Augenzeugen: Drei Demonstranten in Teheran getötet

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Augenzeugen zufolge gingen die Sicherheitskräfte mit Schlagstöcken gegen Demonstranten vor.

Teheran - Bei der Niederschlagung von Protesten gegen die Regierung in Teheran sind nach Berichten von Augenzeugen mindestens drei Menschen ums Leben gekommen.

Am Rande des schiitischen Aschura-Festes kam es am Sonntag zu heftigen Zusammenstößen, als mehrere tausend Menschen zusammenströmten und Sprechchöre gegen die Regierung skandiert wurden. Polizisten gaben Augenzeugen zufolge zunächst Warnschüsse in die Luft ab, um die auf dem Engelab-Platz versammelte Menschenmenge aufzulösen. Außerdem gingen sie mit dem Schlagstock gegen Demonstranten vor.

Über dem Gebiet stiegen schwarze Rauchwolken auf, Sirenen von Rettungswagen waren zu hören. Polizeihubschrauber kreisten über dem Stadtteil. Mindestens drei Anhänger der Oppositionsbewegung seien bei den Zusammenstößen getötet worden, berichtete die dem Reformlager nahestehende Website Rah-e-Sabs. Bereits am Samstag kam es zu Zusammenstößen, wie die Betreiber von Rah-e-Sabs berichteten. Dabei wurde Tränengas und Pfefferspray gegen Demonstranten eingesetzt.

Die Spannungen im Iran begannen im Juni nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl, bei der sich Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad eine zweite Amtszeit sicherte. Die Situation verschärfte sich vor einer Woche mit dem Tod des regimekritischen Geistlichen Ayatollah Hossein Ali Montaseri.

AP

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