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Donald Trump gesteht dieser Frau gegenüber Niederlage ein: „Ich habe verloren“

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Von: Daniel Dillmann

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Donald Trump, hier noch US-Präsident, im Gespräch mit Penny Nance, Präsidentin einer rechtskonservativen Frauenvereinigung.
Donald Trump, hier noch US-Präsident, im Gespräch mit Penny Nance, Präsidentin einer rechtskonservativen Frauenvereinigung. © Anna Moneymaker/imago

Kurz bevor der Ausschuss in Washington DC seine Arbeit fortsetzt, packt eine ehemalige Beraterin von Donald Trump aus.

Washington DC - Es bleibt spannend in den USA. Am Dienstag (21. Juni) gehen die Anhörungen im Ausschuss des Kongresses weiter. Im Fokus steht weiterhin Donald Trump. Welche Rolle spielte der ehemalige Präsident an dem Tag, als ein Mob die Parlamentsgebäude in Washington DC stürmte und fünf Menschen in Folge des Aufruhrs ums Leben kamen?

Die Aussagen, die bislang vor dem Untersuchungsausschuss gefallen sind, belasten Donald Trump schwer. Er soll den Mob im Vorfeld angestachelt haben. Er soll seinen Plan, das Wahlergebnis auf den Kopf zu stellen, den friedlichen Machtübergang zu sabotieren und sich zum Präsidenten erklären zu lassen, bedingungslos verfolgt haben. Weder sein eigener Justizminister William Barr, der ihm sagte, dass es keinerlei Beweise für einen Wahlbetrug gebe, konnte ihn abbringen, noch seine Berater, die ihm mitteilten, dass das, was er vorhabe, illegal sei und die Verfassung der USA missachte. Stattdessen soll Trump seinen Vizepräsidenten Mike Pence bedrängt, beleidigt und bedroht haben, ihm bei seinem Coup-Versuch zu unterstützen.

Donald Trump bleibt öffentlich bei der Geschichte des Wahlbetrugs

Donald Trump selbst bleibt aber bei seiner Geschichte. Bis heute hat der ehemalige US-Präsident nicht einmal öffentlich zugegeben, dass nicht er, sondern Joe Biden die Wahl 2020 gewonnen hat – trotz Nachzählungen in einzelnen Bundesstaaten, trotz unzähliger Untersuchungen und mehr als 30 Gerichtsurteilen zu dem Thema.

Doch privat sieht das anscheinend ganz anders aus. Das jedenfalls behauptet Alyssa Farah Griffin, ehemalige Direktorin für strategische Kommunikation im Weißen Haus. Ihr gegenüber soll Donald Trump seine Niederlage längst eingestanden haben. „Es platzte aus ihm heraus, als er Joe Biden auf dem Fernsehen verfolgte: ‚Kannst Du Dir vorstellen, dass ich gegen diesen Typen verloren habe‘“, so Griffin in der Sendung „State of the Union“ auf dem TV-Sender CNN.

Donald Trump: Anhörung im Ausschuss - Droht ihm doch noch eine Klage?

Es ist die bisher deutlichste Ansage, dass Donald Trump, entgegen seiner eigenen Behauptungen, weiß, dass er verloren hat. Trotz dieses Wissens entschied sich der ehemalige US-Präsident aber dafür, die Geschichte des Wahlbetrugs zu verbreiten und einen Umsturz des demokratischen Systems in den USA zu forcieren. Weder seine Tochter Ivanka Trump, die wohl über alle Vorgänge im Weißen Haus informiert war, noch seine Beraterinnen und Berater konnten ihn davon abbringen.

Doch was bedeutet diese Erkenntnis nun für Donald Trump? Griffin jedenfalls glaubt nicht daran, dass der ehemalige US-Präsident jetzt rechtliche Konsequenzen oder auch nur eine Anklage fürchten müsse. „Ich bin nicht der Meinung, dass dies Donald Trump auf legale Weise zu Fall bringen wird“, sagte sie. „Aber ich denke, es wird die Öffentlichkeit über einen Mann informieren, der verloren hat und nicht in der Lage war, das zu tun, was wir in unserer gesamten Geschichte immer getan haben: einen friedlichen Machtwechsel zu ermöglichen.“ (Daniel Dillmann)

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