UN-Organisation widerspricht Rackete: Andere Wahrheit über Flüchtlingsziel Europa?

UN-Organisation widerspricht Rackete: Andere Wahrheit über Flüchtlingsziel Europa?

UN-Organisation widerspricht Rackete: Andere Wahrheit über Flüchtlingsziel Europa?
Plötzlich spricht Trump über Merkel: „Angela, du bist weit hinten dran“

Plötzlich spricht Trump über Merkel: „Angela, du bist weit hinten dran“

Plötzlich spricht Trump über Merkel: „Angela, du bist weit hinten dran“

Syrien: Menschen im belagerten Madaja verhungern

+
Ein syrischer Flüchtling hält während einer Kundgebung ein Transparent in den Händen. Er möchte auf die leidende Bevölkerung der belagerten syrischen Stadt Madaja aufmerksam machen. Foto: Sebastian Kahnert

Vorsätzliches Aushungern ist ein Kriegsverbrechen. Dennoch droht Tausenden Menschen in Syrien der Hungertod. Selbst Hilfslieferungen garantieren nicht allen das Überleben - wie die Stadt Madaja zeigt.

Damaskus (dpa) - In der belagerten syrischen Stadt Madaja sterben weiter Menschen an den Folgen von Mangelernährung und schlechter medizinischer Versorgung.

Trotz der vor knapp drei Wochen gelieferten Nothilfe für Tausende Hungernde seien seit Mitte Januar mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Unter ihnen seien zwei Kinder und vier Frauen. 400 akut lebensbedrohte Patienten warteten noch immer darauf, aus der Stadt gebracht zu werden.

Bereits am Freitag hatte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) von wenigstens 16 verhungerten Menschen berichtet. Weitere seien dem Hungertod nahe und benötigten dringend Hilfe.

Am 11. Januar hatte ein Hilfskonvoi erstmals tonnenweise Nahrung, Medizin und Decken in den von syrischen Regierungstruppen seit mehr als einem halben Jahr eingeschlossenen Ort in Westsyrien gebracht.

Bis dahin waren laut Ärzte ohne Grenzen (MSF) fast 30 Menschen gestorben. Die Vereinten Nationen hatten schon damals erklärt, 400 Menschen seien fast tot und müssten so schnell wie möglich aus der Stadt gebracht werden.

"Es ist absolut inakzeptabel, dass Menschen weiter verhungern und kritische Fälle in der Stadt bleiben, obwohl sie vor Wochen hätten in Sicherheit gebracht werden sollen", sagte der lokale MSF-Direktor Brice de le Vingne.

Madaja ist kein Einzelfall: UN-Schätzungen zufolge sind in 50 belagerten Orten in Syrien 400 000 Menschen eingeschlossen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat das vorsätzliche Aushungern von Menschen als Kriegsverbrechen bezeichnet.

Die syrische Opposition fordert bei den Friedensgesprächen für das Bürgerkriegsland in Genf ein Ende der Blockaden syrischer Städte durch die Armee.

Auch interessant:

Meistgelesen

CSU-Frau macht EU-Chefin von der Leyen Ansage - und droht mit Widerstand
CSU-Frau macht EU-Chefin von der Leyen Ansage - und droht mit Widerstand
Umfragen zur Landtagswahl in Brandenburg: AfD vorne, CDU nur auf Platz vier
Umfragen zur Landtagswahl in Brandenburg: AfD vorne, CDU nur auf Platz vier
Von der Leyen geht: Merkel spricht Klartext - Favorit auf Nachfolge steht fest
Von der Leyen geht: Merkel spricht Klartext - Favorit auf Nachfolge steht fest
Russischer Botschafter in Deutschland kritisiert Wirtschaftspolitik des Westens
Russischer Botschafter in Deutschland kritisiert Wirtschaftspolitik des Westens

Kommentare