Paris-Besuch: Merkel bei Statement kurzatmig - Jetzt erklärt ihr Sprecher, was dahinter steckt

Paris-Besuch: Merkel bei Statement kurzatmig - Jetzt erklärt ihr Sprecher, was dahinter steckt

Paris-Besuch: Merkel bei Statement kurzatmig - Jetzt erklärt ihr Sprecher, was dahinter steckt
Schleudersitz oder Sprungbrett? Kramp-Karrenbauer wird neue Verteidigungsministerin

Schleudersitz oder Sprungbrett? Kramp-Karrenbauer wird neue Verteidigungsministerin

Schleudersitz oder Sprungbrett? Kramp-Karrenbauer wird neue Verteidigungsministerin

NS-Reichsparteitagsgelände

Nach Neonazi-Fackelmarsch in Nürnberg: Kritik an der Polizei

+
Blick auf die Zeppelintribüne auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Foto: Daniel Karmann

Nürnberg (dpa) - Der Fackelmarsch von Neonazis auf dem ehemaligen NS-Reichsparteitagsgelände in Nürnberg ist von Zivilbeamten beobachtet worden. Das sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstag, zuvor hatte nordbayern.de darüber berichtet.

Die beiden Beamten hätten die weitere Beobachtung der Rechtsextremisten übernommen, nachdem diese am Samstagabend von einer Flüchtlingsunterkunft in Nürnberg-Langwasser abgewandert und mit brennenden Fackeln zu dem einstigen Aufmarschgelände der NSDAP gezogen waren. Dort posierten sie auch auf der Zeppelintribüne, von der in den 1930er Jahren Adolf Hitler gesprochen hatte.

Ein unmittelbares Eingreifen sei aus Gründen des Eigenschutzes der Beamten "taktisch nicht zielführend" gewesen, so der Sprecher. Bereits zuvor hatte die Polizei eingeräumt, den Fortgang des Geschehens nicht ausreichend erkannt zu haben und bedauert, "dass eine rechtsgerichtete Gruppierung den historisch belasteten Ort für ihre Propagandazwecke missbrauchte".

Landesinnenminister Joachim Herrmann (CSU) bezeichnete den Polizeieinsatz im Bayerischen Rundfunk (BR) als "nicht sehr glücklich". Dass sich Neonazis an diesem Ort inszenierten, sei "völlig indiskutabel" und müsse in Zukunft strikt unterbunden werden. Es werde an einem Konzept für den als Mahnmal der NS-Geschichte gedachten Ort gearbeitet. Die Stadt müsse aber überlegen, ob der Zugang zu der Tribüne beschränkt werden soll.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, nannte den Aufmarsch eine "unerträgliche Provokation". Die Neonazis hätten an dem Abend weiter im Blick behalten werden müssen. Da die Beteiligten der Polizei bekannt sein müssten, sollten sie zur Verantwortung gezogen werden. "Es geht nicht darum, einzelne Polizisten an den Pranger zu stellen, sondern solche Aufmärsche künftig zu verhindern. Dies war schließlich nicht der erste Vorfall dieser Art in Nürnberg", mahnte Schuster.

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Heikle Sachsen-Umfrage: CDU-Politiker zu möglicher Koalition mit AfD befragt - Das war das Ergebnis
Heikle Sachsen-Umfrage: CDU-Politiker zu möglicher Koalition mit AfD befragt - Das war das Ergebnis
Von der Leyen geht: Merkel spricht Klartext - Favorit auf Nachfolge steht fest
Von der Leyen geht: Merkel spricht Klartext - Favorit auf Nachfolge steht fest
Abschiebung in Leipzig eskaliert völlig - Mutter des Flüchtlings brach zusammen
Abschiebung in Leipzig eskaliert völlig - Mutter des Flüchtlings brach zusammen
Minister Müller geht schutzlos in Favela - weil Sicherheitsleute im Hotel blieben
Minister Müller geht schutzlos in Favela - weil Sicherheitsleute im Hotel blieben

Kommentare