Bezirkswahl 2018

Delija Balidemaj: „Ich werde mich für Inklusion stark machen“

Mit 30,53 Prozent sicherte sich der Kandidat der Grünen seinen Stimmkreis Milbertshofen.
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Mit 30,53 Prozent sicherte sich der Kandidat der Grünen seinen Stimmkreis Milbertshofen.

Am 14. Oktober wurde in Bayern gewählt: Delija Balidemaj, Bezirkstagskandidat für die Grünen im Stimmkreis München-Mlibertshofen, sicherte sich die Mehrheit

„Ich bin sehr froh über dieses Ergebnis“, sagt Delija Balidemaj über sein Abschneiden. Der Milbertshofer erhielt 30,53 Prozent der Erststimmen. Das ist ein Vorsprung von 11,67 Prozent zum zweitplatzierten Roland Kerschhackl (CSU, 18,86 Prozent). Dass das Ergebnis so deutlich ausfallen würde, war selbst für Balidemaj nicht zu erwarten, wie er betont. „Es ist schön, dass die Arbeit der Grünen und auch meine bisherige Arbeit im Bezirksausschuss BA11 geschätzt wurde“, so der Politiker. Aber wie geht es für ihn jetzt nach der Wahl weiter?

„Als ersten Punk in meiner Tagesordnung sehe ich das Thema der Integration. Darunter verstehe ich die Unterstützung des kulturellen und sozialen Miteinanders“, so der Diplom-Ingenieur. Ein weiteres großes Thema, für das er sich in Zukunft einsetzten möchte: Inklusion. „Zusammengehören – das meint das Wort Inklusion: vielfältig, selbstbestimmt. Weil der Bezirk dafür zuständig ist, will ich dort mitwirken“, betont der 51-Jährige. Hierzu zählt er auch die Bildung von Menschen mit Behinderung und deren Förderung. Delija Balidemaj sieht aber noch weitere Projekte, die er in Zukunft aktiv angehen möchte: „Für mich ist auch die Gestaltung einer liebenswerten Heimat sehr wichtig. Die Ökonomie und Ökologie sollen zusammenpassen. Die Optimierung der Verkehrssituation und der Ausbau des Wohnungsangebotes müssen angepackt werden.“ Außerdem müsse das Gesundheitswesen verstärkt und konsequent ausgebaut werden.

Nach dem anstrengenden Wahlkampf steht jetzt erstmal eins ganz oben auf seiner Liste: „Ein Spaziergang mit meine Familie auf die Panzerwiese.“

Interessant am Stimmkreis 104 ist außerdem das Ergebnis von Dr. Claus Wunderlich (FDP, 10,19 Prozent; kl. Foto), der im Vorfeld für eine Abschaffung des Bezirks­tags war, „um die dortige Selbstbedienungsmentalität zu stoppen: zum Beispiel iPads, die sich Mitglieder auf Steuerzahlerkosten gönnen.“ Mit diesem Ansinnen scheint er gepunktet zu haben. Er fuhr das zweitbeste Erststimmenergebnis der Bezirkswahl für die FDP in ganz Oberbayern ein. jl/se

Lesen Sie hier noch einmal Delija Balidemajs' Steckbrief unserer Hallo München Wahlausgabe.

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