Alle wollten den eBall

Riesen-Coup bei "Höhle der Löwen" geplatzt - weil kein Geld mehr da ist?

Kurz vor Ende der 3. Staffel entflammte die gesamte DHDL-Jury für einen verrückten Erfinder und seine geniale Idee. Doch am Ende machte sie einen Rückzieher.

Diese Geschichte berührte die Herzen der taffen "Die Höhle der Löwen"-Juroren und der Zuschauer gleichermaßen: Kurz vor Ende von Staffel Drei kam ein kleiner Junge auf einer fahrenden Kugel ins Fernsehstudio. Dessen Vater Uli Sambeth, als verrückter Professor verkleidet, präsentierte den Investoren seine geniale Idee: den eBall.

eBall-Gründer schafft Riesen-Deal in "Die Höhle der Löwen": Alle Investoren wollen seine Idee

Damit gelang ihm, was keiner vor ihm geschafft hatte: Alle Investoren waren von seiner Erfindung überzeugt – und wollten sie unbedingt haben. Der Essener konnte es kaum glauben – alle fünf sagten ihm schließlich jeweils 100.000 Euro und tatkräftige Unterstützung zu. Und diesmal schien es wirklich so, als ob ein Deal endlich bis zum Ende durchgezogen und die Investoren diesmal nicht abspringen würden. Denn kurz vor der Ausstrahlung der Sendung verkündeten sie noch stolz, dass beim Notar der Vertrag bereits unterschrieben worden sei.

Doch im Online-Shop war lange nur ein Prototyp des eBalls zu sehen – angeblich sollte im Juni 2017 die Auslieferung des Spielgeräts stattfinden. Das Pikante daran: Die Vorbestellung war schon viel länger, nämlich seit der Sendungsausstrahlung, möglich gewesen. Doch nun folgt für alle diejenigen, die bereits sehnsüchtig auf ihre Bestellung warten, der große Dämpfer: Der eBall werde in seiner angekündigten Form nicht herausgebracht, heißt es jetzt plötzlich. Der Grund dafür: Zwei Investoren sprangen nun doch noch ab – und zwar Frank Thelen und Judith Williams.

Deal geplatzt - weil zwei Investoren in letzter Minute absprangen?

Auf Nachfrage habe Thelen geantwortet, dass ein kleineres Investoren-Team effizienter sei. Und Judith Williams sei aufgefallen, sie könne angeblich doch nicht so viel zu dem veränderten Produkt beitragen, erklärt ein Sprecher kryptisch gegenüber dem Startup-Portal Gründerszene. Doch was heißt das genau? Ist ihnen am Ende aufgefallen, dass das Geld für eine Investition doch nicht reicht?

Schließlich soll allein die Analyse möglicher Patente fünfstellige Beträge, die Maschmeyer und Dümmel bereitwillig gezahlt hätten, gekostet haben. Zudem musste Gründer Sambeth extra nach Asien reisen, um mögliche Produktionspartner zu finden. Doch es half alles nichts: Am Ende scheiterte der Deal, da ansonsten mit anderen Firmen ein teurer Patentstreit gedroht hätte.

So geht es jetzt weiter mit eBall-Startup

Sambeth will sich davon allerdings nicht unterkriegen lassen, er bastelt weiter an seinem Traum. Dennoch habe er sich mit den Investoren im Guten getrennt, erklärt er. Schließlich erhalte er auch die Anteile an der eBall GmbH wieder vollständig zurück – und bleibe zudem auf keinen Kosten sitzen. Und wie geht es jetzt weiter? "Momentan sind wir wieder ein normales Startup", so Sambeth, "mit einigen Problemen und auf der Suche nach Investoren."

Allerdings habe die DHDL-Produktionsfirma Sony bereits für einen weiteren Dreh angefragt – indem sie zeigen wolle, wie es Sambeth trotz des geplatzten Deals jetzt gehe. Wahrscheinlich aber nur, um das Image der TV-Show wieder aufzupolieren. In jüngster Vergangenheit erntete diese nämlich viel Kritik, weil es in Sendungen immer nur alte Erfolgsgeschichten Revue passieren ließ.

Lesen Sie auch: Ist in der beliebten Gründer-Show alles nur Fake? Immer mehr Deals platzen nach Sendungsausstrahlungen.

Auch interessant: Startup zu Verkaufen - und zwar auf Ebay. Die Beschreibung darin ist so verrückt wie komisch.

jp

Das sind die neun reichsten Menschen der Welt

Auf Platz Neun im Ranking landet diesmal Medienmogul Michael Bloomberg. Er ist Gründer des gleichnamigen Medienkonzerns und war von 2002 bis 2013 Bürgermeister von New York. Geschätztes Vermögen: 47,5 Milliarden Dollar (40 Milliarden Euro).
Auf Platz Neun im Ranking landet diesmal Medienmogul Michael Bloomberg. Er ist Gründer des gleichnamigen Medienkonzerns und war von 2002 bis 2013 Bürgermeister von New York. Geschätztes Vermögen: 47,5 Milliarden Dollar (40 Milliarden Euro). © picture alliance / dpa / Henning Kaise
David Koch liebt das Rampenlicht, während sein Bruder Charles dieses eher scheut. Doch beide führen gemeinsam das Werk ihres Vaters fort: Koch Industries. Mit 48,3 Milliarden Dollar (41 Milliarden Euro) ergatterte er sich im Ranking Platz Acht.
David Koch liebt das Rampenlicht, während sein Bruder Charles dieses eher scheut. Doch beide führen gemeinsam das Werk ihres Vaters fort: Koch Industries. Mit 48,3 Milliarden Dollar (41 Milliarden Euro) ergatterte er sich im Ranking Platz Acht. © picture alliance / dpa / Christina Horsten
Platz Sieben geht an den New Yorker Larry Ellison. Der Gründer des US-Softwarekonzerns Oracle hat Höhen und Tiefen erlebt. Während diverser Krisen verlor der 73-Jährige fast die Hälfte seines Vermögens, doch nun geht es wieder bergauf. Sein aktuelles Vermögen: 52,2 Milliarden Dollar (etwa 44 Milliarden Dollar).
Platz Sieben geht an den New Yorker Larry Ellison. Der Gründer des US-Softwarekonzerns Oracle hat Höhen und Tiefen erlebt. Während diverser Krisen verlor der 73-Jährige fast die Hälfte seines Vermögens, doch nun geht es wieder bergauf. Sein aktuelles Vermögen: 52,2 Milliarden Dollar (etwa 44 Milliarden Dollar). © picture alliance / dpa / John G. Mabanglo
Dagegen ist die Art und Weise, wie Carlos Slim Helu an seine 54,5 Milliarden Dollar (46 Milliarden Euro) gekommen ist, angeblich dubios. Der Mexikaner habe Anfang der 90er-Jahre für nur 1,5 Milliarden Euro die staatlich mexikanische Telefongesellschaft Telmex gekauft. Doch die soll schon damals 8,5 Milliarden Euro wert gewesen sein. Nach der Privatisierung zog der Unternehmer die Gesprächspreise drastisch an und verdiente sich ein goldenes Näschen. Damit ist er der reichste Mann Mexikos und besetzt Platz Sechs im Ranking.
Dagegen ist die Art und Weise, wie Carlos Slim Helu an seine 54,5 Milliarden Dollar (46 Milliarden Euro) gekommen ist, angeblich dubios. Der Mexikaner habe Anfang der 90er-Jahre für nur 1,5 Milliarden Euro die staatlich mexikanische Telefongesellschaft Telmex gekauft. Doch die soll schon damals 8,5 Milliarden Euro wert gewesen sein. Nach der Privatisierung zog der Unternehmer die Gesprächspreise drastisch an und verdiente sich ein goldenes Näschen. Damit ist er der reichste Mann Mexikos und besetzt Platz Sechs im Ranking. © picture alliance / dpa / Georgi Licovs
Mark Zuckerberg hat mit zarten 19 Jahren sein Facebook-Imperium gegründet und mit seiner genialen Idee seitdem 56 Milliarden Euro (47 Milliarden Euro) verdient. Damit belegt der Aufsteiger Platz Fünf im Ranking. Doch Mark Zuckerberg und seine Frau Priscilla Chan werden davon nicht viel sehen: Sie haben anlässlich der Geburt ihres ersten Kindes 2015 angekündigt, 99 Prozent ihrer Firmenanteile für wohltätige Zwecke zu spenden.
Mark Zuckerberg hat mit zarten 19 Jahren sein Facebook-Imperium gegründet und mit seiner genialen Idee seitdem 56 Milliarden Euro (47 Milliarden Euro) verdient. Damit belegt der Aufsteiger Platz Fünf im Ranking. Doch Mark Zuckerberg und seine Frau Priscilla Chan werden davon nicht viel sehen: Sie haben anlässlich der Geburt ihres ersten Kindes 2015 angekündigt, 99 Prozent ihrer Firmenanteile für wohltätige Zwecke zu spenden. © picture alliance / dpa / Alberto EstÈv
Der Spanier Amancio Ortega darf sich dagegen über Platz Vier im Ranking freuen. Ihm gehört der Textilkonzern Inditex, zu dem so bekannte Marken wie Zara, Pull & Bear und Bershka gehören. Er gilt zudem als reichster Mann in Europa und soll rund 71,3 Milliarden Dollar (etwa 60 Milliarden Euro) schwer sein.
Der Spanier Amancio Ortega darf sich dagegen über Platz Vier im Ranking freuen. Ihm gehört der Textilkonzern Inditex, zu dem so bekannte Marken wie Zara, Pull & Bear und Bershka gehören. Er gilt zudem als reichster Mann in Europa und soll rund 71,3 Milliarden Dollar (etwa 60 Milliarden Euro) schwer sein. © picture alliance / dpa / Cabalar
Die Bronzemedaille geht diesmal an Amazon-Chef Jeff Bezos. Er ist 2017 der größte Gewinner im Ranking - der Grund dafür: ein Vermögensanstieg um 27,6 auf 72,8 Milliarden Dollar (61,6 Milliarden Euro). Neben dem erfolgreichen Online-Versand-Konzern, welchen er 1994 gründete, gehört ihm zudem die Tageszeitung "Washington Post".
Die Bronzemedaille geht diesmal an Amazon-Chef Jeff Bezos. Er ist 2017 der größte Gewinner im Ranking - der Grund dafür: ein Vermögensanstieg um 27,6 auf 72,8 Milliarden Dollar (61,6 Milliarden Euro). Neben dem erfolgreichen Online-Versand-Konzern, welchen er 1994 gründete, gehört ihm zudem die Tageszeitung "Washington Post". © picture alliance / dpa / Michael Reynolds
Platz Zwei konnte sich Investmentgröße Warren Buffett (hier mit US-Ex-Präsident Barack Obama) ergattern. Der US-Börsenguru soll 75,6 Milliarden Dollar (65 Milliarden Euro) sein Eigen nennen. Zudem verbucht der 87-jährige Unternehmer im Ranking den höchsten Vermögensanstieg. Er wurde nur noch überholt von ...
Platz Zwei konnte sich Investmentgröße Warren Buffett (hier mit US-Ex-Präsident Barack Obama) ergattern. Der US-Börsenguru soll 75,6 Milliarden Dollar (65 Milliarden Euro) sein Eigen nennen. Zudem verbucht der 87-jährige Unternehmer im Ranking den höchsten Vermögensanstieg. Er wurde nur noch überholt von ... © picture alliance / dpa / Larry W. Smith
... keinem Geringeren als Bill Gates. Der Microsoft-Gründer ist zum vierten Mal in Folge auf der Poleposition im Ranking. Kein Wunder, schließlich soll er ein geschätztes Vermögen von 86 Milliarden Dollar (73 Milliarden Euro) besitzen.
... keinem Geringeren als Bill Gates. Der Microsoft-Gründer ist zum vierten Mal in Folge auf der Poleposition im Ranking. Kein Wunder, schließlich soll er ein geschätztes Vermögen von 86 Milliarden Dollar (73 Milliarden Euro) besitzen. © picture alliance / dpa / Gian Ehrenzeller

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