Spezieller Corona-Wahlkampf?

CDU-Kampf: Kramp-Karrenbauer bittet Laschet und Co. zum Gespräch - sie fürchtet offenbar „Schaden“

Armin Laschet (li.), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, unterhält sich nach einer CDU-Fraktionssitzung mit dem Bundestagsabgeordneten Norbert Röttgen (CDU).
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Kommen sie politisch unbeschadet durch den CDU-Wahlkampf? Armin Laschet (li.) und Norbert Röttgen unterhalten sich.

Quälend lange scheint sich der Wahlkampf um den CDU-Vorsitz schon zu ziehen. Nun will Annegret Kramp-Karrenbauer den nächsten Schritt gehen. Nicht ohne Sorgen.

Berlin - CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer läutet die heiße Phase im Wahlkampf ihrer Nachfolge-Kandidaten ein: Sie hat die drei Bewerber um den Parteivorsitz für kommende Woche nach Berlin eingeladen.

Das Treffen in der Parteizentrale werde am Montagnachmittag stattfinden, sagte Kramp-Karrenbauer dem Portal n-tv.de. Dabei solle es darum gehen, „wie der Weg zum Parteitag läuft und was möglicherweise an zentralen Veranstaltungen von der Parteizentrale organisiert werden kann“.

CDU-Vorsitz: Kramp-Karrenbauer läutet heiße Phase des Ringens ein - und hofft auf „unbeschadete“ Kandidaten

Kramp-Karrenbauer betonte zugleich mit Blick auf den anstehenden Führungswechsel bei der CDU*, es gehe darum, einen fairen Wahlkampf um die Parteispitze zu gestalten, damit „aus diesem offenen, demokratischen Wettrennen kein ruinöser Wettbewerb wird“ - vor einem solchen hatte sie schon im Hochsommer gewarnt. Sie selbst werde alles daran setzen, dass der Parteitag harmonisch ablaufen werde. Alle drei Bewerber sollten unbeschadet in den Parteitag gehen und auch wieder herauskommen.

Bei dem Treffen im Konrad-Adenauer-Haus solle auch darüber diskutiert werden, zwei digitale „Townhalls“ stattfinden zu lassen. Dort können Delegierte per Videoschalte oder E-Mail Fragen an die Bewerber richten. Zudem soll es laut Kramp-Karrenbauer um den Ablauf des Parteitags gehen - etwa darum, wie lange die drei Bewerbungsreden sein werde.

Merz, Laschet, Röttgen: Wer wird neuer CDU-Chef?

Beim Parteitag in Stuttgart am 4. Dezember werden die 1001 Delegierten den neuen CDU-Vorsitzenden wählen. Beworben haben sich neben NRW-Ministerpräsident Armin Laschet der frühere CDU-Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz* und der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen*. Merz hatte erst am Wochenende mit mehreren Äußerungen für Aufregung gesorgt.

Kramp-Karrenbauer hatte im Februar ihren Rückzug vom CDU-Vorsitz bekannt gegeben. Sie hatte sich 2018 auf dem Parteitag in Hamburg gegen Merz und Gesundheitsminister Jens Spahn, der Laschets Kandidatur unterstützt, durchgesetzt. Kramp-Karrenbauers Wahl waren acht Regionalkonferenzen mit den drei Bewerbern vorausgegangen, an denen insgesamt mehr als 14.000 Parteimitglieder teilgenommen hatten. Solche Veranstaltungen wird es dieses Mal coronabedingt nicht geben.

Röttgen sinnt allerdings auf einen anderen Wahlkampf-Coup: Er hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einem Treffen eingeladen. (AFP/fn) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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