Nach zwei Dritteln der Haftstrafe

Ex-Salafistenprediger Sven Lau kommt vorzeitig frei - das sind die Gründe

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Hat sich mittlerweile vom Islamismus distanziert: Der ehemalige Salafistenprediger Sven Lau.

Wegen der Unterstützung einer Terrorvereinigung kam der ehemalige Salafistenprediger Sven Lau in Haft. Nach zwei Dritteln seiner Strafe wird er nun das Gefängnis vorzeitig verlassen.

Düsseldorf - Der ehemalige Mönchengladbacher Salafistenprediger Sven Lau kommt vorzeitig aus der Haft frei. Der zuständige Strafsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Düsseldorf habe einer Haftentlassung von Lau nach Verbüßung von zwei Dritteln seiner fünfeinhalbjährigen Freiheitsstrafe zugestimmt, bestätigte ein OLG-Sprecher am Donnerstag auf Anfrage einen entsprechenden Bericht der "Rheinischen Post". Lau habe sich vom Islamismus distanziert und sei unter anderem Mitglied in einem Aussteigerprogramm.

Lau war am 26. Juli 2017 wegen Unterstützung der als Terrorvereinigung eingestuften islamistischen Miliz Jamwa in Syrien zu der Haftstrafe verurteilt worden. Bei der Haftdauer wird auch die Untersuchungshaft angerechnet, so dass der frühere Salafistenprediger nunmehr zwei Drittel seiner Strafe absaß.

Bei Laus Verurteilung sah es der Düsseldorfer Staatsschutzsenat als erwiesen an, dass der zum Urteilszeitpunkt 36-Jährige von Deutschland aus der islamistischen Jamwa-Miliz zwei Kämpfer vermittelt hatte. Zudem unterstützte er laut Urteil die später in der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat aufgegangene Jamwa mit 250 Euro Bargeld sowie durch die Anschaffung von drei Nachtsichtgeräten im Wert von rund 1440 Euro.

Video: Salafisten - Einblicke eines Aussteigers

AFP

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