Bundestagswahl 2017

Wahlkreis München-Ost: Claudia Tausend (SPD)

Claudia Tausend ist Bundestagskandidat für die SPD im Wahlkreis München-Ost.
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Claudia Tausend ist Bundestagskandidat für die SPD im Wahlkreis München-Ost.

Im September wird gewählt! Lesen sie hier den Steckbrief von Claudia Tausend, Bundestagskandidat für die SPD im Wahlkreis München-Ost.

Name: Claudia Tausend

Alter: 52 Jahre 

Beruf: Diplom-Wirtschaftsgeographin 

Familienstand: nicht verheiratet 

Wohnort/Stadtviertel: München 

Die Besonderheit meines Wohnorts/Viertels ist…das Münchner Lebensgefühl, diese weltoffene und tolerante Grundphilosophie „Leben und leben lassen“. 

Welchem München-Thema wollen Sie in Berlin besonders Gehör verschaffen? Wie? Für mich ist die wichtigste soziale Frage in München, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und zu sichern – für alle Einkommensschichten. Wohnen darf kein Luxusgut werden. Wohnen ist für mich ein Grundrecht. Als Münchner SPD setzen wir uns seit jeher mit voller Kraft für diese Aufgabe ein. Ich will die Stellschrauben in Berlin richtig stellen. In der letzten Legislaturperiode ist uns hier einiges gelungen. Wir haben die Mittel für den sozialen Wohnungsbau deutlich erhöht. Diese müssen wir weiterhin an den steigenden Bedarf nach Sozialwohnungen anpassen. Wichtig ist mir bei unseren Maßnahmen, bezahlbaren und zugleich guten Wohnraum in lebenswerten Quartieren zu schaffen – das heißt auch an die Grün in der Stadt zu denken. Bei einigen Instrumenten müssen wir nachsteuern. Ich will die Mietpreisbremse verbessern und die Stellung der Mieter verbessern. Wir brauchen bessere Mietspiegel. Die zulässige Mieterhöhung nach einer Modernisierung ist stärker zu begrenzen. 

Wer ist Ihr politisches Vorbild und warum? In meiner Zeit im Münchner Stadtrat durfte ich viele beeindruckende Persönlichkeiten kennenlernen. Dr. Gertraud Burkert, unsere langjährige Zweite Bürgermeisterin und Ehrenbürgerin der Stadt München, hat mich mit ihrem unermüdlichen Engagement für Ehrenamtliche beeindruckt. Der unvergessene Oberbürgermeister Georg Kronawitter war mir stets ein Vorbild in seinem unermüdlichen Kampf für die kleinen Leute. Schließlich hat mich Christian Ude in seiner Zeit als Oberbürgermeister geprägt.

Was sollte der Bund zur Integration von Flüchtlingen tun? 

Der große ehrenamtliche Einsatz der Münchnerinnen und Münchner in der Arbeit mit Geflüchteten macht mich stolz. Für mich ist das Recht auf Asyl unantastbar. Die Entscheidung über Asylanträge müssen wir als Bund künftig zügiger gewährleisten. Die Integrationsarbeit mit Geflüchteten beginnt in der Erstaufnahme mit der Vermittlung unserer Werte. Geflüchteten im Anerkennungsverfahren müssen wir Sprachkurse sowie Beschäftigungsmöglichkeiten anbieten. Für anerkannte Asylbewerberinnen und Asylbewerber muss der Bund Bildungs-, Ausbildungs- und Arbeitsangebote ausbauen, gerade berufsqualifizierende Sprachkursangebote. Aus persönlichen Gesprächen weiß ich, dass fehlende Kinderbetreuung für Frauen hier ein Hindernis werden kann. Das müssen wir ändern. Junge Geflüchtete sollen eine Ausbildung starten und sicher beenden können. So haben wir das beschlossen und so soll es auch umgesetzt werden. Erforderliche Integrationsarbeit für Flüchtlinge darf nicht zulasten der Kommunen gehen. Der Bund wird bei der Finanzierung weiterhin unterstützen. Der Bund sollte allein für die Erstaufnahme verantwortlich sein und die Registrierung sowie Erstuntersuchung übernehmen. Grundsätzlich lege ich Wert darauf, Fluchtursachen in den Heimatländern zu bekämpfen und die Flüchtlinge innerhalb Europas solidarisch zu verteilen. 

Was sehen Sie als wichtigstes Bauprojekt in der Region München? Warum? 

Mit dem Handlungsprogramm „Wohnen in München“ schultert die Stadt das größte kommunale Wohnungsbauprogramm der Republik. Auch die Förderung von Wohnbaugenossenschaften ist einmalig in Deutschland. Da Sie nach einem konkreten Beispiel fragen: Gerade für Auszubildende ist es in München aufgrund schwer passenden Wohnraum zu finden. Schon als Stadträtin habe ich mich daher eingesetzt, dass die städtischen Wohnungsgesellschaften kostengünstigen Wohnraum speziell für Auszubildende schaffen. Das Azubi-Wohnen am Innsbrucker Ring der GEWOFAG ist für mich ein beispielhaftes Projekt. 

Was sehen Sie als wichtigstes Verkehrsprojekt in der Region München? Warum? 

Mobilität ist Voraussetzung für die Teilhabe am sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben. Mein Ziel ist es, Mobilität für alle zu ermöglichen und zugleich unnötigen Verkehr zu vermeiden. Dazu müssen wir den öffentlichen Nahverkehr ausbauen und die Stadt vom Individualverkehr entlasten. Das bedeutet immense Kosten. Meine Aufgabe wird es sein, die Gemeindeverkehrsfinanzierung seitens des Bundes langfristig im Sinne der Kommunen sicher zu stellen. Ich finde, gerade für Ballungszentren wie München mit erhöhtem Investitionsbedarf muss der Bund Sondermittel bereitstellen. Unser S-Bahnnetz ist überlastet und störanfällig. Die Zweite Stammstrecke in Kombination mit Verbesserung der Außenäste und Taktverdichtungen kann die erforderliche Stabilität im Betrieb herbeiführen. 

Was vermissen Sie in Berlin am meisten an der Region München?

Die Münchner Gelassenheit, Gemütlichkeit und Herzlichkeit.

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