Umweltminister unterstützen Klimaziele der Bundesregierung

Nonnweiler - Die Umweltminister der Bundesländer stehen geschlossen hinter den Verhandlungszielen der Bundesregierung für die Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen .

Das ist ein Ergebnis der Umweltministerkonferenz, die am Freitag im saarländischen Nonnweiler zu Ende ging. Deutschland strebt bis 2020 eine Verminderung des Ausstoßes von Treibhausgasen um 40 Prozent gegenüber 1990 an.

Einhellig begrüßten die Teilnehmer die Bereitschaft von US-Präsident Barack Obama , eine Führungsrolle beim Klimaschutz zu übernehmen. Die Umweltminister sprachen sich dafür aus, dass die Erlöse aus dem Handel mit CO2-Zertifikaten künftig zweckgebunden für Klimafolgen und die Anpassung an den Klimawandel eingesetzt werden sollen.

Der Vorsitzende der Konferenz und saarländische Umweltminister Stefan Mörsdorf sieht im Klimawandel durchaus auch Chancen: “Gerade in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise bietet Klimaschutz interessante ökonomische Chancen für Arbeitsplätze in den wichtigsten Leitmärkten der Zukunft“, sagte der CDU -Politiker. Derzeit machten Umwelttechnologien in Deutschland bereits acht Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus, 1,8 Millionen Menschen arbeiteten in dieser Branche.

Die Umweltminister von Bund und Ländern wollen künftig außerdem die Mehrwegquote bei Getränkeverpackungen wieder erhöhen. Hintergrund ist der seit Jahren sinkende Anteil der Mehrwegflaschen auf dem Getränkemarkt. “Wir müssen feststellen, dass das Ziel, durch das Pflichtpfand Mehrwegsysteme zu stützen, nicht erreicht wurde“, sagte Mörsdorf.

In einem ersten Schritt sollen künftig die umweltschädlicheren Einwegpfandflaschen klarer gekennzeichnet werden. Auf eine zusätzliche Abgabe oder Steuer für Einwegflaschen konnten sich die Minister allerdings nicht einigen. Eine umfassende Reform der seit langem umstrittenen Verpackungsverordnung erfolgt damit frühestens in der nächsten Legislaturperiode. 

ap

Rubriklistenbild: © dpa

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