Ein Steuerexperte gibt Tipps

Geld zurück: Wie setze ich ein Geschäftsessen richtig ab?

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Ein Geschäftsessen in angenehmer Atmosphäre hilft dabei, einen lukrativen Deal schneller zu besiegeln.

Ein Geschäftsessen verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen - und am Ende bekommen Sie noch Geld vom Fiskus zurück. Wie das richtig geht, erfahren Sie hier.

Es geht nichts über ein gutes Essen - in Kombination mit Aussicht auf einen lukrativen Geschäftsauftrag. Ob beim neuen, veganen Café oder dem traditionellen Italiener um die Ecke: In der Steuererklärung erkennen die Finanzbehörden ein Geschäftsessen als wichtige Ausgabe von Selbständigen und Kleinunternehmern an.

Doch damit das Schlemmen für den beruflichen Erfolg nicht in reines privates Vergnügen umschlägt, gibt es vom Finanzamt klare Vorschriften. Was Selbständige und Unternehmer genau zu beachten haben, fasst der Steuerexperte und Geschäftsführer vom Online-Buchhaltungstool Billomat Paul-Alexander Thies zusammen.

Ohne nachvollziehbaren Anlass kein Geld vom Finanzamt 

Es gibt viele berufliche Gründe für ein gemeinsames Essen und das möchten die Behörden auch ganz genau wissen. Ohne einen nachvollziehbaren Anlass zum Businesslunch gibt es vom Amt kein Geld zurück.

Paul-Alexander Thies ist Steuerexperte und gibt Tipps rund ums Geld sparen.

Daher müssen Selbständige und Unternehmer angeben, warum sie überhaupt mit ihren Geschäftspartnern im Restaurant sitzen. Auf die Formulierung "Geschäftsessen" sollte unbedingt verzichtet werden. Da setzt das Amt direkt einen Riegel davor. Daher müssen Selbständige und Kleinunternehmer schon etwas konkreter werden.

Möglichkeiten wären, ein Neukundengespräch oder eine Vertragsbesprechung anzugeben. In der Regel befindet sich auf der Rückseite des Bewirtungsbelegs ein Feld, auf der Selbständige und Kleinunternehmer den Anlass der Verpflegung festhalten können.

Fisch oder Fleisch? Details beim Geschäftsessen angeben

Eine weitere Info, die das Finanzamt erhalten möchte: Wer saß mit am Tisch? Daher müssen Selbständige den vollständigen Namen und die Adresse ihrer Geschäftsfreunde notieren.

Zudem muss alles, was vom Tisch in den Magen wandert, einzeln auf der Rechnung aufgelistet werden. Sammelbezeichnungen wie "Speisen und Getränke" werden vom Amt nicht anerkannt.

Das bedeutet konkret: Der Name jeder Mahlzeit, die Getränke als auch der Einzelpreis und die Endsumme, sind für das Amt relevant. Handgeschriebene Quittungen sind ein No-Go. Die Finanzbehörde akzeptiert nur maschinell ausgestellte Rechnungen. Sollte das kulinarische Fest bei unter 150 Euro bleiben, handelt es sich um eine Kleinbetragsrechnung.

Lesen Sie hier, was die sogenannte "Zwischen-Rechnung" im Restaurant wirklich bedeutet - und wie Restaurants damit bei der Steuer schummeln wollen.

Das bedeutet: Selbständige können ein wenig aufatmen, da bei solchen Summen die Nachweispflichten milder sind. Das Essen fällt ein wenig üppiger aus? Dann sollte das Restaurant den Selbständigen namentlich als Bewirtenden auf der Rechnung nennen.

Gutes Essen, ein neuer Kunde – so klappt es mit dem Finanzamt

Der nächste Schritt lautet: Die Rechnung mit dem Datum zu unterschreiben, an dem das Treffen stattfand. Wenn alle Vorschriften erfüllt sind, kann der Businesslunch zu 70 Prozent als Betriebsausgabe oder Werbungskosten abgesetzt werden.

Der Rest muss selbst übernommen werden, da das Finanzamt argumentiert: Wenn der Selbständige schon eine Mahlzeit beim Treffen konsumiert hat, spart er sich die Ausgaben eines privaten Essens.

Auch interessant: Mit diesen fiesen, kleinen Tricks ermogeln sich die Deutschen beim Geschäftsessen & Co. viel Geld vom Fiskus.

Mit diesen sieben Tipps sparen Sie im Alltag viel Geld

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