Schluss mit gratis

Nach DVB-T: Wird jetzt kostenloses Sat-TV abgeschaltet?

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Erst DVB-T, jetzt auch noch das Sat-TV: Was kostet als nächstes?

2017 wurde das DVB-T abgeschaltet und umgestellt – und jetzt soll auch das Satelliten-TV folgen. War es das jetzt für immer mit kostenlosem Fernsehen?

Im Januar 2013 wurde erhoben, dass alle deutschen Haushalte einen einheitlichen Rundfunkbeitrag zu zahlen haben. Dieser fließt an öffentlich-rechtliche Sender wie ARD, ZDF und Deutschlandradio. Das digitale Antennenfernsehen DVB-T blieb da für viele als kostenlose Variante die einzige Alternative. Doch dann wurde DVB-T Anfang des Jahres abgeschaltet und am 29. März auf DVB-T2 umgestellt. Wer nun Privatsender schauen möchte, muss wohl mit Kosten von etwa 70 Euro im Jahr rechnen.

Satellitenfernsehen über öffentlich-rechtliche Sender ab 2019 frei empfangbar

Dasselbe soll auch ab 2019 für das Satellitenfernsehen gelten. Doch im Gegensatz zu den Privatsendern bleiben ARD und ZDF weiterhin ohne Zusatzkosten in HD empfangbar. Dafür zahlt der Zuschauer schließlich die monatliche Rundfunkgebühr.

"Die ARD wird ihre Programme natürlich weiterhin für den Teilnehmer kostenfrei zugänglich machen. Dies gilt unabhängig von den Bildqualitäten - für die SD- genauso wie für die HD-Programme. Auch gilt dies für alle Ausstrahlungen, die die ARD selbst verantwortet: für DVB-T, DVB-T2, Satellit und auch das Streaming-Angebot. Die meisten HD-Angebote der privaten Sender sind nur gegen Bezahlung von zusätzlichen Entgelten (Abos) empfangbar, dies gilt für Satellit wie auch für DVB-T2", versichert Martin Hafner, Produktions- und Technikdirektion Bayerischer Rundfunk gegenüber "Merkur".

"Die ARD hat von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) die Vorgabe bekommen, im Zeitraum 2018 bis 2019 die SD-Ausstrahlung über Satellit zu beenden. Aber auch nach dieser SD-Abschaltung bleibt in jedem Fall das öffentlich-rechtliche TV-Angebot frei empfangbar", so Hafner.

ZDF-Produktionsdirektor Andreas Bereczky zufolge, sollen ARD und ZDF zudem bereits eine Arbeitsgruppe eingerichtet haben, die mit Hochdruck an der Durchführung des Plans arbeitet.

RTL und ProSiebenSat.1 wurden dagegen vom Bundeskartellamt dazu verpflichtet, ihre SD-Verbreitung auf Astra mindestens bis zum Jahr 2022 weiterzuführen, wie das IT-Portal "Golem" berichtet.

Bitter für alle Satellitennutzer: Ein "HD+"-Abo kostet allerdings 75 Euro im Jahr – und wird wohl in der Zukunft noch teurer. Zum Vergleich: 2016 war das Abo noch um zehn Euro günstiger.

Von Jasmin Pospiech

TV-Trends von der IFA: Komfort an der Fernbedienung

Samsungs Smart Remote hat weniger als 15 Tasten. Die Steuerung erfolgt beinahe vollständig über das Steuerkreuz. Foto: Florian Schuh
Samsungs Smart Remote hat weniger als 15 Tasten. Die Steuerung erfolgt beinahe vollständig über das Steuerkreuz. Foto: Florian Schuh © Florian Schuh
Weniger ist mehr: Samsungs Smart Remote hat gerade einmal elf Tasten. Foto: Florian Schuh
Weniger ist mehr: Samsungs Smart Remote hat gerade einmal elf Tasten. Foto: Florian Schuh © Florian Schuh
Samsungs Betriebssystem Tizen erlaubt über seinen Smart Hub das gleichberichtigte Abspielen von Fernsehprogramm, Streaming oder Zuspielgeräten. Foto: Florian Schuh
Samsungs Betriebssystem Tizen erlaubt über seinen Smart Hub das gleichberichtigte Abspielen von Fernsehprogramm, Streaming oder Zuspielgeräten. Foto: Florian Schuh © Florian Schuh
Konkurrenz fürs herkömmliche Fernsehen: Bei Sony haben Google Play und Netflix schon eigene Knöpfe auf der Fernbedienung. Ein Druck auf die "Discover"-Taste blendet sofort alle verfügbaren Apps, Sender und Streamingdienste ein. Foto: Till Simon Nagel
Konkurrenz fürs herkömmliche Fernsehen: Bei Sony haben Google Play und Netflix schon eigene Knöpfe auf der Fernbedienung. Ein Druck auf die "Discover"-Taste blendet sofort alle verfügbaren Apps, Sender und Streamingdienste ein. Foto: Till Simon Nagel © Till Simon Nagel
Samsungs Smart Remote kommt völlig ohne den Nummernblock aus. Die Fernsteuerung funkt per Bluetooth mit dem Fernseher - nur zum An- und Ausschalten nutzt sie noch Infrarotsignale. Foto: Florian Schuh
Samsungs Smart Remote kommt völlig ohne den Nummernblock aus. Die Fernsteuerung funkt per Bluetooth mit dem Fernseher - nur zum An- und Ausschalten nutzt sie noch Infrarotsignale. Foto: Florian Schuh © Florian Schuh
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Für mehr Schwarz und kräftigere Farben sollen die von etlichen Herstellern verbauten OLED-Displays sorgen - wie hier im Metz Novum OLED. Foto: Metz © Metz
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