Polizei München ermittelt wegen Brandserie im Paul-Diehl-Park

Vier Brände an gleicher Stelle: Geht ein Feuerteufel in Gräfelfing um?

Brennende Wiese im Gräfelfinger Paul-Diehl-Park: Vier Mal musste die Feuerwehr dort in diesem Monat löschen - zuletzt am 21. April.  
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Brennende Wiese im Gräfelfinger Paul-Diehl-Park: Vier Mal musste die Feuerwehr dort in diesem Monat löschen - zuletzt am 21. April.  

Gleicher Ort, fast gleiche Uhrzeit: Bereits vier Mal stand in diesem Monat eine Wiese im Paul-Diehl-Park in Flammen. Die Feuerwehr glaubt nicht an einen Zufall.

  • In Gräfelfing kam es zu vier Bränden im Paul-Diehl-Park.
  • Feuerwehr Gräfelfing glaubt an bei der Brandserie nicht an Zufall
  • Polizei ermittelt einen Verdächtigen.

Update: 28. April: Brandserie im Paul-Diehl-Park: Polizei ermittelt Verdächtigen

Nach dem letzten von vier Bränden in Paul-Diehl-Park, am 21.April, meldete sich ein Zeuge bei der Polizei. Dieser konnte einen konkreten Hinweis auf den Brandstifter geben. 

Aufgrund dessen konnte nun ein 16-jähriger Schüler aus dem Landkreis München als Tatverdächtiger ermittelt werden. Dieser ist zumindest verdächtig, den Brand am 21.04.2020 gelegt zu haben. Die Zusammenhänge mit den Bränden am 04.04., 09.04. und 11.04. sind nun Gegenstand weiterer Ermittlungen.

Erstmeldung: 23. April: Brandserie im Paul-Diehl-Park: Feuerwehr Gräfelfing glaubt nicht an Zufall

Kann das noch Zufall sein? Bereits vier Mal musste die Freiwillige Feuerwehr Gräfelfing in diesem Monat ausrücken, um einen Brand im Paul-Diehl-Park zu löschen. 

Zuletzt standen am Dienstag, 21. April, circa 1000 Quadratmeter Freifläche in Flammen - vor allem hohes Wildgras. Eineinhalb Stunden und einige tausend Liter Wasser brauchten die 46 Kameraden der örtlichen Feuerwehr, um den Brand zu löschen. Ein ganz ähnliches Szenario spielte sich auch am 4., 9. und 11. April ab.

Das Kuriose: Betroffen ist nicht nur immer dieselbe Wiese, sondern fast dieselbe Stelle. "Das ist ein Radius von vielleicht 50 Metern", bestätigt GräfelfingsFeuerwehr-Sprecher Thomas Hickel gegenüber Hallo. "Und es ist immer nahezu zur gleichen Uhrzeit, gegen 22 Uhr." An eine unglückliche Verkettung von Ereignissen mag in Feuerwehrkreisen jedenfalls niemand mehr glauben.

Feuerwehr: "Katz-und-Maus-Spiel mit Einsatzkräften"

Einen "klassischenFeuerteufel" sieht Hickel allerdings auch nicht am Werk. "Bei früheren Vorfällen wie diesen haben die Täter die Location oft gewechselt." Er glaubt vielmehr an ein "Katz-und-Maus-Spiel" mit den Einsatzkräften. "Das ist schon fast dreist."

Die Ermittlungen hat inzwischen das Kommissariat Brand der Polizei München übernommen. Dort dürfte auch geprüft werden, inwieweit die aktuelle Brandserie mit einem Vorfall aus dem April 2019 zusammenhängt.

Auch im April 2019 brannte es an der Stelle

Damals waren im Paul-Diehl-Park gut 7000 Quadratmeter Wiese von Flammen zerstört worden. Kurze Zeit später hatte die Polizei zwei Jugendliche festgenommen, die zugegeben hatten, die Freifläche mit einem Feuerzeug angesteckt zu haben. "Ob es da einen Zusammenhang gibt, wissen wir nicht. Aber auch das war an derselben Stelle", so Feuerwehr-Sprecher Hickel. 

Seine Kameraden würden sich jetzt aber nicht auf die Lauer legen, um den mutmaßlichen Feuerteufel zu schnappen. "Das ist Sache der Polizei." Dazu sowie zum aktuellen Stand der Ermittlungen hat sich die Polizei München gegenüber Hallo aber noch nicht geäußert.  rea

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