Massenflucht der Venezolaner

Kolumbien bittet in Flüchtlingskrise um internationale Hilfe

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Menschen stehen auf der Brücke "Simon Bolivar" an der Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien, nachdem die kolumbianische Regierung neue Grenzkontrollen eingeführt hat. Foto: Juan Pablo Cohen/colprensa

Bogotá (dpa) - Die kolumbianische Regierung hat die Massenflucht der Venezolaner mit der Lage im Bürgerkriegsland Syrien verglichen und um internationale Hilfe gebeten.

"Sie kommen in einem Umfang vergleichbar mit Syrien und jeden Tag werden es mehr", sagte Außenminister Carlos Holmes Trujillo am Mittwoch im Parlament. "Glücklicherweise wird der internationalen Gemeinschaft das Ausmaß bewusst und die Notwendigkeit, mit Geld und Kooperation zu helfen." Er plädierte für einen internationalen Hilfsfonds, um die venezolanischen Flüchtlinge mit Lebensmitteln und Medikamenten zu versorgen.

Hunderttausende Venezolaner sind bereits vor dem Elend und der Unterdrückung in ihrer Heimat geflohen. Experten sprechen von der wohl größten Flüchtlingskrise in der Geschichte Lateinamerikas. Mindestens 2,3 Millionen Venezolaner haben nach Angaben der Vereinten Nationen das Land bereits verlassen. "Die Krise hat ein extremes Ausmaß erreicht. Die Venezolaner kommen voller Angst nach Kolumbien, um hier zu bleiben oder in andere Länder weiterzuziehen", sagte Außenminister Trujillo.

Bericht Blu Radio

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