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Nato-Beitritt von Schweden und Finnland: Showdown in Ankara? Delegation will Erdogans Blockade brechen

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Von: Christoph Gschoßmann

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Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, kommt zu einer Zeremonie im Präsidentenpalast.
Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, kommt zu einer Zeremonie im Präsidentenpalast. © Burhan Ozbilici/dpa

Schweden und Finnland wollen der Nato beitreten. Weil die Türkei sich querstellt, schicken die Länder Vertreter nach Ankara. News-Ticker.

Schweden und Finnland schicken am Mittwoch Delegationen in die Türkei

Erstmeldung, 24. Mai, 15.43 Uhr: Schweden und Finnland wollen in die Nato, doch die Türkei steht im Weg: Die beiden skandinavischen Länder schicken am Mittwoch Delegationen nach Ankara, um die türkische Regierung von ihrem Widerstand gegen einen Nato-Beitritt beider Länder abzubringen.

„Wenn wir Probleme kommen sehen, gehen wir natürlich den diplomatischen Weg“, sagte der finnische Außenminister Pekka Haavisto am Dienstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos. „Wir schicken Delegationen sowohl aus Schweden als auch aus Finnland nach Ankara. Es wird morgen passieren“, fügte Haavisto hinzu.

Alle Nato-Länder müssen Mitgliedsantrag zustimmen

Das Nato-Mitglied Türkei droht mit einem Nein gegen den Wunsch der Skandinavier, Teil des Verteidigungsbündnisses zu werden. Finnland und Schweden hatten am Mittwoch vergangener Woche unter dem Eindruck des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gemeinsam ihre Mitgliedsanträge bei der Nato eingereicht. Dem Beitritt eines Staates zur Nato müssen alle 30 Mitgliedsländer zustimmen.

Der Grund für die Ablehnung ist laut dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan der Umgang der Beitrittskandidaten mit der PKK und der YPG. Erdogan fordert von Finnland und Schweden ein härteres Vorgehen gegen die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) sowie die kurdisch-syrische YPG, die von der Regierung in Ankara als Terrororganisationen eingestuft werden. Dabei verlangt die Türkei auch die Auslieferung von Kurden, die in Finnland und Schweden Schutz gefunden haben. Zudem wirft die Türkei den beiden Ländern vor, Waffenlieferungen an Ankara gestoppt zu haben. (cg mit dpa)

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