Bereits ab Sonntag

Einreise nur unter Auflagen: Bundesregierung erklärt Nachbarland zum Hochinzidenzgebiet

Polizisten der Landespolizei kontrollieren vor dem Grenzübergang Ahlbeck den Verkehr.
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Die Bundesregierung hat Polen ab Sonntag zum Hochinzidenzgebiet erklärt. Die Einreise ist nur noch unter Auflagen möglich.

Wie das Robert Koch-Institut bekannt gab, hat die Bundesregierung nun Polen zum Hochinzidenzgebiet erklärt. Ab Sonntag braucht es für die Einreise einen negativen Corona-Test.

Berlin - Aufgrund der sich weiter zuspitzenden Infektionslage stuft die Bundesregierung Polen als Hochinzidenzgebiet ein. Ab Sonntag ist die Einreise aus dem an Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen grenzenden Nachbarland nur noch mit einem negativen Corona-Test erlaubt, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag im Internet bekannt gab.

Coronavirus: Bundesregierung stuft Polen als Hochinzidenzgebiet ein - 25.998 Neuinfektionen an einem Tag

Als Hochinzidenzgebiete werden die Länder und Regionen eingestuft, die eine 7-Tagesinzidenz von über 200 aufweisen. Polen erreichte diesen kritischen Schwellwert, nachdem in den vergangenen Tagen die Infektionszahlen* drastisch gestiegen sind. Innerhalb von 24 Stunden wurden in Polen zuletzt 25.998 Neuinfektionen mit dem Coronavirus* gemeldet. Ein Wert, der nur knapp unter dem Rekordhoch von 27.875 Infektionen liegt, der im November erreicht wurde. Deutschland meldete am Freitag im Vergleich dazu 17.482 Fälle in 24 Stunden.

Bisher können Einreisende aus Polen sich auch noch 48 Stunden nach der Einreise nach Deutschland testen lassen. Wirksame Kontrollmöglichkeiten dafür gibt es nicht. Die Testpflicht schon bei Einreise lässt sich dagegen eher überprüfen, auch wenn bisher keine stationären Grenzkontrollen wie an den Grenzen zu Tschechien oder zum österreichischen Bundesland Tirol geplant sind. Es sind aber Stichproben hinter der Grenze im Zuge der sogenannten Schleierfahndung möglich.

Hochinzidenzgebiete: Auch weitere Länder neu auf der Liste - Algarve kein Risikogebiet mehr

Neben Polen kommen ab Sonntag auch Bulgarien, Zypern, Kuwait, Paraguay und Uruguay als Hochinzidenzgebiete hinzu. Lockerungen sollen hingegen für die portugiesische Algarve kommen. Die beliebte Urlaubsregion wird wie die Balearen* zuvor von der Liste der Risikogebiete gestrichen. Allerdings dürfen die dort gelegenen Hotels erst einmal weiterhin keine Touristen aufnehmen. Ebenso nahm das RKI Galicien im Nordwesten Spaniens, eine Region in Finnland, das südostasiatische Malaysia und St. Vincent und die Grenadinen in der Karibik von der Liste an Risikogebieten. (dpa/fd) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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