Bundeswehr-Einsatz in Bosnien verlängert

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Ein Bundeswehr-Pionierpanzer fährt durch das Feldlager Rajlovac bei Sarajevo (Bosnien-Herzegowina).

Berlin - Die Bundeswehr wird weiter in Bosnien-Herzegowina stationiert bleiben. Mit großer Mehrheit verlängerte der Bundestag am Freitag den seit fünf Jahren laufenden Einsatz im Rahmen der europäischen Mission “Althea“.

Künftig sollen in der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik aber nur noch bis zu 900 deutsche Soldaten im Einsatz sein. Bislang galt eine Höchstgrenze von 2400, die aber zuletzt bei weitem nicht ausgeschöpft wurde.

Für die Verlängerung der Mission stimmten am Freitag 497 von 571 Abgeordneten. Dagegen votierten 66 Parlamentarier. Als einzige Partei lehnte die Linke die Mission ab. Am Donnerstag hatte der Bundestag bereits den Anti-Piraten-Einsatz der Bundeswehr vor der afrikanischen Küste verlängert.

Derzeit sind in Bosnien-Herzegowina noch etwa 2000 internationale Soldaten im Einsatz, davon 120 Soldaten der Bundeswehr. Die Kosten des Einsatzes werden für die nächsten zwölf Monate auf etwa 13 Millionen Euro geschätzt. Die Mission “Althea“ der Friedenstruppe EUFOR (European Union Force) sichert den Vertrag von Dayton ab, der 1995 das Ende des Krieges in Bosnien-Herzegowina und Kroatien besiegelte.

dpa

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