Schlimm: Jeder fünfte Jugendliche kennt Auschwitz nicht

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Eingang zum ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz in Polen.

Hamburg - Bedenkliche Wissenslücke im Hinblick auf die eigene Geschichte: Jeder Fünfte Deutsche im Alter von 18 bis 29 Jahren kann nichts mit dem Begriff Auschwitz anfangen.

Nahezu alle Deutschen kennen die besondere Bedeutung von Auschwitz. In einer Umfrage in der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins "stern" anlässlich des Holocaust-Gedenktages am Freitag konnten 90 Prozent der Befragten auf Anhieb sagen, dass der Name für ein Konzentrations- bzw. Vernichtungslager steht. Bei den über 30-Jährigen waren es sogar 95 Prozent. Nur bei den Jüngeren (18- bis 29-Jährigen) gab es Wissenslücken: Hier konnte jeder Fünfte (21 Prozent) mit dem Begriff Auschwitz nichts anfangen.

Die meistgesuchten Nazi-Verbrecher

Die meistgesuchten Nazi-Verbrecher

Sie haben sich dem Zugriff der Justiz entzogen. Auf der Liste der meistgesuchten Nazi- Kriegsverbrecher des Simon-Wiesenthal-Zentrums in Jerusalem stehen folgende Namen: © dpa
ALOIS BRUNNER (Jahrgang 1912) in Syrien: Der wichtigste bislang strafrechtlich nicht verfolgte Nazi-Kriegsverbrecher ist möglicherweise nicht mehr am Leben. © dpa
Der ehemalige SS-Hauptsturmführer soll als “Ingenieur der Endlösung“ für den Tod von etwa 130 000 Juden aus mehreren Ländern verantwortlich sein. © dpa
Brunner wurde das letzte Mal im Jahr 2001 in Damaskus (Syrien) gesehen. © dpa
ARIBERT HEIM (1914) in Ägypten: Der als “Dr. Tod“ berüchtigte frühere KZ-Arzt soll 1992 mit 78 Jahren in Kairo gestorben sein. Als Beleg gilt ein Auszug aus dem Sterberegister. © dpa
Aufgrund einer beim Bundesfinanzhof anhängigen Steuersache schließt das Wiesenthal- Zentrum jedoch nicht aus, dass Heim noch lebt. © dpa
Er soll in den Konzentrationslagern Sachsenhausen, Buchenwald und Mauthausen zahlreiche Menschen ermordet haben, viele durch Injektionen ins Herz. © ZDF
SANDOR KEPIRO (1914) in Ungarn: Der Polizeioffizier wird verdächtigt, an der Ermordung von mehr als 1200 Zivilisten im serbischen Novi Sad teilgenommen zu haben. © dpa
MILIVOJ ASNER (1913) in Österreich: Der ehemalige Polizeichef in Kroatien soll aktiv an der Verfolgung und Deportation von Serben, Juden sowie Sinti und Roma beteiligt gewesen sein. © AP
KLAAS CARL FABER (1922) in Deutschland: In den Niederlanden wurde er für den Tod von Gefangenen 1944 zum Tode verurteilt. © dpa
Das Urteil wurde 1948 in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt. 1952 flüchtete er aus dem Gefängnis und lebt seit Jahrzehnten in Ingolstadt. © dpa
SOEREN KAM (1921) in Deutschland: Das ehemalige SS-Mitglied soll für den Tod eines dänischen Journalisten verantwortlich sein und die Deportation der jüdischen Gemeinde in Dänemark in deutsche Konzentrationslager ermöglicht haben. © dpa
Wegen Tötung in Dänemark verurteilt, lebt Kam heute in Kempten im Allgäu. © dpa
MICHAIL GORSCHKOW (1923) in Estland: Laut Wiesenthal-Zentrum war er am Mord an Juden in Weißrussland beteiligt. © dpa
ALGIMANTAS DAILIDE (1921) in Deutschland: Er soll Juden festgenommen haben, die später von Nationalsozialisten getötet wurden. © dpa
Von den USA ausgeliefert wurde er in Litauen verurteilt, musste seine Haft aber wegen seines Gesundheitszustands nicht antreten und lebt heute in Sachsen. © dpa

Schwierigkeiten haben viele Deutsche bei der Frage, in welchem Land Auschwitz liegt: Hier musste fast jeder dritte Bürger (31 Prozent) passen. 69 Prozent nannten korrekt Polen.

Der "stern" fragte auch das Interesse der Deutschen an den KZ-Gedenkstätten ab. Ergebnis: 43 Prozent erklärten, sie hätten noch nie eine derartige Gedenkstätte besucht, überdurchschnittlich oft waren dies Westdeutsche (46 Prozent). Bei den Ostdeutschen waren es nur 27 Prozent.

Eine bemerkenswerte Entwicklung gibt es bei der Frage, ob ein Schlussstrich unter die Vergangenheit gezogen werden sollte. 1994 sprach sich noch die Mehrheit (53 Prozent) dafür aus. Jetzt wollen dies nur noch 40 Prozent. 56 Prozent sind dagegen, einen Schlussstrich zu ziehen. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 65 Prozent, die den Völkermord nicht verdrängen wollen.

So begann der Zweite Weltkrieg

So begann der Zweite Weltkrieg

So begann der Zweite Weltkrieg
Vor 70 Jahren begann der Zweite Weltkrieg: Am 1. September 1939 marschierte die deutsche Wehrmacht in Polen ein. Ein Rückblick zeigt, wie Nazi-Diktator Adolf Hitler den Weltenbrand entfesselte. © AP
So begann der Zweite Weltkrieg
Hitlers aggressive Außenpolitik verfolgte seit seiner „Machtergreifung“ 1933 drei Ziele: Der Diktator wollte die nach dem Ersten Weltkrieg verlorenen deutschen Gebiete zurückholen. Außerdem wollte er Frankreich niederwerfen, damit das Deutsche Reich Europa unangefochten beherrschen konnte. © dpa
So begann der Zweite Weltkrieg
Seit Beginn seiner Herrschaft rüstete Hitler das Reich massiv auf und ging auf Konfrontation mit den europäischen Mächten. Im März 1936 ließ er die Wehrmacht ins entmilitarisierte Rheinland einmarschieren. Zwei Jahre später gliederte er Österreich dem Deutschen Reich an. Das Foto zeigt Hitlers Einzug in Wien. © dpa
So begann der Zweite Weltkrieg
Als sein größtes und vom Schicksal bestimmtes Ziel sah Hitler den Kampf um „Lebensraum“ im Osten – gegen den kommunistischen Erzfeind, die Sowjetunion Stalins (Foto). Diese Wahnidee hatte Hitler bereits 1924 in seinem Buch „Mein Kampf“ ausführlich beschrieben. © dpa
So begann der Zweite Weltkrieg
Im September 1938 gaben Großbritannien und Frankreich Hitlers Forderungen abermals nach und schlossen mit ihm das Münchner Abkommen. Dieses sprach dem Deutschen Reich das Sudetenland zu, das bislang zur Tschechoslowakei gehörte. © dpa
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Politiker wie Großbritanniens Premierminister Neville Chamberlain (Foto) hofften: Solche Zugeständnisse würden einen Krieg mit dem Deutschen Reich verhindern. Zumal Hitler öffentlich erklärte, er fordere keine weiteren Gebiete mehr. Doch nach der Besetzung des Sudetengebiets setzte er seine Eroberungspläne unbeirrt fort. © dpa
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Mit dem Einmarsch der Wehrmacht in Prag am 15. März 1939 (Foto) erfolgte die "Zerschlagung der Rest-Tschechei". Die Welt erkannte nun: Hitlers Versprechungen war nicht zu trauen. © dpa
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Auch gegen Polen richtete Hitler erpresserische Forderungen: Die „freie“ Stadt Danzig sollte dem Deutschen Reich zurückgegeben werden. Zudem wollte er eine Autobahn durch Polen bauen, um die vom polnischen Staatsgebiet getrennten deutschen Gebiete zu verbinden. Zudem wollte er Polen zwingen, dem gegen die Sowjetunion gerichteten „Antikominternpakt“ beizutreten. © AP
So begann der Zweite Weltkrieg
Doch Polen widersetze sich. Deshalb beschloss Hitler, das Nachbarland militärisch niederzuwerfen. Er hielt die Wehrmacht für stark genug, einen Krieg schnell zu gewinnen. © AP
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Im Mai 1939 erklärte Hitler vor seinen wichtigsten Generälen: „Danzig ist nicht das Objekt, um das es geht. Es handelt sich für uns um die Erweiterung des Lebensraumes im Osten ... Es entfällt also die Frage, Polen zu schonen, und es bleibt der Entschluß, bei erster passender Gelegenheit Polen anzugreifen.“ © dpa
So begann der Zweite Weltkrieg
Großbritannien und Frankreich hatten bereits am 31. März 1939 eine Garantieerklärung für die Unabhängigkeit Polens gegeben. Ein klares Signal an Hitler: Würde er sich Polen einverleiben, dann würde es zum Krieg mit England und Frankreich kommen. Dieses Risiko nahm der Diktator in Kauf. © AP
So begann der Zweite Weltkrieg
Am 23. August 1939 wurde die Welt geschockt: Die Erzfeinde Nazi-Deutschland und die kommunistische Sowjetunion unterzeichneten unerwartet einen Nichtangriffspakt. Links: Joachim von Ribbentrop, Außenminister des Deutschen Reiches. Mitte: Stalin. Vorne unterschreibt der sowjetische Außenminister Wjatscheslaw Molotow. © dpa
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In einem geheimen Zusatzprotokoll zu dem Vertrag wurde Polen zwischen Deutschland und der UdSSR aufgeteilt. Außerdem erhielt Stalin Gebiete in Osteuropa. Die Gegenleistung des kommunistischen Diktators: „Wohlwollende“ Neutralität bei Hitlers Krieg gegen Polen und Rohstoffe für Deutschland. Polens Schicksal war besiegelt, bevor der erste Schuss des Krieges gefallen war. © AP
So begann der Zweite Weltkrieg
Hitler wollte noch eine Vorwand für den Angriff auf Polen haben. Dazu wies er den SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich (Foto) an, einen Übergriff der Polen auf deutsches Gebiet vorzutäuschen. © dpa
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Am Abend des 31. August 1939 überfielen SS-Männer (Bild) den Rundfunksender Gleiwitz an der Grenze zu Polen. Die Männer unterbrachen das Programm und sendeten einen Aufruf zum Kampf gegen die Deutschen. Das Kommando hatte einen KZ-Häftling mitgenommen. Der Mann wurde erschossen und als „deutsches Opfer“ zurückgelassen. © dpa
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Die vorgebliche deutsche „Vergeltungsaktion“ begann am Morgen des 1. September 1939: Das Linienschiff Schleswig-Holstein eröffnete das Feuer auf die polnische Stellung „Westerplatte“ in Danzig. © AP
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Gleichzeitig stießen zwei deutsche Heeresgruppen von Norden und Süden, unterstützt von massiven Luftangriffen, auf polnisches Territorium vor. © dpa
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Auf dem (inszenierten) Bild reißen deutsche Soldaten am 1. September 1939 einen polnischen Schlagbaum nieder. © dpa
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Hitler betrat gegen 10 Uhr das Rednerpult der Krolloper in Berlin und erklärte: „Polen hat heute Nacht zum ersten Mal auf unserem eigenen Territorium auch mit bereits regulären Soldaten geschossen. Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen! Und von jetzt ab wird Bombe mit Bombe vergolten!“ © AP
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Im Gegensatz zum Ersten Weltkrieg herrschte 1939 in Deutschland keine Kriegsbegeisterung. Der renommierte Historiker Golo Mann (Bild) schreibt: „So tief unwillkommen war der deutschen Nation der Krieg, dass die regierenden Oberpsychologen in den ersten Tagen das Wort selber vermieden und von einer Polizeiaktion oder bloßen ,Vergeltungsmaßnahmen‘ gegen Polen sprachen.“ © dpa
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Die Angriffsstärke der Wehrmacht bei Kriegsbeginn: 1,5 Millionen Mann, 1.929 Flugzeuge, 3.600 gepanzerte Fahrzeuge und 10.000 Geschütze. Die polnische Armee hatte ähnlich viele Mann unter Waffen, war der Wehrmacht in technischer Hinsicht aber klar unterlegen. © dpa
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Zum ersten Mal kam nun die revolutionäre deutsche Blitzkrieg-Taktik zum Einsatz. © AP
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Angeführt von geschlossenen Panzerverbänden und Sturzkampfbombern (Foto) drangen die deutschen Truppen rasch vor. © AP
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In großangelegten Umfassungsmanövern wurden die polnischen Truppen eingekesselt und zerschlagen. © AP
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Am 3. September erklärten Großbritannien und Frankreich dem Deutschen Reich den Krieg. Helfen konnten sie Polen aber nicht. Auf dem Foto liest eine Frau in London eine Zeitung, die den deutschen Überfall vermeldet. © AP
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Ebenfalls am 3. September zogen sich polnische Truppen in die Stadt Bromberg zurück. Als Schüsse fielen, vermuteten die Polen einen heimtückischen Angriff der in der Stadt lebenden Deutschen. Es kam zu brutalen Übergriffen gegen die deutschen Zivilisten. © AP
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Die Nazi-Propaganda bezeichnete die Massaker später als "Bromberger Blutsonntag" und verbreitete die weit übertriebene Opferzahl von 58.000 Toten. Bis heute ist umstritten, wie viele Deutsche in Bromberg ermordet wurden. Die Zahlen schwanken zwischen mehreren Hundert und mehr als 5.000 Toten. © AP
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Die Wehrmacht setzte ihren Vormarsch unaufhaltsam fort. Am 7. September stand die Wehrmacht 60 Kilometer vor Polens Hauptstadt Warschau. Zwei Tage später war die Stadt eingeschlossen. © AP
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Deutsche Panzer stießen erstmals am 10. September auf Warschauer Stadtgebiet vor. Doch der polnische Widerstand war unerwartet stark, die Panzertruppen zogen sich nach Verlusten wieder zurück. © AP
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Nun flog die Luftwaffe massiven Angriffe auf Warschau. © AP
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1.200 Flugzeuge warfen wochenlang ihre Bomben über der polnischen Hauptstadt ab. © AP
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Auf dem Foto sitzt ein polnischer Junge inmitten der Trümmer eines zerbombten Hauses. © AP
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Schwer zu treffende Ziele zerstörte die Luftwaffe mit Brandbomben. Das Bild zeigt eine brennende Fabrikanlage in Warschau. © AP
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Am 9. September zog die Wehrmacht in der Stadt Lodz ein. Angehörige der deutschen Minderheit in Polen (Bild) empfingen die Truppen mit dem Hitlergruß. © AP
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Viele der so genannten „Volksdeutschen“ in Polen hießen die Besatzer als Befreier willkommen. Das Bild zeigt den Jubel bei der Ankunft des neuen deutschen Militärgouverneurs in Posen. © AP
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Die größte Schlacht des Polenfeldzugs fand Mitte September am Fluss Bzura statt: Drei Korps der 10. deutschen Armee kesselten die polnischen Truppen ein. © AP
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Unterstützt von 820 Flugzeugen begannen die deutschen Truppen am 16. September einen konzentrischen Angriff. Bei mehreren Versuchen, aus dem Kessel an der Bzura auszubrechen erlitten die Polen hohe Verluste. © AP
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Am 19. September ergaben sich die eingeschlossenen Truppen dem deutschen Heer. An einem Tag gerieten 170.000 polnische Soldaten in Kriegsgefangenschaft. © AP
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Besiegelt wurde war die polnische Niederlage am 17. September: Eine halbe Million Sowjetsoldaten überschritt um 5.40 Uhr Polens Ostgrenze. Doch weder England noch Frankreich, die beiden „Schutzmächte“ Polens, erklärten Stalin für seinen Überfall den Krieg. Gegen die beiden übermächtigen Gegner hatte Polen keine Chance mehr. © dpa
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Am 27. September kapitulierte die Hauptstadt Warschau. Durch die schweren Atrillerie- und Luftwaffenangriffe waren bis zu 28.000 Zivilisten getötet worden. © AP
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Mit Warschau und der am 28. September kapitulierenden Festung Modlin waren die letzen großen polnischen Widerstandszentren ausgeschaltet. © dpa
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Die letzten polnischen Einheiten ergaben sich am 6. Oktober bei Kock. © AP
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Während des Polenfeldzugs waren 10.000 deutsche und 120.000 polnische Soldaten gefallen. 694.000 polnische Soldaten (Foto) kamen in deutsche Kriegsgefangenschaft. Stalins Rote Armee internierte bis zu 300.000 polnische Soldaten. © AP
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Im deutsch-sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrag vom 28. September 1939 wurde der Fluss Bug als neue Grenze zwischen beiden Staaten festgelegt. Das Foto zeigt Soldaten der Wehrmacht und der Roten Armee bei einer gemeinsamen Parade. © AP
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Ost- und Südpolen wurden zum sogenannten deutschen „Generalgouvernement“. Der polnische Staat hatte aufgehört zu existieren. © AP
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Auf dem Bild marschieren SS-Truppen in Krakau am neuen Machthaber in Polen, dem „Generalgouverneur“ Hans Frank vorbei. Frank salutiert mit dem Hitlergruß. © AP
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Hitlers Krieg gegen Polen war nicht nur ein Eroberungs-, sondern von Anfang an auch ein Weltanschauungskrieg. Hinter der Wehrmacht marschierten so genannte „Einsatzgruppen“ des Sicherheitsdienstes der SS ins Land. Sie sollten die polnische Intelligenz ermorden. © dpa
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Bis Ende 1939 brachten sie etwa 60.000 Polen um: Lehrer, Ärzte, Juristen, Professoren, katholische Priester und Bischöfe sowie Vertreter von Parteien und Gewerkschaften. Auch trieben die Einsatzgruppen erstmals Juden zu Massenerschießungen zusammen. © AP
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Adolf Hitler ließ sich Anfang Oktober 1939 nach Warschau fliegen, um dort eine Parade der siegreichen Truppen abzunehmen. © dpa
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Der Diktator grüßte am 5. Oktober 1939 in Warschau die vorbeimarschierenden Wehrmachts-Einheiten. © AP
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Unter der deutschen Besatzungsherrschaft wurden während des Zweiten Weltkriegs fast sechs Millionen polnische Staatsbürger ermordet - darunter mindestens 2,7 Millionen Juden. © AP
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Der Weltenbrand, den Hitler im September 1939 entfesselt hatte, sollte sechs Jahre später in das Deutsche Reich zurückkehren und das verbrecherische Nazi-Regime samt seines Diktators vernichten. © AP

Obwohl das Interesse an der Vergangenheit groß ist, sagen 65 Prozent der Bürger, die Deutschen hätten aufgrund ihrer Geschichte keine besondere Verantwortung gegenüber anderen Völkern. 31 Prozent bejahen diese Verantwortung.

Am 27. Januar wird in Deutschland und vielen anderen Ländern der Opfer der NS-Herrschaft gedacht. In der Feierstunde des Bundestags spricht Marcel Reich-Ranicki, einer der wenigen Überlebenden des Warschauer Ghettos. Das Datum erinnert an den 27. Januar 1945, den Befreiungstag des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau.

Datenbasis: 1002 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger am 19. und 20. Januar 2012, statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte. Institut: Forsa. Auftraggeber: "stern".

dpa

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