Zeitplan für Entwürfe konkretisiert

Neubau fürs Rathaus: Neuried muss Wettbewerbssumme erhöhen

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Seit 2019 ist das Rathaus Neuried in einem Gebäude im Gewerbegebiet untergebracht. Der Mietvertrag läuft aber nur bis 2023.

2023 soll der Neubau für Neurieds Rathaus stehen. In Kürze will die Gemeinde einen Architekten-Wettbewerb dafür ausloben. Doch dieser wird jetzt teurer als geplant.

  • Gemeinde Neuried will im Juli Wettbewerb für Neubau des Rathauses starten
  • Teilnehmer sollen Entwurf für Gebäude und städtebauliche Ideen für Ortsmitte entwickeln
  • Architektenkammer besteht darum auf einer höheren Wettbewerbssumme

Neuried - Der Zeitplan ist eng: 2023 läuft der Mietvertrag der Gemeinde Neuried für den aktuellen Standort des Rathauses im Gewerbegebiet aus. Bis dahin soll in der Ortsmitte ein neues Verwaltungsgebäude gebaut sein - jetzt will die Gemeinde in Kürze einen Architekten-Wettbewerb für das Bauvorhaben ausloben.

Spätestens Anfang Juli soll die Wettbewerbsbeschreibung fertiggestellt sein, erklärte die geschäftsführende Gesellschafterin des Planungsbüros LARS Consulting, Monika Beltinger, im Neurieder Bauausschuss. Ab dann können sich Teilnehmer für das Projekt bewerben. 

Entwürfe für neues Rathaus werden im Dezember beurteilt

Im Dezember soll dann ein Preisgericht aus Fachexperten, Bürgermeister Harald Zipfel (SPD) und vier Gemeinderatsmitgliedern einen Siegerentwurf küren. "Wir liegen trotz der Verzögerungen wegen der Kommunalwahl noch gut im Plan", so Beltinger.

Nicht ganz so reibungslos gestaltet sich der Kostenfaktor des Wettbewerbs. Ende März hatte der Neurieder Gemeinderat beschlossen, diesen mit einer Wettbewerbssumme von insgesamt 69.000 Euro durchzuführen. Das entspricht der sogenannten Honorarzone 3 für den Entwurf von Verwaltungsgebäuden.

Architektenkammer fordert Wettbewerbssumme von 100.000 Euro

"Die Architektenkammer hat dagegen Einwand erhoben, weil das Projekt komplizierter sei", erklärte Beltinger dem Bauausschuss. "Die Wettbewerbssumme erhöht sich darum auf 100.000 Euro brutto." Insgesamt steigen die Planungskosten auf circa 192.000 Euro.

Neurieds Bauamtsleiter Andreas Braun erklärte dazu: "Ein Rathaus ist repräsentativer als ein normales Verwaltungsgebäude, deswegen besteht die Architektenkammer auf die Honorarzone 4." Zudem gehe es laut dem Beschluss der Gemeinde auch um mehr als nur einen Rathaus-Entwurf: Die Wettbewerbsteilnehmer sollen nämlich auch städtebauliche Ideen für die neue Neurieder Ortsmitte entwickeln.

Gemeinderäte sorgen sich um Verteuerung des ganzen Projekts

SPD-Gemeinderätin Mechthild von der Mülbe meldete Bedenken an, dass durch die höhere Wettbewerbssumme auch der Rathausbau teurer werden könnte. Bereits früher hatte der Neurieder Gemeinderat beschlossen, dass das neue Rathaus aufgrund der angespannten Haushaltslage nicht teurer als acht Millionen Euro werden soll. "Nicht, dass uns dann ein Juwel statt einem Verwaltungsgebäude hingestellt wird", so von der Mülbe.

Die Planungsbüro-Geschäftsführerin Beltinger beschwichtigte: "Die Einordnung in Honorarzonen ist nicht von den Baukosten abhängig, sondern nur von den Anforderungen an die Wettbewerbsteilnehmer."

Der Bauausschuss bestätigte die höhere Wettbewerbssumme im Anschluss einstimmig.

rea

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