17,50 Euro monatlich

"GEZ": Überschüsse in Milliardenhöhe - doch wo fließen die hin?

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Wo fließt Ihr Geld eigentlich hin?

Der allgemeine Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio soll Überschüsse in Milliardenhöhe erzielt haben. Doch wer bekommt das größte Stück vom Kuchen?

Als im Januar 2013 eine allgemeine Beitragspflicht für die öffentlich-rechtlichen Sender eingeführt wurde, stieß das vielen Deutschen sauer auf. Schließlich wurde jeder Haushalt dazu verpflichtet, eine einheitliche Rundfunkgebühr zu entrichten – egal, ob Sie Radio oder Fernseher zuhause stehen haben.

Aus diesem Grund weigern sich manche, die einheitliche Gebühr zu zahlen. Andere wiederum hoffen, dass sich 2018 nun endlich etwas ändern wird – und der Rundfunkbeitrag wie in den vergangenen Jahren wieder sinkt. Schließlich soll sogar schon der Europäische Gerichtshof prüfen, ob die Regelung überhaupt rechtens ist. Doch noch müssen die Deutschen die 17,50 Euro pro Monat an den allgemeinen Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio entrichten.

So wird der monatliche Rundfunkbeitrag unter den öffentlich-rechtlichen Sendern aufgeteilt

Wie n-tv.de berichtet, sollen 2016 Überschüsse in Milliardenhöhe erzielt worden sein. Dabei soll es sich um eine Summe von fast acht Milliarden Euro handeln. Diese wurden von etwa 45 Millionen Beitragskonten eingezogen, davon waren 90 Prozent Privathaushalte.

Diese 77-jährige Rentnerin hat keine Rundfunkgeräte - dennoch soll sie die Gebühr zahlen. Doch sie weigert sich vehement.

Da stellt sich berechtigterweise die Frage, was eigentlich mit dem vielen Geld gemacht wird beziehungsweise wer wie viel erhält. So ist die monatliche Beitragsgebühr von 17,50 Euro gesplittet:

  • 0,33 Euro gehen an die Landesmedienanstalten. Dabei handelt es sich um Aufsichtsbehörden für private Radio- und Fernsehangebote des jeweiligen Bundeslandes, in dem man wohnt.
  • 0,48 Euro erhält das Deutschlandradio.
  • 4,32 Euro kassiert das ZDF.
  • 12,37 Euro bekommt die ARD. Ihr Anteil verteilt sich hier auf das Erste Deutsche Fernsehen, tagesschau24, One, ARD-Alpha sowie Phoenix, Kika, Arte und 3sat sowie Videotexte- und Onlineangebote.

Die ARD wiederum besteht aus neun Landesrundfunkanstalten. Meist bezieht diejenige den Löwenanteil (12,37 Euro), in deren Einzugsgebiet sich der Haushalt befindet. Daher heimst der Westdeutsche Rundfunk am meisten ein – und zwar satte 1,2 Milliarden Euro. Weitere 3,85 Euro gehen an Gemeinschaftsaufgaben aller ARD-Programme, plus Werbeeinnahmen. Zudem müssen noch Gehälter, Equipment, Fuhrparks und Energiekosten hinzugezählt werden.

Und des Deutschen geliebter "Tatort" schlägt ebenfalls ganz schön zu Buche. So soll eine Folge bereits bis zu 1,5 Millionen Euro kosten. Damit gehen am Ende 14 Cent von der monatlichen Rundfunkgebühr für den Krimi-Bestseller drauf.

Lesen Sie auch: Dieser "GEZ"-Gegner übt scharfe Kritik - und erklärt, wie er eine Abschaffung durchführen würde.

Auch interessant: So will der allgemeine Beitragsservice "GEZ"-Verweigerer nun doch zur Kasse bitten.

jp

Fernsehgebühren: Das kosten Talkshows auf ARD und ZDF

Was die Sender mit den Rundfunkgebühren anfangen, das überwacht die Komission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten. In ihrem aktuellen Bericht hat die KEF erstmals die Kosten von Talkshows pro Sendeminute ausgerechnet. © dpa
Das kosten Talkshows auf ARD und ZDF © dpa
Das kosten Talkshows auf ARD und ZDF
Das kosten Talkshows auf ARD und ZDF © dpa
Das kosten Talkshows auf ARD und ZDF © 
Das kosten Talkshows auf ARD und ZDF
Das kosten Talkshows auf ARD und ZDF © dpa
Das kosten Talkshows auf ARD und ZDF
Das kosten Talkshows auf ARD und ZDF © dpa
Das kosten Talkshows auf ARD und ZDF
Das kosten Talkshows auf ARD und ZDF © dpa
Das kosten Talkshows auf ARD und ZDF
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