„Wir wollen nicht mit den Taliban sprechen“

Afghanische Taliban drohen US-Präsident Trump mit mehr Gewalt

+
Die radikalislamischen Taliban haben US-Präsident Donald Trump nach dessen Absage an Friedengespräche mit mehr Gewalt gedroht.

Nach seiner Absage an Friedensgespräche drohen die Taliban US-Präsident Trump: „Unsere Nation hat viel Erfahrung damit, arrogante Herrscher in ihre Schranken zu weisen.“

Kabul - Die radikalislamischen Taliban haben US-Präsident Donald Trump nach dessen Absage an Friedengespräche mit mehr Gewalt gedroht. In einer am Dienstag veröffentlichten Botschaft auf ihrer Webseite hieß es, Trump müsse verstehen, dass „die Nation der heiligen Krieger“ ihn nicht mit Rosen begrüßen werde, wenn er auf Krieg dringe. „Unsere Nation hat viel Erfahrung damit, arrogante Herrscher in ihre Schranken zu weisen.“ Krieg werde nur die „Wellen des Dschihad gewalttätiger“ machen.

Trump hatte in der Nacht nach einer Serie von blutigen Angriffen und Anschlägen in Kabul gesagt, die Taliban hätten „viele, viele Frauen und Kinder getötet, die total unschuldig sind - also gibt es keine Gespräche mit den Taliban. Wir wollen nicht mit den Taliban sprechen.“ Vielleicht komme die Zeit einmal, aber das sei noch lange hin. Die USA verlegen angesichts der sich drastisch verschlechternden Sicherheitslage derzeit Tausende zusätzliche Soldaten nach Afghanistan und weiten ihre Luftangriffe auf Taliban aus.

In der vergangenen Woche hatten die Taliban zwei schwere Angriffe in Kabul verübt. Beim Sturm eines Hotels starben mindestens 20 Menschen, darunter eine deutsche Entwicklungshelferin. Bei einem Selbstmordattentat im Zentrum kamen mehr als 100 Menschen ums Leben.

dpa

Auch interessant:

Meistgelesen

Markus Lanz: Profisegler erzählt dramatische Situationen von US-Reise mit Greta Thunberg
Markus Lanz: Profisegler erzählt dramatische Situationen von US-Reise mit Greta Thunberg
Schock und Verunsicherung nach Festnahme von mutmaßlichen IS-Anhängern 
Schock und Verunsicherung nach Festnahme von mutmaßlichen IS-Anhängern 
Merkel und Scholz zufrieden mit Groko, jetzt mischt sich Schäuble ein - „noch Luft nach oben“
Merkel und Scholz zufrieden mit Groko, jetzt mischt sich Schäuble ein - „noch Luft nach oben“
Überraschung bei den Grünen: Göring-Eckardt zieht sich freiwillig zurück
Überraschung bei den Grünen: Göring-Eckardt zieht sich freiwillig zurück

Kommentare