Die Gesellschaft im Wandel

Das Konstrukt Familie in der heutigen Zeit

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Immer häufiger hört man, wie Menschen darüber diskutieren, was Familie heute heißt. Dies hat natürlich damit zu tun, da die Familien im Wandel sind und sich viele die Frage stellen, was die Familie früher ausmachte.

Allerdings haben dabei relativ viele Klischees im Kopf, die so zu verzerrten Einschätzungen führen. Dennoch hat es die heutige Familienform in gewisser Weise schon immer gegeben. Lediglich die Lebensformen der Familien unterscheiden sich dabei enorm. Während früher drei oder vier Generationen in einem Haus lebten, ist dies heute im Grunde nur noch sehr selten vorzufinden. Auch die Anzahl der Kinder ist deutlich gesunken.

Eins hat sich jedoch im Laufe der Jahrzehnte nicht verändert. Die Sehnsucht nach dem Eigenheim oder den eigenen vier Wänden. Eine Familie, egal, wie groß sie ist, wünscht sich das eigene Haus, wobei inzwischen unabhängige Beratungsplattformen wie NIST unterstützen können. Dabei gilt dies zum einen als Altersabsicherung und zum anderen denken sich natürlich viele Familien, dass sie so viel Geld sparen, wenn sie statt der Miete die Raten für das Haus abbezahlen. Gerade in der heutigen Zeit ist ein Annuitätendarlehen ideal, da die Zinsen im Keller sind und so die Tilgung deutlich erhöht werden kann. Dabei kann das Annuitätendarlehen äußerst flexibel gestaltet werden und bietet jedem Häuslebauer die perfekte Möglichkeit, um sich den Wunsch vom Eigenheim zu erfüllen. Hier gibt es viele weitere Informationen zu diesem Thema, die sehr interessant sind.

Die Definition von Familie – die Kernelemente

Im Grunde sind es drei Kernelemente, die die Familie ausmachen. Zum einen ist es die biologisch-soziale Doppelnatur. Dies heißt, dass in allen Zeiten die Kindererziehung, der gegenseitige Schutz und die Fürsorge wie auch die Befriedigung der Familienmitglieder im Zeichen der Familie stand. Zum anderen gibt es die Generationendifferenzierung, was heißt, dass zu einer Familie mindestens zwei Generationen gehören. Selbstverständlich kann die Familie auch aus drei oder vier Generationen bestehen, was aber in der heutigen Zeit eher selten ist. Es zeichnet sich jedoch ab, dass Mehrgenerationenhäuser wieder geschätzt werden und immer häufiger zu finden sind.

Weiterhin macht die Familie auch aus, dass unter ihnen ein besonderes Kooperations- und Solidaritätsverhältnis herrscht. Somit ist Familie da, wo eine Generationenbeziehung besteht, Leistungen zwischen Generationen gerne füreinander erbracht werden und wo ein ganz besonderes Verbundenheitsgefühl vorhanden ist. Dies muss nicht die klassische Vater, Mutter, Kind Kernfamilie sein. Auch Einelternfamilien, Stieffamilien, Adoptivfamilien oder gleichgeschlechtliche Familien sowie Pflegefamilien sind Familien. Lediglich Paare ohne Kinder gelten nicht als Familien, was jedoch paradox ist. Denn auch sie bilden eine Familie, haben Familienangehörige und sollten daher entsprechend als Familie gesehen werden. Diese Bild ist daher sehr veraltet.

Der Wandel der Familienformen

Wie sich in sozialhistorischen Untersuchungen gezeigt hat, gab es diese Familienformen schon vor einigen Jahrhunderten. Es gab wilde Ehen, Pflegefamilien wie auch nichtehelichen Partnerschaften bis hin zu Patchworkfamilien. Dies lag daran, dass die sehr geringe Lebenserwartung, gefolgt von Kriegen, Seuchen etc. solche Konstellationen hervorrief. Denn starb ein Partner, musste dieser schnell ersetzt werden, damit die Familie überleben konnte.

Während die Frauen für den Haushalt zuständig waren, gingen die Männer einer Arbeit nach und sorgten dafür, dass die Familie Geld hatte. Dies war lange Zeit ein Leitbild und erst vor wenigen Jahrzehnten war es der Frau möglich, arbeiten zu gehen. Wenn man sich überlegt, dass die Ehefrau ohne die Zustimmung ihres Mannes bis zum Jahr 1958 nicht arbeiten durfte. Selbst wenn er zustimmte, sich es aber anders überlegt, konnte er das Arbeitsverhältnis seiner Frau kündigen. Auch wenn das Gleichberechtigungsgesetz von 1958 war, durften Frauen nur dann arbeiten gehen, wenn das mit den Pflichten der Ehe und der Familie vereinbar war, was zeigt, dass der Haushalt und die Kindererziehung grundsätzlich der Frau zugeordnet wurden.

Die Lebensumstände wie auch die Gestaltungsmöglichkeiten haben dies jedoch gewaltig geändert. Dabei hat sich jedoch das Sicherheitsgefühl nicht geändert. Ein Eigenheim ist nach wie vor für eine Familie von großer Bedeutung. Gleichzeitig hat die Bildungsexpansion für Frauen aber auch dafür gesorgt, dass Familien sich ihren Traum vom Eigenheim schneller erfüllen können, wenn beide arbeiten. Allerdings hat dies auch einen gewaltigen Nachteil mit sich gebracht. Denn mit der zusätzlichen Verdienstmöglichkeit hat sich das Konsumverhalten ebenfalls stark verändert. Immer mehr, immer besser und immer luxuriöser musste es sein, und da beide Ehepartner arbeiten gehen konnten und nicht wenig Geld verdienten, wurde dies in vollen Zügen ausgekostet.

Familie bedeutet aber auch Herausforderungen

Selbstverständlich bedeutet eine Familie auch Herausforderungen zu meistern. Jedoch war diese Herausforderung vor vielen Jahrzehnten noch etwas ganz anderes. Viele der Familien wussten nicht, wie sie die Kinder ernähren sollten, weil zum einen kein Geld da war und es zum anderen auch nicht viel gab, wie etwa nach dem Krieg. Kinder mussten schon in jungen Jahren vor oder nach der Schule arbeiten oder gingen erst gar nicht in die Schule.

In der heutigen Zeit, ist es zwar ähnlich, mit der Grundsicherung jedoch, die in Deutschland verfügbar ist, haben die Familien den Vorteil, dass sie zumindest das Nötigste zum Leben haben. Dies hat natürlich auch den Vorteil, dass die Kinder nicht arbeiten müssen, um zum Lebensunterhalt beizutragen. Allerdings zieht dies ein weiteres Problem mit sich. Kinder aus sozial schwachen Familien haben im späteren Leben deutlich weniger Chancen und Möglichkeiten, wie sich in Untersuchungen herausgestellt hat. Denn gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig flexibel und mobil zu sein, um beispielsweise auch an einem anderen Ort einen Ausbildungsplatz anzunehmen.

Weiterhin ist es auch eine Herausforderung – in Zeiten der ständigen Erreichbarkeit – Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Nicht selten sind Väter oder Mütter weit ab von der Heimat beschäftigt und sind nur am Wochenende zu Hause. Diesen Spagat muss man erst einmal meistern, was selten nicht gelingt. Der Partner ist die ganze Woche mit den Problemen der Erziehung oder anderen Dingen alleine und möchte dann natürlich am Wochenende, wenn nur wenig Zeit des Zusammenseins besteht, Probleme ansprechen. Nicht selten sind diese Beziehungen zum Scheitern verurteilt.

Die Familie ist somit also sehr komplex, aber am Ende kein neues Phänomen. Es gab diese Herausforderungen schon vor vielen Jahrzehnten, nur eben in anderer Form. Im Grunde gab es schon immer eine große Vielfalt an Familienformen. Lediglich in den 50er und 60er Jahren, in denen eine Familie aus einem verheirateten Ehepaar mit leiblichen Kindern galt, hat sich jedoch nicht viel geändert. Die Umstände sind allerdings unterschiedlich und somit auch die Herausforderungen anders.

In den letzten Jahren wurde, was die Familienformen angeht, sehr viel erreicht. Gleichgeschlechtliche Paare dürfen heiraten und Kinder adoptieren, Familien werden in der heutigen Zeit anders definiert und Eineltern- oder Stieffamilien werden nicht mehr von der Seite angeschaut.

Am Ende ist wichtig, dass die Familie, welche Form sie auch hat, sich wohlfühlt und die drei Kernelemente der Familie gegeben sind. Vertrauen, Unterstützung in allen Lebenslagen und Kompromisse sind das A und O einer Familie und machen diese aus. Herausforderungen gemeinsam meistern zählt ebenfalls zu den Kernelementen der Familien.

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