Sturm aufs Kapitol

Donald Trump: Einstiger Verteidigungsminister belastet ihn schwer - später Eingriff durch Militär irritiert

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump.
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Seinem Ex-Verteidigungsminister zufolge ist der ehemalige US-Präsidenten Donald Trump für den Sturm aufs Kapitol verantwortlich.

Ex-Verteidigungsminister Miller sieht in Trumps Rede am 6. Januar die Ursache des Sturm aufs Kapitol. Derzeit wird untersucht, warum die Nationalgarde erst so spät eingriff.

Washington -  „Die Frage ist, ob ohne die Rede des Präsidenten irgendjemand ins Kapitol marschiert, es gestürmt hätte. Ich denke, es ist ziemlich sicher, dass das nicht passiert wäre”, sagte der frühere Verteidigungsminister Christopher Miller gegenüber VICE zur Frage, ob Donald Trump mit seinem Auftritt am Morgen des 6. Januar den Sturm aufs Kapitol selbst verursacht hatte.

“Die Frage ist, ob er wusste, dass er damit die Meute erzürnen und dazu anstacheln würde, ich weiß es nicht”, fügte er hinzu. Es sehe aber zumindest nach einem Ursache-Wirkung-Effekt aus. Er habe die Rede als “besorgniserregend“ empfunden, aber an dem Tag nicht mit Trump gesprochen, der sich derzeit auch wegen seiner Villa im Visier der Staatsanwälte befindet.

Sturm aufs US-Kapitol: Warum griff die Nationalgarde so spät ein?

Drei Stunden und 19 Minuten hat es laut Politico nach der verzweifelten Bitte des früheren Kapitol-Polizeichefs Steven Sund gedauert, bis das Einschreiten des Militärs gegen den Sturm aufs Kapitol* final genehmigt wurde. Der Grund für diesen langen Zeitrahmen werde derzeit rechtlich untersucht.

In einem Telefonat am frühen Nachmittag zwischen Walker, Sund, dem Secret Service, dem stellvertretenden Bürgermeister von Washington und Armeeangehörigen, sollen letztere davor gewarnt haben, dass ein Einschreiten des Militärs die Meute noch mehr erzürnen würde.

William Walker, Kommandant der Nationalgarde in Washington D.C. behaupte, er sei daran gehindert worden, schnell zu reagieren. Pentagon-Beamte widersprechen. Sie behaupten, Miller habe Hilfe durch das Militär schnell genehmigt, allerdings sei diese Genehmigung nicht zuverlässig an Walker durchgestellt worden. 

Sturm aufs US-Kapitol: Miller nennt Frage spekulativ

In dem Interview mit VICE erklärte Miller, man müsse auch „verstehen, wie das Militär arbeitet”, es sei jedenfalls nicht wie in Videospielen. Die Frage nach möglicherweise illegalen oder unmoralischen Anweisungen und Befehlen durch Ex-Präsident Donald Trump* bezeichnete Miller als „spekulativ”. In der Hinsicht habe er sich keine Sorgen gemacht.

„Ich kann mir keine Situation vorstellen, in der Streitkräfte der Vereinigten Staaten einem illegalen Befehl nachkommen”, fügte er mit einem Hinweis auf die Verfassung und das Wehrstrafrecht der Vereinigten Staaten. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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