Abrechnung intransparent

Dreist: Viele Deutsche zahlen Strom nach - ohne zu wissen, warum

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Wer Strom nachzahlen muss, wundert sich meist, woher die Kosten stammen.

Einmal im Jahr, meist im Herbst, flattert sie ins Haus: die jährliche Stromabrechnung. Dann beginnt das Bangen: Muss ich am Ende noch einen Riesenbetrag nachzahlen?

Im Herbst machen es sich die Deutschen am liebsten zuhause auf dem heimischen Sofa bequem. Doch wenn die jährliche Stromabrechnung plötzlich im Briefkasten steckt, schlägt die gemütliche Behaglichkeit schnell in Wut um. Oft scheint es so, als würden die Kosten von Jahr zu Jahr steigen.

Stromabrechnung: Mehrheit der Befragten musste bereits draufzahlen

Eine deutliche Mehrheit, etwa 61 Prozent der befragten Deutschen, musste schon mal eine Nachzahlung leisten, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Fresh Energy, dem ersten voll digitalen Stromanbieter Deutschlands, herausfand. Und das auch noch kurz vor dem Weihnachtsgeschenkeeinkauf. Freilich kommt diese böse Überraschung, die die Haushaltskasse nur unnötig belastet, bei Stromkunden gar nicht gut an: Viele von ihnen haben sich schon mal darüber geärgert – jeder Siebte (14 Prozent) wollte deswegen sogar gleich den Stromanbieter wechseln.

Der Grund für Nachzahlungen ist ganz einfach – und dennoch unverständlich: Trotz der vorhandenen technischen Möglichkeiten arbeiten die meisten Stromanbieter in Deutschland immer noch mit einer Monatspauschale, die nur einmal im Jahr aufgerechnet und mit dem tatsächlichen Zählerstand abgeglichen wird. Diese ist nicht nur unnötig und unzeitgemäß, sondern auch von Verbrauchern unerwünscht: So würden gern f ast neun von zehn Stromkunden (87 Prozent) ausdrücklich auf Nachzahlungen bei der Stromabrechnung verzichten – 68 Prozent sind gegen die Pauschale und möchten lieber nach dem tatsächlichen Stromverbrauch monatlich abgerechnet werden.

Stromabrechnung: Viele Verbraucher verstehen sie nicht - und ärgern sich

Was den Unmut der Verbraucher noch zusätzlich verstärkt ist die Intransparenz der Stromabrechnung: Fast ein Drittel (27 %) der Nachzahler konnte nicht verstehen, wie es zu dem höheren Stromkonsum kam. Diese Tatsache verwundert nicht – für fast ein Drittel (32 Prozent) aller Energiekunden ist die jährliche Stromrechnung wie ein Buch mit sieben Siegeln, sie verstehen diese, nach eigenen Angaben, einfach nicht. Sechs von zehn (57 Prozent) bemängeln, dass sich anhand der Stromrechnung überhaupt nicht nachvollziehen lässt, wie viel Strom sie wann tatsächlich verbraucht haben. Diese Frustration führt zur Resignation: Mehr als ein Drittel (35 %) hat nach eigener Aussage längst aufgegeben, verwertbare Informationen der Stromrechnung entnehmen zu können.

Monatspauschale veraltet - wann ändert sich das?

Die fehlende Überprüfbarkeit und Steuerbarkeit des eigenen Stromverbrauchs ist auch eine der größten Schwächen der Monatspauschale und der derzeitigen Stromabrechnung: Der Stromkunde ist überhaupt nicht in der Lage, die Höhe der eventuellen Nachzahlung im Vorfeld zu beeinflussen, weil er keine laufende Kenntnis über seinen Stromverbrauch hat. Diese fehlende Kontrolle nervt 57 Prozent der Verbraucher. Für Christian Bogatu, CEO und Mitgründer von Fresh Energy, ist das nicht verwunderlich: "Während beispielsweise bei Handytelefonie der Kunde anhand eines monatlichen Einzelverbindungsnachweises seine Netznutzung genau überprüfen kann, ist das in der Energiebranche noch nicht gang und gäbe – obwohl die Technologie dafür längst vorhanden ist."

Lesen Sie auch: So einfach und schnell wechseln Sie den Stromtarif.

Auch interessant: Das sind die vier größten Stromversorger in Deutschland.

jp

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Befüllen Sie die Waschmaschine im normalen Baumwollprogramm bis zum Rand. Laut Expertenmeinung ist es in Ordnung, wenn am Ende etwas Druck notwendig ist. Wenn die Kleidung aneinander reibt, verstärkt das den Reinigungsprozess. Ersparnis: rund 20 Euro pro Jahr. © dpa
Bei leicht verschmutzter Wäsche reichen bereits 30 Grad aus. In diesem Modus wird nur ein Drittel der Energie im Vergleich zur 60-Grad-Wäsche verbraucht. Nutzen Sie auch das Eco-Programm, um Energie zu sparen. Einsparung: rund 30 Euro pro Jahr. 
Bei leicht verschmutzter Wäsche reichen bereits 30 Grad aus. In diesem Modus wird nur ein Drittel der Energie im Vergleich zur 60-Grad-Wäsche verbraucht. Nutzen Sie auch das Eco-Programm, um Energie zu sparen. Ersparnis: rund 30 Euro pro Jahr.  © dpa
Auf das Vorwasch-Programm können Sie getrost verzichten, da normale Wäsche auch ohne Vorwäsche sauber wird. Bei stark verschmutzten Teilen sollten Sie es jedoch verwenden. Ersparnis: rund 10 Euro pro Jahr.
Auf das Vorwasch-Programm können Sie getrost verzichten, da normale Wäsche auch ohne Vorwäsche sauber wird. Bei stark verschmutzten Teilen sollten Sie es jedoch verwenden. Ersparnis: rund 10 Euro pro Jahr. © dpa
Wäscheleine statt Trockner: In den Sommermonaten trocknet die Wäsche genauso gut an der Luft - und verbraucht dabei keine Energie. Ersparnis: rund 20 Euro pro Jahr.
Wäscheleine statt Trockner: In den Sommermonaten trocknet die Wäsche genauso gut an der Luft - und verbraucht dabei keine Energie. Ersparnis: rund 20 Euro pro Jahr. © dpa
Stellen Sie lieber eine höhere Schleuderzahl ein, da im Anschluss der Trockner weniger Strom verbraucht. Wäschetrockner benötigen nämlich wesentlich mehr Energie als Waschmaschinen. Ersparnis: rund 25 Euro pro Jahr.
Stellen Sie lieber eine höhere Schleuderzahl ein, da im Anschluss der Trockner weniger Strom verbraucht. Wäschetrockner benötigen nämlich wesentlich mehr Energie als Waschmaschinen. Ersparnis: rund 25 Euro pro Jahr. © dpa
Genauso wie bei der Waschmaschine sollte auch der Trockner voll beladen werden. Schließlich wird beim Trocknen eines einzelnen Hemdes wesentlich mehr Energie verbraucht, als wenn es mit mehreren Kleidungsstücken zusammen im Trockner landet. Ersparnis: rund 10 Euro pro Jahr.
Genauso wie bei der Waschmaschine sollte auch der Trockner voll beladen werden. Schließlich wird beim Trocknen eines einzelnen Hemdes wesentlich mehr Energie verbraucht, als wenn es mit mehreren Kleidungsstücken zusammen im Trockner landet. Ersparnis: rund 10 Euro pro Jahr. © dpa
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Nicht zuletzt sollten Sie natürlich bei einer neuen Waschmaschine darauf achten, dass sie möglichst gute Energieeffizienzklasse aufweist. © dpa

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