Verbreitet er „Katastrophen-Mythen“

Kein Friedensnobelpreis für Greta Thunberg: Experte glaubt, er kennt den Grund

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Muss weiter ohne Friedensnobelpreis leben: Greta Thunberg kämpft für ein Umdenken der Menschheit in Bezug auf das Klima.

Greta Thunberg setzt sich auf der ganzen Welt für Klimaschutz ein. Den Friedensnobelpreis bekam sie dennoch nicht. Ein Experte will den Grund kennen.

  • Greta Thunberg gilt als Vorreiterin der weltweiten Klimaaktivisten und Begründerin der „Fridays for Future“-Bewegung.
  • Die junge Schwedin lässt sich unter anderem vom deutschen Professor Stefan Rahmstorf beraten.
  • Ein Friedensforscher glaubt den Grund zu kennen, warum Greta nicht mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

Update vom 16. Oktober 2019, 18.10 Uhr: Greta Thunberg kann zwar nicht überall gleichzeitig sein, hat aber ein Auge auf die weltweite Bewegung der Klimaaktivisten. So prangerte sie via Instagram an, dass die „friedlichen, gewaltlosen Proteste von Extinction Rebellion in London“ von der Polizei gestoppt worden seien. Ihre Meinung dazu lautet so: „Wenn es gegen die Regeln ist, gegen den Zusammenbruch des Klimas und des Ökosystems aufzustehen, müssen die Regeln gebrochen werden.“

Greta Thunberg: Kein Friedensnobelpreis - Forscher glaubt Grund zu kennen

Update vom 16. Oktober 2019, 13.27 Uhr: Greta Thunberg ging bei der Verleihung des Friedensnobelpreises 2019 leer aus. Der Friedensforscher Ulrich Schneckener hat dafür eine mögliche Erklärung. Laut dem Stifter des Preises, Alfred Nobel, soll diejenige Person den Preis bekommen, der „am meisten oder am besten auf die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie das Abhalten oder die Förderung von Friedenskongressen hingewirkt“ hat.

Laut Schneckener, Vorsitzender der „Deutschen Stiftung Friedensforschung“, soll Thunberg den Preis aus mehreren Gründen nicht erhalten haben. Einerseits aufgrund ihres noch recht jungen Alters von 16 Jahren und den nicht bewiesenen Zusammenhang zwischen der globalen Erderwärmung und bewaffneten Konflikten. Sie wäre zwar mit ihrer Bewegung „Fridays for Future“ preiswürdig gewesen, genieße aber schon jetzt eine sehr hohe mediale Präsenz. Anders als der diesjährige Gewinner des Friedensnobelpreises, der äthiopische Ministerpräsident Abiy Ahmed.

Die Klimaaktivistin gibt nur selten Interviews. Eine schwedische Reporterin hat sich an Thunberg geheftet, und Erstaunliches erfahren. Sie sprach über ihre frühere Depression und das Treffen mit Angela Merkel. 

Greta Thunberg: Schwedische Zeitung veröffentlicht Liste mit Beratern

Potsdam - Greta Thunberg (16) segelt um die ganze Welt, demonstriert für den Klimawandel, hält Reden vor der UN. Kurz gesagt: die ganze Welt hört Greta zu. Doch auf wen stützt sie eigentlich ihre Theorien über den Klimawandel, wer sind ihre Berater? 

Viele Menschen gibt es tatsächlich nicht, bei denen sich Greta Thunberg Rat in Fachthemen hört. Die schwedische Zeitung Expressen hat nun eine Liste der Greta-Berater veröffentlicht. Alle diese Experten haben Rang und Namen, die meisten davon sind weltweit renommierte Forscher. Unter ihnen ist ein deutscher Professor aus Potsdam.

Greta Thunberg: Die Jugendliche hat einen deutschen Professor als Berater

Die Rede ist von Professor Stefan Rahmstorf (59) vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Er gilt als einer der renommiertesten Klimatologen und Ozeanforscher der Welt. Passend dazu besitzt er kein Auto, bewegt sich meist mit dem Rad oder Bahn fort. 

Greta und Professor Rahmstorf haben sich bereits ein paar Mal getroffen, in Stockholm und auch in Potsdam. Ab und an ruft die 16-jährige Schwedin den Professor an, um nach Rat zu fragen. Der Grund dafür liegt sogar auf der Hand: Rahmstorf ist Mitglied im Weltklimarat IPCC, berät die UNO und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Er hat bereits vier Bücher zum Thema Klimawandel geschrieben, sein 2011 erschienenes Werk „Wolken, Wind & Wetter“ schaffte es sogar auf die Deutschlandfunk-Bestsellerliste für junge Leser. Über Thunberg spricht Professor Rahmstorf in höchsten Tönen: „Greta weiß sehr viel über Klimawissenschaften.“ 

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Video: Wütende Greta Thunberg auf UN-Klimagipfel

Greta-Berater Stefan Rahmstorf - Kachelmann nennt ihn „Klima-Ratzinger“

Laut Bild-Informationen stehe Professor Stefan Rahmstorf jedoch auch in der Kritik. Häufig wird ihm nachgesagt, er würde „Katastrophen-Mythen“ verbreiten und habe als Aktivist den Wissenschaftsrahmen verlassen. Einer seiner bekanntesten Kritiker ist der Wettermann Jörg Kachelmann. „Klima-Ratzinger“ nennt er Rahmstorf, sagt ihm „religiöse Überhöhung“ und „heiligen Zorn“ in der Klimadebatte nach. Die beiden stritten zuletzt sogar darüber, ob eine Glasscherbe einen Waldbrand auslösen könne, wie Rahmstorf behauptet, oder nicht. Kachelmann nannte die Thesen des Professors „potsdämlich“ als Anspielung auf dessen Wirkungsstätte. Währenddessen bricht die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali eine Lanze für Greta.

Greta hat noch weitere Berater - Klima-Skeptiker lassen kein gutes Haar an Rahmstorf

Rahmstorfs Arbeitgeber, das PIK in Potsdam, steht bei Klima-Skeptikern ebenfalls in Kritik. Vor allem, da sich das PIK mit dem Klimawandel ein Geschäftsmodell geschaffen hat. Es berät staatliche Einrichtungen und Kommunen, wie diese sich vor den heftigen Klimaveränderungen schützen können, die das PIK prognostiziert.

Der schwedische Professor Johan Rockström gilt als Unterstützer von Greta Thunberg.

Doch Rahmstorf ist nicht der einzige Berater in Klimafragen, den Greta Thunberg hat. Die beiden anderen Forscher sind der schwedische Professor Johan Rockström (53) und der britische Professon Kevin Anderson (57). Rockström gilt als großer Verfechter von Gretas Kampf gegen den Klimawandel.

tf

Was treibt die deutsche Jugend an, wovor hat sie Angst? Eine große Studie wollte herausfinden, wie die „Generation Greta“ tickt - und kam zu erstaunlichen Ergebnissen.

Der Ruf nach weniger Plastik wird immer lauter. Auch die großen Konzerne wollen etwas beitragen, wie beispielsweise McDonald‘s nun auf seiner Instagram-Seite bekannt gab. Greta Thunberg steht unterdessen vor einem recht banalen Problem: Sie muss auf schnellem Wege zurück von den USA nach Europa - ohne das Flugzeug zu bemühen.

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