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Infos vom Secret Service zu gelöschten Nachrichten gefordert

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US-Kapitol
Was hat es mit den gelöschten Textnachrichten auf sich? Ein Ausschuss untersucht die Kapitol-Attacke. © J. Scott Applewhite/AP/dpa

Ein Untersuchungsausschuss will die Attacke auf das US-Kapitol im Januar 2021 aufarbeiten. Nun geht es um relevante Textnachrichten vom Secret Service, die gelöscht wurden.

Washington - Nach der Löschung von Textnachrichten hat der Untersuchungsausschuss zur Kapitol-Attacke Unterlagen vom Secret Service angefordert.

Der Sonderausschuss sei darüber informiert worden, dass Textnachrichten vom 5. und 6. Januar 2021 als Teil eines „Geräteaustauschprogramms“ gelöscht worden seien, hieß es am späten Freitagabend (Ortszeit). Man bitte daher den Secret Service um entsprechende Informationen. Man fordere die noch vorhandenen relevanten Textnachrichten sowie alle nachträglichen Berichte zu dem Thema an, erklärte der demokratische Vorsitzende Bennie Thompson.

Am Donnerstag wurde bekannt, dass mehrere Textnachrichten von Sicherheitsleuten des Secret Service am Tag der Kapitol-Attacke in Washington gelöscht worden waren. Der Secret Service hatte die gegen ihn gerichteten Vorwürfe zurückgewiesen: „Die Unterstellung, der Geheimdienst habe Nachrichten auf Anfrage böswillig gelöscht, ist falsch“, hieß es in einer Mitteilung. Die Daten seien bei einem zuvor geplanten Austausch im Januar 2021 verloren gegangen, weil Mobiltelefone auf ihre Werkseinstellungen zurückgesetzt wurden.

Anhänger des damaligen US-Präsidenten Donald Trump hatten an dem Tag mit Gewalt den Parlamentssitz in der Hauptstadt Washington gestürmt. Dort war der Kongress zusammengekommen, um den Sieg seines demokratischem Herausforderers Joe Biden bei der Präsidentenwahl zu zertifizieren. Der Ausschuss arbeitet nun die Attacke auf. Der Secret Service stand bereits nach einer Zeugenaussage einer ehemaligen Mitarbeiterin des Weißen Hauses im Fokus. Sie schilderte, dass Trump seine obersten Personenschützer am 6. Januar angeblich wütend aufgefordert habe, ihn zum Kapitol zu fahren. dpa

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