkennen
Hartkäse verträgt sogar eine Schimmelschicht. Schneiden Sie diese nur großzügig weg. Riecht der Käse unangenehm sauer, ist er schlecht. © picture alliance / Harald Tittel
Milch Haltbarkeit erkennen
Schlechte Milch müssen Sie nicht in jedem Fall wegschütten. © picture alliance/dpa
Olivenöl Haltbarkeit erkennen
Olivenöl muss fruchtig riechen, dann können Sie es jahrelang genießen. © picture alliance / Lorenzo Carne
Wurst Haltbarkeit erkennen
Wurst ist nicht gleich Wurst. Seltsamer Geruch und Schleimigkeit sind aber deutliche Indizien für die Tonne. © picture alliance / Patrick Pleul

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