Ex-Kanzler forderte sie für Memoiren an

Regierungsakten verschollen: Kohls Witwe sorgt für dicke Überraschung

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Maike Kohl-Richter.

In der Diskussion um den politischen Nachlass von Altkanzler Helmut Kohl hat dessen Witwe laut einem Zeitungsbericht überraschend erklärt, über keine Regierungsdokumente aus seiner Amtszeit zu verfügen.

Berlin - Maike Kohl-Richter habe in einem Schreiben an das Kanzleramt Ende März dargelegt, dass sie „entgegen öffentlich geäußerter Mutmaßungen nicht im Besitz amtlicher Unterlagen des Bundes sei“, berichtet der Berliner „Tagesspiegel“ (Mittwoch). Das Blatt beruft sich auf Angaben, die das Kanzleramt im Zusammenhang mit einer Auskunftsklage der Redaktion gemacht hat.

„Tagesspiegel“: Kohls Witwe bestreitet Besitz von Regierungsakten

Von Kohl ist bekannt, dass er nach seiner Wahlniederlage 1998 hunderte Aktenordner aus der Regierungszentrale in die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung transportieren ließ und sie einige Jahre später zurückforderte mit der Begründung, sie für seine Memoiren zu benötigen. Seitdem lagern sie mutmaßlich im Privathaus des Verstorbenen und seiner Witwe in Oggersheim. Im Bundesarchiv, das Akten des Bundes lagert, war man bisher davon ausgegangen, dass es sich zumindest bei einem Teil davon um solche Dokumente handelt.

Dem Bundesarchiv gegenüber habe sich Kohls Witwe bislang nicht geäußert, teilte der Präsident der Behörde, Michael Hollmann, der Deutschen Presse-Agentur mit. Er hatte Kohl-Richter wenige Tage nach dem Tod des Altkanzlers im Juni 2017 in einem Brief die Unterstützung seiner Behörde bei der Regelung des schriftlichen Nachlasses angeboten. Dabei wies er darauf hin, dass „staatliches Schriftgut“ aus der Zeit von Kohls Wirken über das Kanzleramt an das Bundesarchiv weiterzuleiten sei. Auf die Frage, wie es nun weitergehe, erklärte Hollmann: „Es obliegt ausschließlich dem Bundeskanzleramt, mit der Mitteilung von Frau Kohl-Richter umzugehen.“

Auch interessant: Mainz ehrt Altkanzler Kohl mit einem eigenen Platz

Die Stadt Mainz hat dem früheren Bundeskanzler Helmut Kohl mit einem eigenen Platz ein bleibendes Andenken geschaffen. Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner nannte den im vergangenen Jahr gestorbenen CDU-Politiker am Dienstag einen Motor Europas. „Helmut Kohl war der größte Rheinland-Pfälzer, den unser Land hervorgebracht hat“, sagte sie. Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) sagte, Kohl habe sich immer mit Mainz verbunden gefühlt. Der Platz in der Nähe seines früheren politischen Wirkens in Landtag und Staatskanzlei solle das Gedenken bewahren.

Kohl wäre am Dienstag 88 Jahre alt geworden. Der Helmut-Kohl-Platz liegt in Sichtweite von Landtag und Staatskanzlei, wo Kohl unter anderem als CDU-Landtagsfraktionschef und als Ministerpräsident wirkte. Die Witwe des Altkanzlers, Maike Kohl-Richter, nahm entgegen der ursprünglichen Planung nicht an der Einweihung des Platzes teil. Sie habe den Termin aus privaten Gründen kurzfristig absagen müssen, teilte die Pressestelle der Stadt Mainz mit.

Kohl-Witwe kommt nicht zu Einweihung des Kohl-Platzes

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Am zweiten Todestag des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl hat seine Witwe erklärt, warum sie weiter gegen den früheren Ghostwriter ihres Mannes, Heribert Schwan, klagt - und spricht von Angriffen auf ihren Mann.  Zwei Jahre nach dem Tod des Einheitskanzlers veröffentlicht eine Berliner Immobilienmaklerin ein Buch - sie will viele Jahre lang die Geliebte des Kanzlers gewesen sein. 2019 packt sie über die geheime Affäre mit Helmut Kohl aus.

dpa

Das war seine Geliebte!

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