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"Armutszeugnis": Ramsauer kritisiert Bahn nach ICE-Chaos

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Ausgerechtnet zur Weihnachts-Reisezeit gab es bei der Bahn Zugausfälle. © dpa

Berlin - Die Bundesregierung will das deutsche Schienennetz massiv ausbauen. Verkehrsminister Peter Ramsauer kritisierte nach den winterbedingten Zugausfällen die Deutsche Bahn.

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Ramsauer (CSU) sagte der “Süddeutschen Zeitung“, Straßen allein könnten den erwarteten gewaltigen Verkehrszuwachs nicht verkraften. Viele Bahnstrecken müssten deshalb erweitert, andere Verbindungen neu gebaut werden.

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Verkehrsminister Peter Ramsauer spricht von einem "Armutszeugnis". © dpa

Experten gehen davon aus, dass allein der Güterverkehr in Deutschland bis zur Mitte dieses Jahrhunderts um weitere 50 Prozent zunehmen wird. Ramsauer sagte, um einen Kollaps auf den Straßen zu vermeiden müsse dieser Zuwachs “möglichst vollständig auf die Schiene gebracht werden“. Das werde viel Geld kosten und nicht ohne Widerstände gehen. “Es schreien zwar alle nach mehr Schiene. Wenn es aber konkret wird, gibt es vor Ort genau die gleichen intensiven Widerstände wie beim Bau einer Autobahn oder eines Kraftwerks“, sagte der Minister.

“dänk ju weri matsch” - Englischwörterbuch für Bahnmitarbeiter

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Nach den winterbedingten Zugausfällen auf der Strecke München- Berlin kritisierte Ramsauer die Deutsche Bahn: Für viele Reisende sei das gerade in der Weihnachtszeit “mehr als ärgerlich“, sagte der Minister der Zeitung. Auch für die Hersteller des ICE seien die Ausfälle “ein Armutszeugnis“. Der ICE wird unter anderem von den Konzernen Siemens und Bombardier hergestellt.

dpa

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