Sarrazin geht auf Kanzlerin Merkel los

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Thilo Sarrazin geht auf Angela Merkel los.

Berlin - Ex-Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgeworfen, sie habe sein Buch aus machtpolitischen Gründen kritisiert.

 “Die Aussage der Bundeskanzlerin, mein Buch sei nicht hilfreich, war machtpolitisch orientiert“, sagte Sarrazin der “Berliner Morgenpost“ (Sonntag). Sarrazin war Ende September wegen der heftigen Debatte um seine integrationspolitischen Thesen als Bundesbank-Vorstand zurückgetreten. In der SPD läuft ein Ausschlussverfahren gegen ihn.

Sarrazin: Der Provokateur redet Klartext

Sarrazin: Der Provokateur redet Klartext

"Will ich den Muezzin hören, dann reise ich ins Morgenland." © dpa
"Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb." © dpa
"In Deutschland arbeitet ein Heer von Integrationsbeauftragten, Islamforschern, Soziologen, Politologen, Verbandsvertretern und eine Schar von naiven Politikern Hand in Hand und intensiv an Verharmlosung, Selbsttäuschung und Problemleugnung." © dpa
"Besonders beliebt ist es, den Kritikern des Islam mangelnde Liberalität vorzuwerfen." © dpa
"Ich möchte nicht, dass wir zu Fremden im eigenen Land werden." © dpa
"Fabriken und Dienstleistungen müssen wandern, nicht die Menschen." © dpa
"Der Weg in den deutschen Sozialstaat darf nicht ohne Wegezoll möglich sein." © dpa
"In den USA bekämen sie keinen müden Cent. Deswegen sind sie auch nicht dort." © dpa
"Ich möchte nicht, dass das Land meiner Urenkel in weiten Teilen muslimisch ist." © dpa
"Die Arbeitsmigration der sechziger Jahre hat eine europäische Völkerwanderung in Gang gesetzt." © dpa

Sarrazin sagte, indem Merkel ihn “ins Eck gestellt hatte, wollte sie verhindern, dass irgendjemand aus ihrer Partei mir zustimmte“. Das sei ihr auch weitgehend gelungen. Dagegen habe es offenbar in der CSU die Vorgabe aus der Spitze gegeben, sich nicht negativ zu Sarrazin zu äußern. “Die Politik hat zunächst versucht, mich zur Unperson zu erklären. Das ist aber gescheitert“, meinte Sarrazin.

dpa

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