Riesig, smart und modular

Fernseh-Visionen auf der CES

Künstliche Intelligenz beim Fernsehen: LG will mit ThinQ den Nutzern ermöglichen, mündlich nach Informationen, Bildern oder Videos zu fragen. Foto: LG/dpa-tmn
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Künstliche Intelligenz beim Fernsehen: LG will mit ThinQ den Nutzern ermöglichen, mündlich nach Informationen, Bildern oder Videos zu fragen. Foto: LG/dpa-tmn
Der auf der CES gezeigte Bildschirm von Smasungs "The Wall" misst in der Diagonalen 3,71 Meter, kann aber theoretisch in jeder Größe gebaut werden. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
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Der auf der CES gezeigte Bildschirm von Smasungs "The Wall" misst in der Diagonalen 3,71 Meter, kann aber theoretisch in jeder Größe gebaut werden. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Links normale LED-Dioden eines Fernsehdisplays, rechts Samsungs neue Micro-LED, die im Riesenfernseher "The Wall" stecken. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
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Links normale LED-Dioden eines Fernsehdisplays, rechts Samsungs neue Micro-LED, die im Riesenfernseher "The Wall" stecken. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Viele kleine Platten machen einen Riesenfernseher. Hier zu sehen: Eines der Module, aus denen Samsungs "The Wall" zusammengesetzt wird. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
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Viele kleine Platten machen einen Riesenfernseher. Hier zu sehen: Eines der Module, aus denen Samsungs "The Wall" zusammengesetzt wird. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Der Fernseher ist längst mehr als ein mit dem Internet verbundenes Anzeigegerät. LGs ThinQ-Plattform macht die Glotze zur klugen Steuerzentrale für das vernetzte Zuhause. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
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Der Fernseher ist längst mehr als ein mit dem Internet verbundenes Anzeigegerät. LGs ThinQ-Plattform macht die Glotze zur klugen Steuerzentrale für das vernetzte Zuhause. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
"Hey Bixby, schalt das Fußballspiel ein!" So oder ähnlich könnten wir bald mit Fernsehern sprechen, die mit digitalen Sprachassistenten ausgerüstet sind. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
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"Hey Bixby, schalt das Fußballspiel ein!" So oder ähnlich könnten wir bald mit Fernsehern sprechen, die mit digitalen Sprachassistenten ausgerüstet sind. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Zum Themendienst-Bericht von Till Simon Nagel vom 10. Januar 2018: Sony zeigt auf der CES unter anderem den XF90 mit LCD-Display. Foto: Sony
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Zum Themendienst-Bericht von Till Simon Nagel vom 10. Januar 2018: Sony zeigt auf der CES unter anderem den XF90 mit LCD-Display. Foto: Sony
Sonys neue TV-Reihe AF8 verzichtet weitgehend auf Lautsprecher und nutzt zur Tonerzeugung die Bildschirmfläche. Für Bässe gibt es einen Subwoofer. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
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Sonys neue TV-Reihe AF8 verzichtet weitgehend auf Lautsprecher und nutzt zur Tonerzeugung die Bildschirmfläche. Für Bässe gibt es einen Subwoofer. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Aus Kacheln zusammengesetzte Fernseher oder eine irrwitzige Auflösung gefällig? Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas liefern die Hersteller genau das. Aber es gibt auch Innovationen, die es tatsächlich ins Wohnzimmer schaffen könnten.

Las Vegas (dpa/tmn) - Nein, in deutsche Wohnzimmer werden viele Fernsehneuheiten der Elektronikmesse CES (noch bis 12. Januar) so schnell nicht kommen. Doch die Hersteller zeigen, wohin die Reise geht. Der Fernseher ist endgültig tot.

Geht es nach dem Willen von Samsung, LG, Sony und Co, ist der Fernseher der Zukunft nicht nur ein Anzeigegerät mit Internetanschluss, sondern vor allem eine große, schlanke, farbenfrohe, variable und vor allem smarte Heimzentrale.

Größter Blickfang in Las Vegas: Samsungs Riesen-TV The Wall. Der 146-Zoll-Fernseher (3,71 Meter) ist ein Blick in die Zukunft. Er besteht aus vielen Modulen von der Größe eines Smartphones und lässt sich theoretisch in verschiedenen Größen zusammenbauen - auch für normalgroße Wände. Samsung setzt dabei auf eine Technik namens Micro-LED. Hier ist jeder Pixel des Fernsehers eine einzelne Diode.

Noch etwas unklar bleibt, wann und wie man sich in Zukunft seinen Fernseher nach eigenen Größenvorstellungen bestellen kann und wie er zusammengebaut wird. Auch Preise stehen noch nicht fest.

Während in deutschen Wohnzimmern allmählich 4K-Fernseher (3840 zu 2160 Pixel) Einzug halten, zeigen die Hersteller in Las Vegas schon den nächsten großen Schritt: 8K (7680 zu 4320 Pixel). Sowohl Samsung als auch LG, TCL und andere haben derart hoch auflösende Bildschirme im Angebot. Dass es bislang wenige 4K-Filme gibt und viele deutsche Fernsehsender nicht einmal in Full HD (1920 zu 1080 Pixel) senden: geschenkt. Was nicht da ist, wird einfach hochgerechnet. Samsung etwa setzt auf intelligentes Upscaling, rechnet also jegliches Filmmaterial für die hohe Auflösung um. Künstliche Intelligenz soll dabei helfen, dass dies am Ende auch gut aussieht.

Auch LG setzt auf die künstliche Intelligenz. Mit der neuen ThinQ-Plattform sollen Fernseher und andere Hausgeräte die Gewohnheiten ihrer Nutzer erkennen, was etwa für bessere Programmempfehlungen sorgen könnte. Doch damit nicht genug: Die offene Plattform soll den Fernseher zur Steuerzentrale für viele andere vernetzte Geräte im Haushalt machen – etwa für Leuchten, Lautsprecher, Waschmaschinen oder Haushaltsroboter.

Allzu große Wunder darf man von der künstlichen Intelligenz im TV anfangs aber nicht erwarten, dämpft Klaus Böhm, Leiter Media bei der Unternehmensberatung Deloitte, die Zukunftsvisionen. Worauf sich Nutzer etwa einstellen können, seien intelligente Empfehlungen durch Auswerten des Sehverhaltens und Abgleiche mit dem Angebot diverser Streamingdienste oder Mediatheken. Bis zum wirklich schlauen Fernseher ist es noch ein wenig hin.

Ging viele Jahrzehnte lang vor dem Fernseher noch alle Macht von der Fernbedienung aus, werden wir vermutlich bald mehr mit dem TV sprechen. Nachdem viele Hersteller schon länger ein gewisses Maß an Sprachsteuerung bieten, soll das jetzt mit digitalen Sprachassistenten noch einfacher werden. Samsung packt dazu seinen bislang etwas glücklosen Assistenten Bixby in seine Smart-TV, LGs neue OLED-Modelle haben den Google Assistant an Bord. Viele Sony-Fernseher lassen sich 2018 über vernetzte Lautsprecher wie Google Home per Sprache steuern. Die neuen 4K-Modelle von Hisense kommunizieren über Amazons Alexa nicht nur mit ihren Nutzern, sondern auch mit anderen vernetzten Geräten und Amazons Warenlagern.

Zum Glück gibt es neben den Technikträumen und Verheißungen der künstlichen Intelligenz noch einige alltagstaugliche Neuheiten. Dazu gehören etwa Samsungs aktuelle QLED-Modelle, Sonys AF8-Serie mit OLED-Display und die Serie XF80, 85 und 90 mit LCD-Display und Größen von 49 bis 75 Zoll. LG schickt neben neuen OLED-Modellen auch LCD-Fernseher mit einer Nano Cell genannten Anzeigetechnik ins Rennen. Sie soll klare Farben auch bei breiten Blickwinkeln liefern.

Elektronikmesse CES

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