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Neue Brunnen-Frist? - Im Streit um Wasser aus Königswiesen liegt Kompromiss vor

Nach Ansicht des Landratsamts Starnberg kann in Königswiesen kein Wasserschutzgebiet ausgewiesen werden.
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Nach Ansicht des Landratsamts Starnberg kann in Königswiesen kein Wasserschutzgebiet ausgewiesen werden.
  • Romy Ebert-Adeikis
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Weil die Genehmigung eines Brunnens ausläuft gibt es Ärger zwischen dem Würmtal-Zweckverbands und dem Landratsamt Starnberg. Nun wurde ein Kompromiss gefunden.

Würmtal - Das neue Schwimmbad für Gräfelfing oder der Handwerkerhof Gauting: Viele Bauprojekte hat der Würmtal-Zweckverband (WZV) zuletzt abgelehnt, da die Trinkwasserversorgung in der Region nicht ausreichend gesichert ist.

Dahinter steckt ein Streit des Wasserversorgers mit dem Landratsamt Starnberg, weil die Genehmigung eines Brunnens in Königswiesen 2022 ausläuft. Ein Gerichtstermin in der Sache im vergangenen Juli war aber abgesagt worden, um gemeinsam eine Lösung zu finden.

Eine erste Idee liegt jetzt auf dem Tisch und soll am Donnerstag, 4. März, behördenintern besprochen werden: Das Landratsamt bietet dem WZV an, den Königswieser Brunnen vorerst fünf Jahre länger zu nutzen.

Befristete Verlängerung der Brunnen-Genehmigung

„Eine befristete Genehmigung bis 2027 gibt zwar etwas Luft, löst aber das Grundproblem an sich nicht“, sagt Rudolph Haux, der als Kraillinger Bürgermeister dem WZV vorsteht. Ziel einer nachhaltigen Trinkwasserversorgung sei eine Fördererlaubnis über längere Zeiträume.

Eine solche schließt die Landkreis-Behörde für Königswiesen aber aus. Der Grund: Das Quellwasser dort sei kaum vor Belastungen aus der Würm und der nahegelegenen Staatsstraße 2068 zu schützen.

„Es wurden in den vergangenen Jahren zwei Mal Überschreitungen der gesundheitlichen Orientierungswerte für Röntgenkontrastmittel und Arzneimittel verzeichnet“, so ein Landratsamt-Sprecher.

Die befristete Verlängerung der Brunnen-Genehmigung soll dem Verband ermöglichen, weiter nach alternativen Quellen zu suchen. Das habe dieser laut Landratsamt nämlich bisher „nicht hinreichend“ getan. Beim Wasserversorger sieht man das anders: Es sei schlichtweg schwierig, geeignete Stellen zur Wassergewinnung zu finden.

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rea

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