Interview

"GEZ"-Gegner übt scharfe Kritik - und erklärt seinen kühnen Plan

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Nicht alle Deutschen sind einverstanden mit der Rundfunkgebühr - und zeigen das öffentlich.

Die Rundfunkanstalten haben durch die "GEZ" angeblich Überschüsse in Milliardenhöhe erwirtschaftet. Warum sich dennoch nichts ändern wird, erfahren Sie hier.

René Ketterer Kleinsteuber ist erklärter Gebührengegner und betreibt das Internetportal Online-boykott.de in Baden-Württemberg. Von den Rundfunkanstalten scheint er enttäuscht zu sein – und kritisiert im Interview mit der WirtschaftsWoche deren Vorgehen und die angeblichen Sparmaßnahmen, die ARD und ZDF den Ministerpräsidenten vorgelegt haben sollen.

Gebührengegner: "Strukturen sind mehrfach belegt und Löhne, Gehälter und Pensionen überdimensioniert"

Für ihn stelle sich vielmehr die Frage: "Brauchen wir heute überhaupt noch einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk und wenn, in welchem Umfang?" Seiner Meinung nach seien die Rundfunkanstalten zu groß und zu mächtig geworden – ihre Vorschläge seien daher "lediglich Kosmetik, um das eigentliche Problem zu verschleiern", so Kleinsteuber.

Vor allem vor dem Hintergrund, dass die öffentlich-rechtlichen Sender Überschüsse in Milliardenhöhe erzielen konnten. Doch das Pikante daran: Der Rundfunkbeitrag soll deshalb nicht gekürzt werden, heißt es. Auch die Einsparmaßnahmen sieht der "GEZ"-Gegner gegenüber der WirtschaftsWoche eher als Farce.

"Jeder weiß, dass Strukturen mehrfach belegt sind und dass Löhne, Gehälter und Pensionen überdimensioniert sind. Alleine die Personal- und Pensionsaufwendungen sind überproportional hoch und verschlingen einen Großteil der Einnahmen des durch Zwang eingetriebenen Rundfunkbeitrags. Wie kann zum Beispiel ein Nachrichtensprecher wie Herr Kleber Aufwendungen von über 600.000 Euro im Jahr erhalten, während auf der anderen Seite der Rundfunkbeitrag als eine solidarische Abgabe von Politik und öffentlich-rechtlichen Medien angepriesen wird?"

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Lösung des Problems? So soll das neue Rundfunkprogramm aussehen

Für den Kritiker steht fest: Gerechter wäre "ein einziges bundesweites und kostenloses Fernseh- und ein Radioprogramm für die Übermittlung von Nachrichten und Informationen und für die Koordinierung im Katastrophenfall." Zudem hat Kleinsteuber auch schon eine genaue Vorstellung, wie das gehen soll: Das Programm solle finanziell komplett durch Steuermittel abgedeckt werden und mithilfe eines demokratisch gewählten Bürgerrundfunkrats überwacht werden.

Dagegen begrüßt er, wie es in der Schweiz gehandhabt wird. Im März 2018 soll wohl dort die Rundfunkgebühr namens Billag bei einer Volksabstimmung abgeschafft werden. Schließlich sei so eine Aktion auch in Deutschland eine willkommene Gelegenheit, als Volk selber darüber entscheiden zu können.

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jp

Friesland, Spreewald, Bad Tölz: Der TV-Tourismus boomt

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Die Streifenpolizisten Süher Özlügül (Sophie Dal) und Jens Jensen (Florian Lukas) haben die Stadt Leer bekannt gemacht. Ein Rundgang zu den Drehorten wird gerade erarbeitet. Foto: Martin Valentin Menke/ZDF/dpa © Martin Valentin Menke
Christian Redl spielt Kommissar Thorsten Krüger im "Spreewaldkrimi". Wer sich die Drehorte ansehen will, kann sich einem geführten Rundgang durch Lübbenau anschließen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Christian Redl spielt Kommissar Thorsten Krüger im "Spreewaldkrimi". Wer sich die Drehorte ansehen will, kann sich einem geführten Rundgang durch Lübbenau anschließen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa © Patrick Pleul
Nervenkitzel garantiert: Fans der Serie "Alarm für Cobra 11" stellen auf den Backstage-Touren in Hürth einige Stunt-Szenen nach. Foto: Henning Kaiser/dpa
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Das Schloss Ehreshoven in Engelskirchen diente bis 2015 teilweise als Kulisse der ARD-Serie "Verbotene Liebe". Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Das Schloss Ehreshoven in Engelskirchen diente bis 2015 teilweise als Kulisse der ARD-Serie "Verbotene Liebe". Foto: Rolf Vennenbernd/dpa © Rolf Vennenbernd
Currywurst mit Pommes essen - so wie die Kölner "Tatort"-Kommissare Schenk und Ballauf? Das ist möglich. Denn die "Wurstbraterei" gibt es wirklich. Foto: Henning Kaiser/dpa
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Das Haus der Grubers ist eine Station auf der "Bergdoktor"-Tour in Ellmau in Tirol (Österreich). Foto: Ursula Düren/dpa
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Die "Tierärztin Dr. Mertens" alias Elisabeth Lanz animiert Zuschauer, den Zoo in Leipzig zu besuchen. Foto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa
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Die "Soko Wismar" mit Schauspielerin Claudia Schmutzler verhilft der Stadt zu mehr Popularität. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
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Das "Antiquariat Michael Solder" ist durch die "Wilsberg"-Serie berühmt geworden. Foto: Oliver Krato/dpa
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In Duisburg wurde sogar eine Gasse nach dem Kult-Kommissar Schimanski benannt. In der Stadt gibt es auch "Schimmi"-Touren entlang der früheren Drehorte. Foto: Roland Weihrauch/dpa
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Zur Davidwache im Stadtteil St. Pauli in Hamburg pilgern die Fans der Serie "Großstadtrevier". Foto: Bodo Marks/dpa
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Die gute, alte "Schwarzwaldklinik" in Glottertal zieht immer noch Besucher an. Foto: Winfried Rothermel/dpa
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Der "Landarzt" wird seit Jahren nicht mehr in der Region Ostseefjord-Schlei gedreht. Die Stadtführung zur Serie in Kappeln ist aber heute noch gefragt. Foto: Angelika Warmuth/dpa
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