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Umfrage zur Europawahl 2019: Union zieht wieder an - Grüne liegen vor SPD

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Die Umfragen zur Europawahl 2019 zeigen, dass die Union in Deutschland die meisten Stimmen erwarten kann.

Was sagen die aktuellen Umfragen zur Europawahl 2019? Hier finden Sie die aktuellen Prognosen vor der Wahl des Europaparlaments am 26. Mai 2019. 

Brüssel/München - Am 26. Mai 2019 findet die kommende Europawahl statt. Vorab zeigen in Deutschland die regelmäßigen Umfragen und Prognosen, wie sich das Stimmungsbild entwickelt. Hier erhalten Sie die neuesten Ergebnisse der Meinungsforschung. Wen würde Deutschland wählen, wenn morgen Europawahl wäre?

Umfragen zur Europawahl 2019: Union klar stärkste Kraft, Grüne vor der SPD

News vom 17. Mai 2019: Gut eine Woche vor der Europawahl bauen CDU und CSU ihren komfortablen Vorsprung in den Umfragen wieder aus. Laut der Forschungsgruppe Wahlen, die für das „ZDF“ zwischen dem 14. und 16. Mai 1313 Wähler am Telefon befragte, kommt die Union auf 30 Prozent der Stimmen. Die SPD würde mit 17 Prozent hinter den Grünen (19 Prozent) einlaufen. Im zweistelligen Bereich bleibt auch die AfD mit zwölf Prozent Zustimmung. Die Linke verharrt bei sieben Prozent, die FDP kommt auf fünf Prozent.

Wähler erkennen offenbar kaum Unterschiede zwischen Parteien

Die Europawahl nähert sich mit großen Schritten - und eine Umfrage im Auftrag von Spiegel Online zeigt ein etwas pikantes Problem der GroKo-Parteien: Für viele Wähler zeigen sich offenbar kaum noch Unterschiede zwischen den beiden Koalitionspartnern. Steuersenkungs-Wünschen vonseiten der Union und heftigen Debatten um Sozialismus-Thesen des Juso-Chefs Kevin Kühnert zum Trotz.

So finden laut einer Civey-Erhebung 46,1 Prozent der Unions-Sympathisanten und 47,4 Prozent der SPD-Anhänger, ihre Parteien unterschieden sich in ihren Inhalten vor der Europawahl „weniger stark“ voneinander. Weitere 7,7 beziehungsweise 6,8 Prozent der CDU/CSU- und SPD-Unterstützer erklärten gar, die Koalitionäre unterschieden sich „gar nicht“. Mit anderen Worten: Eine Mehrheit der Anhänger erkennt nur noch geringe Unterschiede zwischen den Parteien. Wenig überraschend fällt das Urteil bei den Freunden der Oppositionsparteien noch deutlicher aus - insbesondere in Unterstützerkreisen der AfD. Von den befragten AfD-Anhängern konnten 55,2 Prozent keine Unterschiede zwischen Union und SPD ausmachen. Aber auch jeweils gut zwei Drittel der Grünen-, FDP- und Linke-Sympathisanten erkennen „weniger starke“ oder „gar keine“ Unterschiede. 

Rund zwei Wochen vor der Europawahl zeigen die Umfragen unterdessen recht klare Tendenzen: Stärkste Kraft könnte den Demoskopen zufolge die Union werden - sie pendelt um die 30 Prozent. Um den zweiten Platz ringen SPD und Grüne, momentan unter anderem nach Einschätzung der Institute INSA, Civey und Forschungsgruppe Wahlen mit Vorteilen für die Grünen. Linke und FDP sehen die meisten Umfragen bei rund 7 Prozent, die AfD schwankte zuletzt zwischen Werten um 10 bis 12 Prozent.

Die aktuellen Umfragen zur Europawahl 2019 zeigen damit, wie das Kräfteverhältnis aktuell aussieht und auf welches Wahlergebnis sich die Parteien in Deutschland zubewegen.

Datum

Umfrageinstitut

CDU/CSU

SPD

Grüne

FDP

AfD

Die Linke

Sonstige

17.05.2019

Forschungsgruppe Wahlen

30 %

17 %

19 %

5 %

12 %

7 %

10 %

15.05.2019

INSA/Bild

28 %

15 %

18 %

7,5 %

12 %

8 %

11,5 %

14.05.2019

Civey

30 %

17 %

18%

7 %

11 %

7 %

9,5 %

10.05.2019

Forschungsgruppe Wahlen

32 %

16 %

19 %

6 %

12 %

6 %

9 %

10.05.2019

INSA/Bild.de

28 %

15 %

19 %

7 %

13 %

8 %

10 %

02.05.2019

Infratest dimap

29 %

19 %

19 %

7 %

10 %

7 %

9 %

12.04.2019

Forschungsgruppe Wahlen

32 %

18 %

19 %

7 %

10 %

6 %

8 %

11.04.2019

INSA/Bild.de

29 %

16 %

16%

8 %

12 %

8 %

11%

04.04.2019

Infratest dimap

30 %

17 %

19 %

7 %

11 %

 7 %

9 %

28.03.2019

Politbarometer

33 %

18 %

18 %

7 %

10 %

6 %

8 %

28.03.2019

Forschungsgruppe Wahlen

33 %

18 %

18 %

7 %

10 %

6 %

8 %

15.03.2019

Forschungsgruppe Wahlen

35 %

18 %

18 %

7 %

9 %

6 %

7 %

14.03.2019

Infratest dimap

32 %

19 %

18 %

6 %

11 %

7 %

7 %

07.03.2019

INSA

29 %

16 %

15 %

9,5 %

12 %

9 %

9,5 %

03.03.2019

Sat.1 Bayern (Nur Bayern)

36 %

10 %

18 %

8 %

8,1 %

4 %

6 %

22.02.2019

Forschungsgruppe Wahlen

33 %

18 %

19 %

6 %

10 %

8 %

6 %

14.02.2019

Infratest dimap

33 %

18 %

19 %

7 %

10 %

6 %

7 %

01.02.2019

Institut für neue soziale Antworten (Insa)

30 %

15 %

17 %

8 %

12 %

8 %

10 %

14.01.2019

Forsa

35 %

15 %

20 %

8 %

10 %

6 %

6 %

12.12.2018

INSA

30 %

16,5 %

17,5 %

9 %

14,5 %

9,5 %

3 %

25.10.2018

INSA

27 %

16 %

20 %

8 %

16 %

10 %

3 %

Leser-Umfrage: Nehmen Sie an der Europawahl 2019 teil?

Vorschau auf die Europawahl 2019: Was sagen die Umfragen?

Brüssel/München - Brexit, Streit um die Flüchtlingspolitik, Ärger über Niedrigzinsen, und die EU-Erweiterung nach Osteuropa: Die Europäische Union geht gerade durch einen Härtetest. Zwischen dem 23. und 26. Mai wird in den Mitgliedstaaten ein neues Europaparlament gewählt. In Deutschland findet die Europawahl am Sonntag, 26. Mai 2019 statt. Das ist aber nicht in allen EU-Staaten so, denn die verschiedenen Termine der Europawahl 2019 beginnen schon am 23. Mai.

Das neue Europaparlament vertritt dann bis 2024 die Interessen der europäischen Bürger. Das Europaparlament ist das einzige direktdemokratisch gewählte Organ der Europäischen Union.

Aktuell gibt es 751 Europaparlaments-Abgeordnete, die zum Beispiel über EU-weite Gesetze oder den EU-Haushalt entscheiden. Nach dem Brexit, dem eigentlich für März geplanten EU-Austritt Großbritanniens, werden es in der kommenden Legislaturperiode nur noch 705 Sitze sein. Zur Zeit hat Deutschland mit 96 Sitzen die meisten Abgeordneten im EU-Parlament.

Europawahl 2019: Prognose laut aktueller Umfrage

Der Vergleich mit dem Ergebnis der vergangenen Europawahl 2014 zeigt: Die SPD sackt deutlich ab - ihr gaben damals noch mehr als 27 Prozent der Wähler ihre Stimme. Auch die CDU und CSU mit dem Spitzenkandidaten Manfred Weber verlieren Zustimmung: Sie erreichten zuletzt zusammen etwa 35 Prozent. Hoffnung können sich die Grünen machen: 2014 entfielen knapp 11 Prozent der Wählerstimmen auf sie, in den aktuellen Umfragen stimmten bis zu 20 Prozent für sie.

Geht es nach der aktuellen INSA-Umfrage im Auftrag von Bild.de verliert die FDP (8 Prozent) im Vergleich zur letzten Umfrage vor einem Monat eineinhalb Prozentpunkte. Die Linke (8 Prozent) verliert einen Punkt. Die Grünen (16 Prozent) legen einen Punkt zu. CDU/CSU (29 Prozent), SPD (16 Prozent) und die AfD (12 Prozent) halten ihre Werte.

Im Gegensatz zu anderen Umfragen verlieren vor allem die GroKo-Parteien - aber auch die Grünen klar.

Europawahl 2019: Weitere Umfragen und Wahlbeteiligung in Deutschland

Auch die FDP würde sich stark steigern: von 3,4 Prozent 2014 auf bis zu 9 Prozent. Die Linke erreichte bei der letzten Europawahl7,4 Prozent und lag in Umfragen vom Herbst und Winter zwischenzeitlich bei Werten von bis zu 10 Prozent. Großen Zulauf erzielte zur selben Zeit auch die AfD: von knapp 7 Prozent bei der letzten Abstimmung waren schon einmal zwischen 12 bis 16 Prozent drin – fast das Doppelte.

Im Mai könnte unter anderem noch das TV-Duell der europäischen Spitzenkandidaten die Wahlentscheidung in Deutschland beeinflussen.

Bei der Europawahl 2015 lag die Wahlbeteiligung in Deutschland bei knapp 48 Prozent. Eine Hilfe für Ihre Wahlentscheidung erhalten Sie mit dem Wahl-O-Mat zur Europawahl 2019.

Europawahl 2019: Triumph für Rechtspopulisten?

Bei den jüngsten Wahlen in den EU-Mitgliedsstaaten selbst konnten Rechtspopulisten stark zulegen – und sie sind tendenziell EU-Gegner: Der Front National in Frankreich, die Lega Nord in Italien, die FPÖ in Österreich, die AfD in Deutschland. Viele erwarten deshalb, dass sie auch bei der Europawahl 2019 stark abschneiden. Beobachter halten die EU-Gegner zur Zeit zudem für geschlossener als die EU-Befürworter. Stichwort Flüchtlingspolitik.

Die Twitter-Debatte zur Europawahl findet unter dem Hashtag #ep2019 statt, und die aktuelle politische Stimmung erfassenWahlumfragen. Für die Europawahlen werden keine europaweiten Umfragen gemacht, doch es gibt regelmäßige landesweite Umfragen.

Die Forschungsgruppe Wahlen befragte für ihre Erhebung im Auftrag des ZDF-Politbarometers 1226 Wahlberechtigte. Infratest dimap führt seine Befragung im Auftrag der ARD-Tagesthemen durch und telefonierte für die neueste Umfrage mit 1503 Wahlberechtigten.

Das “Institut für neue soziale Antworten” (Insa) befragte für die Erhebung im Auftrag von “Bild” etwa 2050 Wahlberechtigte. Die “Sonntagsfrage” vom Meinungsforschungsinstitut Forsa wurde von RTL und N-TV beauftragt und umfasste etwa 1500 Wahlberechtigte.

Grundsätzlich wird dabei nach der Parteipräferenz gefragt. Die oben genannten Prozentwerte geben keinen Aufschluss über die Beliebtheit der Kandidaten für die Europawahl 2019.

Video: Gelbwesten erwägen Teilnahme an Europawahl 2019

Die Wahlprogramme der großen Parteien für die Europawahl haben wir für sie in einem separaten Artikel zusammengefasst. Auch wie der Stimmzettel für die Europawahl aussieht und wie Sie ihn gültig ausfüllen, lesen Sie bei uns. 

Neben dem Europaparlament wird am 26. Mai auch ein deutsches Landesparlament neu gewählt. Die Umfragen für die Bürgerschaftswahl in Bremen deuten ein knappes Rennen an.

Um im Vorfeld der Wahl auf dem Laufenden zu bleiben, haben wir für Sie unseren News-Ticker zur Europawahl. Hier finden sie alle aktuellen Nachrichten zur Europawahl. Was die Spitzenkandidaten in der ARD-“Wahlarena“ gesagt haben, erfahren Sie im Live-Ticker zum ersten Europawahl-TV-Duell 2019. Im deutschen Fernsehen werden Manfred Weber und Frans Timmermans in diesem Jahr gleich zweimal aufeinandertreffen.

Der EU-Gipfel findet dieses Jahr in Sibiu in Rumänien statt. Zwei Wochen vor der Europawahl machen sich die 27 Staaten Mut.

Trotz Austritts-Plänen: Die Briten wählen ein neues EU-Parlament. Wird es ein Erdrutschsieg für die Brexit-Partei? Alle Entwicklungen und Zahlen im Live-Ticker.

frs

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