Anleger jubeln

Bitcoin knackt die 11.000 Dollar - doch es gibt einen großen Haken

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Bitcoin ist innerhalb kürzester Zeit deutlich an Wert gestiegen. Kann er die fünf Stellen nun auch halten?

Anfang Februar rutschte der Bitcoin-Kurs noch unter 7.000 Dollar. Doch nun hat er sich gefangen und ist auf der Überholspur. Die Probleme sind aber nicht weggeblasen.

Er hat es geschafft – endlich ist der Kurs der beliebten Kryptowährung wieder im fünfstelligen Bereich. Am heutigen Montag (19. Februar) liegt er bei sage und schreibe 11.000 Dollar (etwa 8.850 Euro). Die Anleger sind erleichtert: Schließlich kannte der Bitcoin-Kurs in den vergangenen Wochen nur eine Richtung – und zwar abwärts. Viele Kryptogegner sahen nun gekommen, was sie schon seit Monaten gepredigt hatten: Die Blase schien kurz davor, zu platzen.

Bitcoin knackt 11.000-Dollar-Marke - kommt jetzt wieder der erhoffte Aufschwung?

Doch stattdessen hat sich die Digitalwährung wieder gefangen – mehr noch: In den letzten Tagen war sie auf einer Rallye zurück an die Poleposition. Damit hat das Digitalgeld innerhalb einer Woche ein sattes Plus von 18 Prozent erzielt.

Und wenn man Thomas Glucksmann, Head of APAC Business Development bei der Krypto-Börse Gatecoin, Glauben schenken mag, dann soll Bitcoin dieses Jahr noch die 50.000 Dollar-Marke knacken (circa 41.000 Euro). Seine irre These verriet er vor kurzem gegenüber dem US-Fernsehsender CNBC. Wenn Bitcoin weiter so Gas gibt, ist vielleicht sogar etwas Wahres dran.

Doch dagegen steht die Tatsache, dass die Nummer Eins unter den Digitalwährungen noch immer massive (technische) Probleme aufweist. Da wäre einerseits der Vorwurf, dass der Bitcoin "zu veraltet" und "zu langsam" sei – letzteres ist dadurch bedingt, dass Transaktionen bereits bis zu mehreren Stunden benötigen.

Bitcoin hat noch immer massive Defizite - wird es ihm zum Verhängnis?

Der Grund dafür: Die Blockchain scheint überlastet, deshalb stauen sich Transaktionen und warten ewig auf ihre Bestätigung. Dies hätte eigentlich im SegWit2x-Update, das für November 2017 geplant war, behoben werden sollen. Doch es wurde abgesagt, da sich die Krypto-Gemeinde uneinig war, wie es ablaufen sollte.

Auch dieser Kryptoexperte behauptete, dass der Bitcoin-Tiefsturz nur eine Phase sei. Wie er zu dieser irren These kommt, erfahren Sie hier.

Für den Marktanalyst Oswald Salcher sei die Korrektur daher "dringend notwendig" und "gesund" gewesen, "um die Schwächen zu analysieren und sehr wahrscheinlich in einer nächsten Hardfork zu beheben", so Salcher gegenüber der ARD weiter.

Doch wieso hat sich der Bitcoin-Kurs so schnell wieder erholt?

Experten vermuten, dass der Kursanstieg durch die südkoreanische Regierung ins Rollen gebracht wurde. Diese soll im Gegensatz zur chinesischen nun angekündigt haben, dass sie den Handel mit Kryptowährungen nun doch nicht verbieten wolle. Doch ein Wehmutstropfen bleibt: Es soll strengere Regeln geben. Wie diese aussehen, ist allerdings noch nicht bekannt.

Zum Hintergrund: Die südkoreanische Krypto-Szene gilt als eine der größten weltweit – daher ist der Markt dort so essentiell wichtig für den internationalen Handel mit Digitalgeld.

Lesen Sie auch: Ein 19-jähriger Bitcoin-Millionär sah dem Bitcoin-Tiefsturz gelassen entgegen - und rät Anlegern, wie Sie schnell reich werden können.

jp

Das sind die vier angesagtesten Kryptowährungen der Welt

Bitcoin ist nach wie vor die Nummer Eins unter den Kryptowährungen. Bitcoin erlebte vor Kurzem ein Allzeithoch und knackte die 4.000 Dollar-Marke (etwa 3.350 Euro). Doch andere Cyber-Währungen drängen nach vorne.
Bitcoin ist nach wie vor die Nummer Eins unter den Kryptowährungen. Bitcoin erlebte vor Kurzem ein Allzeithoch und knackte die 4.000 Dollar-Marke (etwa 3.350 Euro). Doch andere Cyber-Währungen drängen nach vorne. © pixabay
So hat es Ethereum geschafft, sich den zweiten Platz zu ergattern. Auf Online-Handelsplätzen versucht es, Bitcoin die Poleposition streitig zu machen. Der aktuelle Ether-Kurs beläuft sich auf 260 Dollar (circa 215 Euro).
So hat es Ethereum geschafft, sich den zweiten Platz zu ergattern. Auf Online-Handelsplätzen versucht es, Bitcoin die Poleposition streitig zu machen. Der aktuelle Ether-Kurs beläuft sich auf 260 Dollar (circa 215 Euro). © pixabay/Make-someones-day
Die Krypto-Plattform Ripple dagegen entstand aus einer Idee von Software-Entwickler Ryan Fugger und wird von Ripple Labs. weiterentwickelt. Ziel ist es, Ripple zu einem für alle zugänglichen Zahlungsnetzwerk für jede beliebige Währung wie Dollar, Euro oder Bitcoin &Co. sowie Handelsplatz zu machen. Ripple enthält zudem eine eigene interne Digitalwährung namens XRP. Deren Kurs beträgt aktuell gerade mal um die 15 (Euro-)Cent.
Die Krypto-Plattform Ripple dagegen entstand aus einer Idee von Software-Entwickler Ryan Fugger und wird von Ripple Labs. weiterentwickelt. Ziel ist es, Ripple zu einem für alle zugänglichen Zahlungsnetzwerk für jede beliebige Währung wie Dollar, Euro oder Bitcoin &Co. sowie Handelsplatz zu machen. Ripple enthält zudem eine eigene interne Digitalwährung namens XRP. Deren Kurs beträgt aktuell gerade mal um die 15 (Euro-)Cent. © pixabay/ToffanelloG
Litecoin, kurz LTC genannt, gibt es seit Oktober 2011. Auch diese Kryptowährung bedient sich der Blockchain-Technologie wie Bitcoin. Das heißt: Daten von Transaktion werden verschlüsselt übertragen, in Blöcken zusammengefasst und aneinandergehängt. Aktuell liegt der Litecoin-Kurs gerade bei 60 Dollar (etwa 50 Euro).
Litecoin, kurz LTC genannt, gibt es seit Oktober 2011. Auch diese Kryptowährung bedient sich der Blockchain-Technologie wie Bitcoin. Das heißt: Daten von Transaktion werden verschlüsselt übertragen, in Blöcken zusammengefasst und aneinandergehängt. Aktuell liegt der Litecoin-Kurs gerade bei 60 Dollar (etwa 50 Euro). © pixabay/ToffanelloG

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