Ex-Kanzler Schmidt sitzt künftig im Rollstuhl

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Helmut Schmidt

Hamburg - Altbundeskanzler Helmut Schmidt ist in Zukunft auf einen Rollstuhl angewiesen. Wie sein Hamburger Büro mitteilte, leidet er beim Gehen unter Schmerzen, die er sich im Rollstuhl erspart.

Am Donnerstagabend nahm der 90-Jährige im Rollstuhl an einer Preisverleihung teil. Die Gesundheit ist für Schmidt leidiges Dauerthema: Nach einer Serie von Ohnmachtsanfällen bekam er noch als Bundeskanzler einen Herzschrittmacher, 2002 überstand er einen schweren Infarkt und eine Operation am offenen Herzen. Außerdem hat er das Gehör weitgehend verloren und wurde zuletzt wegen eines Augenleidens im Krankenhaus behandelt. Trotz der Belastungen ist Schmidt weiter für die Wochenzeitung “Die Zeit“ aktiv, zuletzt führte das Blatt eine lockere Gesprächsreihe von Schmidt mit Chefredakteur Giovanni di Lorenzo in der Magazin-Beilage wieder ein.

Der “Bild“-Zeitung teilte Schmidt außerdem am Mittwoch mit, er sei wohlauf und arbeite wie üblich. Auch Schmidts Frau Loki geht es gesundheitlich zurzeit nach mehreren Operationen vergleichsweise gut: Vergangene Woche stellte sie persönlich die Blume des Jahres vor. 2008 nahm sie aus gesundheitlichen Gründen erstmals nicht an der Verleihung teil. Loki Schmidt kam mit einem Gehwagen und plauderte angeregt über die Blume des Jahres, die Sibirische Schwertlilie, die sie auch selbst in ihrem Garten angepflanzt hat.

ap

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