Auf einen Blick

Wenn Sie das auf der Zutatenliste lesen, sollten Sie Wiener Würstchen nicht kaufen

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Wiener Würstchen sind sehr beliebt, aber nicht immer von guter Qualität.

Die Deutschen lieben Brühwurst und ganz besonders Wiener Würstchen. Leider ist die Qualität oft nicht besonders hoch, aber Sie können die "Billig-Wurst" entlarven.

Der Deutsche isst laut Statistik-Portal Statista pro Kopf durchschnittlich etwa 29 Kilogramm Fleisch- und Wurstwaren. Dabei macht die Brühwurst mit etwa sieben Kilogramm den größten Anteil aus.

Brühwurst, das ist zum Beispiel:

  • Wiener Würstchen
  • Bockwurst
  • Lyoner
  • Leberkäse
  • Bierschinken

So erkennen Sie hochwertige Brühwurst

In diese Kategorie gehören solche Wurstsorten, bei denen Muskelfleisch und Fett von Rind und/oder Schwein zusammen mit Wasser, Salz, Nitritpökelsalz und Gewürzen im Kutter fein zerkleinert werden. Danach wird das Wurstbrät in Natur- oder Kunstdärme abgefüllt und so lange erhitzt, bis es eine Kerntemperatur von mindestens 68 Grad Celsius erreicht hat. So wird die Wurst wieder schnittfest.

Eine Brühwurst, wie das Wiener Würstchen, sollte idealerweise aus 50 Prozent Fleisch, 25 Prozent Fett und 25 Prozent Wasser bestehen. Hier ist auch schon der Ansatzpunkt, an dem Verbraucher die Qualität von Wiener Würstchen ganz schnell und einfach erkennen können.

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Billige Wiener Würstchen erkennen Sie am Wasser

Brühwurst können Sie von sehr vielen unterschiedlichen Herstellern und in sehr schwankender Qualität kaufen. Um beispielsweise gute Wiener Würstchen zu erkennen, hilft Ihnen ein Blick auf die Zutatenliste weiter. Darauf sollte sich im besten Fall Rindfleisch und nicht ausschließlich Schweinefleisch finden. Außerdem müssen Sie beachten, an welcher Position Trinkwasser genannt ist. Steht es an zweiter Stelle hinter dem Schweinefleisch und ist gleichzeitig kein Rindfleisch enthalten, halten Sie eine sehr billig produzierte Wurst in der Hand. Die Fleischindustrie nutzt so viel Wasser, wie ohne Geschmackseinbußen möglich ist, um die Produktionskosten gering zu halten, wie Metzgermeister Franz Josef Voll gegenüber ARD verrät.

Wiener Würstchen, die vom Handwerks-Metzger produziert wurden

  1. sind farblich dunkler, weil mehr Magerfleischanteil und Rindfleisch verarbeitet wurde.
  2. sind fester, wenn Sie sie mit den Fingern zusammendrücken.
  3. kommen mit bis zur Hälfte des Wassers aus, das bei industriell gefertigter Wurst verwendet wird.

Das vermeintliche Discounter-Schnäppchen wird im Vergleich zur Metzgerwurst also schnell zur Mogelpackung "Wasserwurst".

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Video: Frischetheke oder Kühlregal - Wo gibt es die beste Wurst?

70 Jahre Currywurst: Zwölf Dinge, die Sie über den Kultsnack wissen sollten

Currywurst
Spannende Fakten über die Currywurst:  © picture alliance/Daniel Bockwo
Wer hat die Currywurst erfunden? Seit Jahrzehnten tobt der Currywurst-Streit zwischen Hamburg und Berlin. Wer darf sich "Heimatstadt der Currywurst" nennen. Die Berliner berufen sich auf Herta Heuwer.
Wer hat die Currywurst erfunden? Seit Jahrzehnten tobt der Currywurst-Streit zwischen Hamburg und Berlin. Wer darf sich "Heimatstadt der Currywurst" nennen. Die Berliner berufen sich auf Herta Heuwer.  © picture alliance/Oliver Berg/dpa
Die ehemalige KaDeWe-Verkäuferin rührte laut dem Deutschen Currywurst-Museum in Berlin 1949 in Charlottenburg das erste Mal die berühmte Currysoße zusammen.
Die ehemalige KaDeWe-Verkäuferin rührte laut dem Deutschen Currywurst-Museum in Berlin 1949 in Charlottenburg das erste Mal die berühmte Currysoße zusammen.  © picture alliance/Oliver Berg/dpa
Currywurst in der Kantine
Die Soße zur kleingeschnittenen Brühwurst ließ sich die spätere Imbissbudenbesitzerin sogar unter dem Namen "Chillup" als Patent Nummer 721319 schützen.  © picture alliance/Ma rtin Gerten
Auch im Ruhrgebiet ist die Currywurst von keiner Imbissbude wegzudenken. Hier wird allerdings meist keine Brüh- sondern eine würzige Bratwurst verwendet, die von einer Schneidemaschine zerkleinert wird.
Auch im Ruhrgebiet ist die Currywurst von keiner Imbissbude wegzudenken. Hier wird allerdings meist keine Brüh- sondern eine würzige Bratwurst verwendet, die von einer Schneidemaschine zerkleinert wird.  © picture alliance/dpa/Jens Kalaene
Currywurst mit Pommes frites
Im Schnitt bezahlt man in Deutschland 3,70 Euro für eine Currywurst. Laut Daten des Lieferdienstes Deliveroo gibt’s die Wurst in Frankreich für 5,63 Euro, in Italien kostet sie hingegen schon satte 8 Euro. Richtiger Luxus ist sie in Großbritannien - wer hier Bock auf Currywurst hat, bezahlt ca. 9,98 Euro.  © picture alliance/Patrick Pleul
Die Currywurst wird nicht nur bei Konnopke's Imbiss & Co bestellt: Sie ist auch das beliebteste Kantinen-Essen der Deutschen. Schon seit 25 Jahren gewinnt die Wurst jedes Ranking des Kantinenkostanbieters "Apetito".
Die Currywurst wird nicht nur bei Konnopke's Imbiss & Co bestellt: Sie ist auch das beliebteste Kantinen-Essen der Deutschen. Schon seit 25 Jahren gewinnt die Wurst jedes Ranking des Kantinenkostanbieters "Apetito".  © picture alliance/dpa/Martin Gerten
Currywurst mit Blattgold
Es gibt zahlreiche Varianten der Lieblingswurst, aber eine besonders edle haben sich Jürgen Mauermann und Robert Hülsmann ausgedacht. 1999 kreierten die beiden die Designer-Variante mit Blattgold aus 18 kt und einer Auswahl von elf Saucen. Im Düsseldorfer Curry Hafen kann man die Luxus-Wurst bestellen.  © picture-alliance / dpa/dpaweb
Festival der Currywurst in Neuwied
Jede Currywurst-Bude, die etwas auf sich hält, hat ein eigenes Soßenrezept, aber die Hauptzutaten sind meist passierte Tomaten oder Tomatenmark, Currypulver, Chilipulver, Paprika edelsüß und rosenscharf, Worcestershiresoße, Zucker, Salz und Wasser. Die Wurst selbst ist aus Schweinefleisch.  © picture alliance/Thomas Frey/dpa
Briefkasten
Ein Liebesbrief mit Currywurst. Das wäre es doch. Zum Thema „In Deutschland zu Hause: Einfallsreichtum - Deutsche Erfindungen“ hat es die Currywurst 2011 zusammen mit Thermoskanne und Teebeutel sogar schon auf eine 45-Cent-Briefmarke der Deutschen Post geschafft.  © Pixabay/Anhangsgebilde
Currywurstfestival Neuwied Vegane Currywurst
Vor 10 Jahren wurde im rheinland-pfälzischen Neuwied das "Festival der Currywurst" erfunden. Zum Jubiläum waren 35 Wurstanbieter da und schätzungsweise 60.000 Besucher ließen sich die Kreationen schmecken. Auch vegane Varianten sind dabei.  © picture alliance/dpa
Die Currywurst allein bringt es auf 400 Kalorien. Kommen Soße und Pommes dazu schlägt der kleine Imbiss schon mit etwa 1.000 Kalorien zu Buche. Das ist etwa die Hälfte des Kalorien-Tagesbedarfs für einen sportfaulen Büroangestellten. Aber man muss sich ja auch mal was gönnen ...
Die Currywurst allein bringt es auf 400 Kalorien. Kommen Soße und Pommes dazu schlägt der kleine Imbiss schon mit etwa 1.000 Kalorien zu Buche. Das ist etwa die Hälfte des Kalorien-Tagesbedarfs für einen sportfaulen Büroangestellten. Aber man muss sich ja auch mal was gönnen ...  © picture alliance/dpa/Marc Müller
Currywurst
Das Deutsche Currywurst-Museum hat eine unglaubliche Zahl parat: 800 Millionen Currywürste lassen sich die Deutschen jedes Jahr schmecken. 70 Millionen davon gehen alleine auf das Konto der Berliner.  © picture alliance/Daniel Bockwo

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