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IWH-Präsident schlägt Ethiksteuer vor

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Berlin - Der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung (IWH) in Halle, Ulrich Blum, will mit einer Ethiksteuer die Austrittswelle aus der Kirche bremsen.

“Wer aus der Kirche austritt und keine Kirchensteuer zahlt, sollte eine andere Abgabe an eine soziale wie das Rote Kreuz entrichten“, sagte Blum der “Bild“-Zeitung zufolge. Er schlage deshalb eine “Ethiksteuer nach italienischem Vorbild“ vor. Der Satz für diese Steuer könnte sieben Prozent der Lohn- und Einkommenssteuer betragen.

Damit könne die Zahl der Kirchenaustritte möglicherweise gebremst und Trittbrettfahrerverhalten unterbunden werden. “Schließlich nehmen auch Nicht-Kirchensteuerzahler häufig soziale Dienste oder Seelsorger in Anspruch“, sagte Blum den Angaben zufolge. Aus der katholischen Kirche traten im Jahr 2008 rund 120.000 Mitglieder aus, aus der evangelischen Kirche sogar 160.000 Menschen.

AP

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