"Nur für die Amateure hinterm Weißwurstäquator"

Riesen-Ärger um den Begriff "Radler"

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Radler oder Alster? Diese Frage sorgt für heftige Diskussionen im Netz.

Kein Alsterwasser mehr, dafür eine neue "Kiezmische": Die Biermarke Astra will ihren Bier-Zitronenlimo-Mix als Radler verkaufen - und entfacht damit eine Diskussion.

Hamburg - Ein Streit über den neuen Namen des einstigen "Alsterwasser" der Hamburger Biermarke Astra erregt aktuell die Gemüter: Der Bier-Zitronenlimo-Mix soll eine neue Rezeptur bekommen und künftig als "Kiezmische" verkauft werden - mit dem Zusatz "fruchtiges, trübes Radler". Bier-Liebhaber gingen daraufhin in den sozialen Netzwerken an die Decke: Alster hieße das in Hamburg, nicht Radler, so lautet die Kritik.

Muss Alster Radler weichen?

Der Name ist Geschmackssache, das zeigen die vielen Statements im Netz. Denn dort ist eine hitzige Diskussion entbrannt: Die Bezeichnung "Radler" für die neue "Kiezmischung" widerspreche dem Astra-Slogan "mit Liebe gebraut im Herzen Hamburgs". Das Unternehmen, das sonst so viel Wert auf seine Herkunft legt, bringt mit der Namensänderung viele Alsterwasser-Liebhaber auf die Palme.

So schreibt User Simon Zeimke: "Ey, Astra Bier - das heißt #Alster oder #Alsterwasser auf'n Kiez. Solltest du eigentlich wissen. #Radler is nur für die Amateure hinterm Weißwurstäquator. #norddeutsch #nordishbynature"

Auch Heidi Hamburg regt sich über den neuen Namen auf: "Wenn #Astra #Carlsberg, das bei unseren Frauen... so beliebte #Alsterwasser in Radler umetikettieren will, schimpfen sich dann Frikadellen zukünftig auch Fleischküechle oder Fleischpflanzerl? #Gegendieversüdstaatlichungdesnordens Kleine Anekdote am Rande, anstatt meines bestellten "Alsters" habe ich irgendwo schon einmal Eistee bekommen!"

Der User Sebastian Nick schreibt auf der Facebook-Seite von Astra: "Sorry, aber wie kann man nur auf die Idee kommen den Namen Alsterwasser zu wechseln?!? Nur damit die jenseits der Elbe verstehen, was in der Flasche ist? Und nur deswegen sich auf die gleiche Stufe mit den ganzen anderen Mainstreambieren stellen? Ganz weit vorne, 0 Punkte an die Marketingabteilung. Mir fehlen da echt die Worte! Stay Different!"

Auch User Thø Mås Wee‎ regt sich über die Änderung von Alster in Radler auf: "Eine Marke, die sich stark mit ihren hanseatischen Wurzeln und norddeutschen Charme identifiziert, bringt eine neue Mische und nennt die Plempe "Radler"... Ihr habt ja wohl richtig ein an der Waffel. 'tschuldigung."

Astra rudert zurück

Schon einen Tag nach den überwiegend negativen Kommentaren rudert Astra zurück und postet bei Facebook ein Bild der neuen "Kiezmische" mit den Worten: "Nur der Name ist Geschmackssache. Ihr entscheidet, was die neue Kiezmische ist: Like für Radler, Herz für Alsterwasser." Als Reaktion auf die massive Kritik sollen nun die Konsumenten entscheiden, wie das neue Bier bald heißen soll. Die User sollen auf Facebook über den Zusatz "fruchtig, trübes Radler" oder einem alternativen Alster-Claim abstimmen können.

Von Simona Asam

Die besten Bier-Weltrekorde

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Der Deutsche Thomas Brögelmann hat die größte Kronkorken-Sammlung. 2003 besaß der 36-Jährige nach rund neun Jahren etwa 127 500 Kronkorken. © dpa
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145 430 Bierdeckel aus 160 Ländern sammelte Leo Pisker aus Österreich. © dpa
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Einen Bierdeckelturm von 9,7 Metern Höhe bauten Freunde aus dem Münsterland am 31. Dezember 1988 auf. Für den Turm (2,6 Meter Durchmesser) benötigten sie 42 432 Bierfilze. © dpa
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Bis an die Decke stapeln sich die 12 200 verschiedenen Bierdosen bei Bernd Wolf in Freiberg in Sachsen. Seit über 30 Jahren sammelt er die bunten Blechbüchsen aus aller Welt und liegt dabei mit Dosen aus 145 Ländern nach eigenen Angaben an der Spitze der rund 150 aktiven Dosensammler in Deutschland. © dpa
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Der schnellste Biertrinker kommt aus den USA: Steven Petrosino kippte am 22. Juni 1977 einen Liter Bier in sagenhaften 1,3 Sekunden in sich hinein. Einen weiteren "Speed-Drinking"-Rekord hält Peter G. Dowdeswell aus England. Der schaffte 1975 zwei Liter Bier in sechs Sekunden. © dpa
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Die kleinste Bierflasche der Welt ist noch kleiner als die auf dem Bild. Der Kölner Stellmaszky bastelte eine, die mit 15,96 Millimetern so groß ist wie ein Pfennigstück. Fassungsvermögen: 0,05 ml. © dpa
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Das größte Kronkorken-Mosaik der Welt ist so schwer wie zehn Kleinwagen, misst 50 mal 80 Meter und besteht aus über 4,6 Millionen Flaschendeckeln: Sieben Schüler holten den Titel 2011 nach Hessisch Lichtenau. © dpa
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Der längste Stammtisch entstand am 5. Juli 1992 in Bad Blankenburg (Thüringen) mit 3582 Metern Länge. 20 000 Gäste wurden bewirtet und 25 000 Liter Bier ausgeschenkt. 31 Brauereien und 15 Gaststätten und Vereine der Stadt waren an dieser Aktion beteiligt. © dpa
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2009 trank jeder Tscheche (im Bild: Ex-Präsident Vaclav Havel) statistisch gesehen 159,3 Liter. Europaweit ist das unübertroffen. Deutschland kommt auf Platz 2 (109,6 Liter), dicht gefolgt von Österreich (106,2 Liter). © dpa
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Das womöglich teuerste Bier Deutschlands ist der Abts Trunk der Klosterbrauerei Irsee im Allgäu. Das Bier wurde zum 800. Jahrestag der Gründung des Klosters hergestellt. Vor 30 Jahren kostete die Halbliterflasche 23 Mark und die Literflasche 33 Mark. Inzwischen werden die Steingutgefäße auf Internet-Auktionen für über tausend Euro gehandelt. © dpa

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