Landtagswahl 2018

Christian Hierneis: Gerne in die Koalition

Mit 34,4 Prozent sicherte sich der Kandidat der Grünen seinen Stimmkreis-Schwabing.
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Mit 34,4 Prozent sicherte sich der Kandidat der Grünen seinen Stimmkreis-Schwabing.

Am 14. Oktober wurde in Bayern gewählt: Christian Hierneis, Landtagskandidat für die Grünen im Stimmkreis München-Schwabing, sicherte sich die Mehrheit

Bei seiner Kandidatur vor einem Jahr hätte Christian Hierneis noch „kategorisch ausgeschlossen“, dass er als Kandidat der Grünen den Stimmkreis Schwabing (108) gewinnen könnte. „Nach den guten Umfragewerten hatte ich am Wahltag dann mit einem guten Ergebnis gerechnet, mehr aber auch nicht“, gibt der 54-Jährige unumwunden zu. Dass der Rechtsfachwirt aus Schwabing nun als einer von insgesamt sechs Grünen in Bayern einen Stimmkreis gewonnen hat, sei „sensationell“ – und vor allem ein Verdienst vieler Leute im Hintergrund. „Ich bin ja bloß der, der vorne steht.“

Bescheiden ist er – aber auch bestimmt in seinen Vorstellungen. Dass eine Koalition der so erstarkten Grünen mit der CSU schon am Wahlabend praktisch ausgeschlossen wurde, findet Hierneis schade: „Jeder, der antritt, will in die Regierung und nicht in die Opposition. Auch die Wähler geben einem die Stimme ja, um zu regieren.“ Dennoch ist das Vorstandsmitglied des Bund Naturschutz Bayern überzeugt, dass er auch in der Opposition punkten kann – vor allem die Stärkung des Umlands zur Entlastung der Ballungsräume ist ihm ein Anliegen. „Auch in der Opposition kann man mit guten Anträgen und Argumenten überzeugen. Das habe ich vor.“ Wie das geht, weiß er bereits, immerhin kennt er den Landtag als Referent der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen für Verbraucherschutz, Ernährung, Gentechnik und Tierschutz.

Künftig vertritt er als Abgeordneter den Stimmkreis 108 – und verspricht im Hallo-Gespräch nach der Wahl: „Ich werde nicht in einer Landtagsblase verschwinden, sondern mir auch weiterhin die Sorgen und Nöte der Bürger im Viertel anhören.“

M. Litzlbauer

Promi-Auflauf

Der Stimmkreis Schwabing war prominent besetzt. Sein Direktmandat verloren hat Ludwig Spaenle (CSU). Er muss nach fast 25 Jahren sein Büro räumen. Ähnlich geht es der SPD-Kandidatin Isabell Zacharias (13,9). Ex-Staatsminister Wolfgang Heubisch hat mit 12,7 Prozent immerhin das beste Ergebnis eines FDP-Direktkandidaten in ganz Bayern geholt. Über die Liste hat er einen Platz im Landtag sicher.

Lesen Sie hier noch einmal Christian Hierneis' Steckbrief unserer Hallo München Wahlausgabe.

jl

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