Alltagsfrage

Rätsel auf der Zutatenliste: Was ist eigentlich Johannisbrotkernmehl?

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Zutaten in Lebensmitteln sind teilweise rätselhaft.

Sie haben es sicherlich schon einmal auf einer Zutatenliste entdeckt, aber was Johannisbrotkernmehl ist und wozu man es nutzt, wissen die wenigsten.

Auf vielen Zutatenlisten von Lebensmitteln findet sich das Wort Johannisbrotkernmehl. Worum es sich bei diesem mysteriösen Stoff handelt, erklären wir Ihnen hier.

Johannisbrotkernmehl: Aus dem Mittelmeerraum in unsere Lebensmittel

Den Johannisbrotbaum findet man vor allem in den Ländern rund um das Mittelmeer, aber auch in Süd- und Nordamerika oder Australien. An diesem Baum wachsen etwa 20 Zentimeter lange Hülsenfrüchte. Die Schoten sind anfangs grün und werden dann im Laufe des Reifeprozesses dunkelbraun bis schwarz. Wenn sie dann schließlich im November reif sind und geerntet werden, ist die Schale der Schoten hart und ledrig.

In den Hülsenfrüchten finden sich süßliches Fruchtmark und harte Samen. Das sogenannte Johannisbrot enthält sehr viel Fruchtzucker, teilweise bis zu 60 Prozent, ist aber trotzdem gesund. Es ist reich an Mineralstoffen, B-Vitaminen, Ballaststoffen und Pektin.

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So wird das Johannisbrotkernmehl verwendet

In den Mittelmeerländern, in denen der Johannisbrotbaum wächst, wird das süße Fruchtmark direkt verzehrt oder zur Herstellung von Sirup und Honig oder Branntwein genutzt, z.B. Morango-Schnaps. Früher wurde das Fruchtfleisch zu Brot verarbeitet, das lange haltbar und gut lagerbar ist.

Heute nutzt man vor allem die Samenkerne. Diese werden gemahlen und daraus entsteht dann das berühmte Johannisbrotkernmehl. Das Mehl ist weiß-beige und eignet sich als Gelier- und Verdickungsmittel und übertrifft in dieser Funktion herkömmliche Stärke deutlich.

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Glutenfrei und voller Nährstoffe

Johannisbrotkernmehl ist glutenfrei und geschmacksneutral. Deshalb wird es gern zum Backen verwendet, aber auch in Süßspeisen und zum Andicken von Soßen. Auch die Lebensmittelindustrie hat die nützlichen Eigenschaften von Johannisbrotkernmehl entdeckt und nutzt ist es in vielen Produkten als Binde- und Verdickungsmittel. Es wird auch als Eiersatz verwendet. Das Mehl muss allerdings als Zusatzstoff kenntlich gemacht werden. Die Kennzeichnung E410 steht ebenfalls für Johannisbrotkernmehl.

Interessanter Fakt:Jedes Samenkorn des Johannisbrotbaums wiegt 0,18 Gramm. Diese Samen wurden früher als Maß für Gold und Diamanten genutzt. Ein Samenkorn entspricht dabei einem Karat.

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Pfeifen Sie auf das MHD: So erkennen Sie, ob ein Lebensmittel verdorben ist

Brot, das schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten.
Selbst Brot, das nur ein wenig schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten. © picture alliance/dpa
Eier Haltbarkeit erkennen
Je älter das Ei, desto leichter wird es. Schwimmt es im Wasser, ist es schlecht. © picture allian ce/dpa
Fisch Haltbarkeit erkennen
Wenn Fisch nach Fisch riecht, ist er nicht mehr frisch. © picture alliance / Holger Hollem
Fleisch Haltbarkeit erkennen
Verdorbenes Fleisch stinkt und wird schleimig. Achten Sie unbedingt auf die Lagerungstemperatur. © picture alliance / Oliver Berg/d
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Wenn Joghurt sehr flüssig ist, ist er nicht mehr genießbar. © picture alliance / dpa
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Hartkäse verträgt sogar eine Schimmelschicht. Schneiden Sie diese nur großzügig weg. Riecht der Käse unangenehm sauer, ist er schlecht. © picture alliance / Harald Tittel
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Schlechte Milch müssen Sie nicht in jedem Fall wegschütten. © picture alliance/dpa
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Olivenöl muss fruchtig riechen, dann können Sie es jahrelang genießen. © picture alliance / Lorenzo Carne
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Wurst ist nicht gleich Wurst. Seltsamer Geruch und Schleimigkeit sind aber deutliche Indizien für die Tonne. © picture alliance / Patrick Pleul

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