Start-Vertrag läuft aus:

Moskau drückt bei Abrüstungsvertrag aufs Tempo

Moskau - Jetzt muss es schnell gehen. Bis Dezember möchten US-Präsident Barack Obama und Kremlchef Dmitri Medwedew einen neuen Abrüstungsvertrag für den auslaufenden START-Vertrag beschließen.

Russland drückt bei den Atom-Abrüstungsgesprächen mit den USA zunehmend aufs Tempo. Der russische Außenminister Sergej Lawrow äußerte sich am Donnerstag in Moskau bei einem Treffen mit dem US-Sicherheitsberater James Jones zurückhaltend dazu, ob das Nachfolgeabkommen für den zum 5. Dezember auslaufenden START-Vertrag zur Reduzierung strategischer Offensivwaffen rechtzeitig abgeschlossen werden könne.

„Intensive Verhandlungsarbeit nötig“

“Nur intensivste Verhandlungsarbeit“ könne dazu führen, dass der zwischen US-Präsident Barack Obama und Kremlchef Dmitri Medwedew vereinbarte Abschluss eines neuen Abrüstungsvertrags bis Dezember gelinge. Obama und Medwedew hatten sich bei einem Telefonat am vergangenen Wochenende optimistisch geäußert, die Verhandlungen pünktlich zu beenden.

Geplant ist, die Zahl nuklearer Sprengköpfe auf maximal jeweils 1675 zu senken. Zudem soll die Zahl der Trägersysteme auf maximal jeweils 1100 reduziert werden. Nach Expertenangaben gehen die Meinungen über die genaue Stückzahl noch auseinander. Russland will stärker reduzieren als die USA.

Moskau fordert klare Angaben

Zudem fordert Moskau klare Angaben zu den künftigen US-Raketenabwehrplänen, nachdem sich Obama von den umstrittenen Vorhaben in Polen und Tschechien verabschiedet hatte. Lawrow zeigte sich nach dem Treffen mit Jones zuversichtlich, dass in dem neuen Abrüstungsabkommen die Frage der strategischen Offensivwaffen mit der Raketenabwehr verknüpft werde.

Obama und Medwedew wollen nach Darstellung des russischen Ministers auch Mitte November auf dem Gipfeltreffen der Pazifik-Anrainerstaaten (APEC) in Singapur über den neuen Vertrag sprechen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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