Allee mit „Bäumen des Jahres“ wird aufgewertet

Seltene Bäume am Wegesrand: Gräfelfing legt Naturlehrpfad in Lochham an

Bürgermeister Peter Köstler, Roland Strecker - der Initiator der „Baum-des-Jahres-Allee“ am Kirchweg - und Christian Geier vom Betriebshof beim Ortstermin
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Roland Strecker vom Tiefbauamt Gräfelfing (Mitte) - hier mit Bürgermeister Peter Köstler (li.) und Christian Geier vom Betriebshof - hat den Anstoß für den Naturlehrpfad gegeben.
  • Romy Ebert-Adeikis
    VonRomy Ebert-Adeikis
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Seit 32 Jahren pflanzt die Gemeinde Gräfelfing einen „Baum des Jahres“ in Lochham. Jetzt wird daraus ein Naturlehrpfad. Wie genau dieser aussehen soll..

Lochham – Jedes Jahr pflanzt die Gemeinde Gräfelfing entlang des Kirchwegs im Ortsteil Lochham „Bäume des Jahres“. Begonnen hat alles 1989 mit einer Stileiche, der 32. Baum, der diese Woche gepflanzt wurde, ist eine Flatterulme. Dabei handelt es sich ausschließlich um heimische Baumarten.

Angelehnt an den „Vogel des Jahres“, der bereits seit 1971 unter anderem vom Landesbund für Vogelschutz ausgerufen wird, gibt es seit 1972 den Verein „Baum des Jahres“. Seit 32 Jahren hat sich auch Gräfelfing dem jährlichen Aufruf, schützenswertes Gehölz zu pflanzen, beteiligt.

Naturlehrpfad in Lochham soll „Bäume des Jahres“ mit Steckbriefen vorstellen

Mittlerweile stehen am Kirchweg so viele unterschiedliche Bäume, dass sich Roland Strecker vom Tiefbauamt gemeinsam mit Bürgermeister Peter Köstler und dem Gräfelfinger Gemeinderat das Projekt „Baum-des-Jahres-Allee“ überlegt haben. „Das wird ein Naturlehrpfad, der die einzelnen und zum Teil seltenen Baumarten anhand eines Steckbriefes erklären wird“, sagte Strecker beim Ortstermin diese Woche.

Dieser Steckbrief wird dann in Form einer kleinen Plakette, die vor dem Baum in den Boden eingelassen wird, zu lesen sein.

Für die Pflanzungen und Baumpflege zuständig ist Betriebshofleiter Christian Geier, der bei der die Runde auf ein nicht unerhebliches Problem aufmerksam machte: der Biberverbiss. „Entweder streichen wir die Stämme mit einem Granulat an, durch das der Biber nicht beißen kann oder spannen einen Hasendraht herum“, empfahl Christian Geier.

Ziel der Gemeinde: Gräfelfing wird immer weiter durchgrünt

Rund 7000 Bäume stehen auf öffentlichem Grund in Gräfelfing – etwa 4000 Einzelbäume und 3000 in Gruppen. Diese Zahl nicht nur zu erhalten, sondern kontinuierlich zu erhöhen, ist seit einigen Jahren Ziel der Gemeinde. Dafür werden immer wieder Pflanzungen durchgeführt.

So wurden im Herbst 2020 entlang der der Pasinger Straße 26 Obstbäume gepflanzt. Die „Baum-des-Jahres-Allee“ ergänzt nicht nur die Pflanz-Initiative der Gemeinde, sondern soll den Bürgern sowie Gräfelfings Gästen die seltenen Baumarten am Wegesrand erklären.

Denn selten sind sie: etwa die Stechpalme – ilex aquifolium, der diesjährige „Baum des Jahres“. Oder die Elsbeere oder der Speierling. Bis auf ganz wenige Ausnahmen kommen die Bäume aus der näheren Umgebung, die Flatterulme etwa aus Dießen am Ammersee. po

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