Kater an Fasching?

"Bier auf Wein, das lass' sein?" - Das ist dran, an der Binsenweisheit

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Alkohol gehört zum Fasching für viele Narren dazu.

Fasching ist oft nicht nur Verkleidung, Schunkeln und Musik, sondern häufig auch reichlich Alkohol. Kommt man mit der richtigen Reihenfolge um den Kater herum?

Man braucht keinen Alkohol, um lustig zu sein, aber auf vielen Faschingsveranstaltungen und Umzügen gehören Bier, Sekt und Co. dazu. Dabei wird man sie auch wieder hören, die allseits bekannte Binsenweisheit: "Bier auf Wein, das lass' sein. Wein auf Bier, das rat' ich dir." Aber ist an dieser Regel wirklich etwas dran?

Nein, leider kann man dem Kater so kein Schnippchen schlagen. In welcher Reihenfolge der Alkohol im Magen und dann im Blut ankommt, ist völlig egal. Forscher der Universität Witten/Herdecke haben laut dpa den prominenten Rat zur Katervermeidung mit einem feuchtfröhlichen Experiment als Mythos entlarvt.

Wein auf Bier - Bier auf Wein: Das ist völlig egal

Ihre ernüchternde Erkenntnis: Für den Kater spielt es überhaupt keine Rolle, in welcher Reihenfolge man Bier und Wein in sich hineingeschüttet hat. Die furchtlosen Teilnehmer der Studie tranken an zwei verschiedenen Abenden zunächst nur Wein oder Bier und wechselten bei 0,5 Promille Alkohol im Blut auf das jeweils andere Getränk. Für den Morgen danach machte das keinen Unterschied. "Wir haben eindeutig gezeigt: Das Sprichwort stimmt nicht - zumindest für Weißwein und Lagerbier", sagt der Mediziner Kai Hensel, der das ungewöhnliche Experiment in Witten geleitet hat.

Das beste Katerfrühstück: So kriegen Sie den Kater nach Fasching klein

Woher kommt der Kater am Morgen danach?

Kopfschmerzen, Übelkeit, Unwohlsein - der Kater nach einer durchzechten Nacht geht ganz schön an die Substanz. Schuld daran ist aber nicht nur, wie viel man am Abend zuvor gebechert hat, sondern auch, was genau. Bei der Herstellung von Alkohol entstehen neben Ethanol  auch die sogenannten Fuselalkohole. Methanol, Propanol und Butanol werden von der Leber in Giftstoffe umgesetzt und können dazu führen, dass die Blutgefäße sich weiten. Das Gehirn bekommt nicht genügend Sauerstoff und so entsteht der gefürchtete, heftige Kater-Kopfschmerz.

Die Forscherin Siegrun Mohring hat verschiedene Biere hinsichtlich ihres Gehalts an Fuselstoffen untersucht. Dabei enthielt Pils deutlich weniger "Kater-Alkohol" als Weizenbier, im schlimmsten bzw. besten Fall sogar weniger als die Hälfte. Bei anderen Alkoholika liegt Rotwein weit vorn als "Kater-Garant". Weniger Fuselstoffe enthalten dagegen Weißwein und Prosecco. Fast keine Fuselstoff enthält hochwertiger Wodka.

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Auch guter Alkohol sorgt für Kater

Es reicht jedoch nicht ganz, zu fuselstoffarmem Alkohol zu greifen. Auch das "gute" Ethanol setzt dem Körper zu, entzieht ihm Wasser und Mineralstoffen. Anstatt auf die viel beschworene Reihenfolge, sollten Sie also lieber darauf achten, zu jedem Glas Alkohol mindestens ein Glas Wasser zu trinken, oder noch besser: ein Glas isotonisches Sportgetränk oder Saftschorle. Das kann den Kater am nächsten Morgen zumindest einbremsen.

Das beste Mittel gegen Kater ist und bleibt aber immer noch, Alkohol, wenn überhaupt, nur in Maßen zu trinken.

Video: Studie untersucht Bier-auf-Wein-Kater-Mythos

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dpa/ante

So richten Sie sich die perfekte Hausbar ein

Gin ist für jede Hausbar ein absolutes Muss: Zwar unterscheidet sich der Geschmack je Hersteller stark, doch das Getränk ist Basis vieler klassischer Drinks. Die verschiedenen Aromen ergeben sich aus den zahlreichen Gewürzen, die bei der Gin-Herstellung verwendet werden. Beispielsweise können Wacholderbeeren, Koriander oder sogar Lavendel, Muskat, Ingwer und Trüffel Bestandteil sein. Eine gute Flasche kostet zwischen 15 und 20 Euro.
Gin ist für jede Hausbar ein absolutes Muss: Zwar unterscheidet sich der Geschmack je Hersteller stark, doch das Getränk ist Basis vieler klassischer Drinks. Die verschiedenen Aromen ergeben sich aus den zahlreichen Gewürzen, die bei der Gin-Herstellung verwendet werden. Beispielsweise können Wacholderbeeren, Koriander oder sogar Lavendel, Muskat, Ingwer und Trüffel Bestandteil sein. Eine gute Flasche kostet zwischen 15 und 20 Euro. © pixabay
Ein Blended Scotch ist ein Grain-Whisky, der mit mehreren Single Malt Whiskys verschnitten ist. Sie können Ihn pur auf Eis, aber auch als Bestandteil von Cocktails genießen. Dafür sollten Sie aber auch zwischen 20 und 30 Euro hinblättern wollen.
Ein Blended Scotch ist ein Grain-Whisky, der mit mehreren Single Malt Whiskys verschnitten ist. Sie können Ihn pur auf Eis, aber auch als Bestandteil von Cocktails genießen. Dafür sollten Sie aber auch zwischen 20 und 30 Euro hinblättern wollen. © pixabay
Wenn die Rede vom Blended Scotch ist, darf auch der Single Malt nicht fehlen. Da er kein Verschnitt aus mehreren Whiskys ist, gilt er als besonders hochwertig: Das zeigt sich auch am Preis - der beginnt nämlich bei 50 Euro, wenn Sie gute Qualität wollen.
Wenn die Rede vom Blended Scotch ist, darf auch der Single Malt nicht fehlen. Da er kein Verschnitt aus mehreren Whiskys ist, gilt er als besonders hochwertig: Das zeigt sich auch am Preis - der beginnt nämlich bei 50 Euro, wenn Sie gute Qualität wollen. © pixabay
Ein Cognac ist ein Branntwein aus der gleichnamigen französischen Stadt und wird aus Weißwein hergestellt. Eine gute Flasche gibt es ab 50 Euro.
Ein Cognac ist ein Branntwein aus der gleichnamigen französischen Stadt und wird aus Weißwein hergestellt. Eine gute Flasche gibt es ab 50 Euro. © pixabay
Bei einem Roten Vermouth oder Wermut handelt es sich um einen aromatisierten Wein, der einen Alkoholgehalt von 14 bis 21 Prozent hat. Er ist Bestandteil vieler Cocktails und wird deshalb nur selten pur getrunken. Genau wie beim Gin wird der Vermouth mit zahlreichen unterschiedlichen Gewürzen aromatisiert. Das heißt: Probieren Sie sich durch! Für eine gute Flasche bezahlen Sie ungefähr 15 Euro.
Bei einem Roten Vermouth oder Wermut handelt es sich um einen aromatisierten Wein, der einen Alkoholgehalt von 14 bis 21 Prozent hat. Er ist Bestandteil vieler Cocktails und wird deshalb nur selten pur getrunken. Genau wie beim Gin wird der Vermouth mit zahlreichen unterschiedlichen Gewürzen aromatisiert. Das heißt: Probieren Sie sich durch! Für eine gute Flasche bezahlen Sie ungefähr 15 Euro. © pixabay
Jeder gute Cocktail braucht auch seine Würze: Deshalb gibt es verschiedenste Cocktailbitter mit Zutaten wie Enzianwurzel, Bitterorange, Gewürznelken, Kardamom, Zimt oder Chinarinde. Sie verleihen Ihren Cocktails einen intensiven und wie der Name schon sagt – bitteren – Geschmack.
Jeder gute Cocktail braucht auch seine Würze: Deshalb gibt es verschiedenste Cocktailbitter mit Zutaten wie Enzianwurzel, Bitterorange, Gewürznelken, Kardamom, Zimt oder Chinarinde. Sie verleihen Ihren Cocktails einen intensiven und wie der Name schon sagt – bitteren – Geschmack. © pixabay

 

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