Vorschau für Gräfelfing

„Wir wollen das Neue versuchen“

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Der Schulcampus wächst: Größte Aufgabe für Bürgermeisterin Uta Wüst (2. v. re.) – hier mit (v. li.) Schulleiterin Monika Weikert, Architekt Clemens Pollok und Bauamtsleiterin Elisabeth Breiter – und die Gemeinde Gräfelfing wird der Neubau einer Turn- und einer Schwimmhalle.

Schule, Geothermie, Verkehr: Bürgermeisterin Uta Wüst über Gräfelfings Aufgaben im Jahr 2017.

Im vergangenen Jahr sind in Gräfelfing zahlreiche Projekte angestoßen und vorangetrieben worden, die die Gemeinde auch 2017 weiter beschäftigen werden. „Wir konnten beispielsweise das Richtfest für den Rohbau des neuen Südtrakts an der Volksschule Lochham feiern“, sagt Bürgermeisterin Uta Wüst. 2017 geht es dort weiter mit Fassaden und Innenausbau. Außerdem gab der Gemeinderat grünes Licht für die Dreifachturnhalle mit 25-Meter-Schwimmbecken und separatem Übungsbecken für die Schwimmanfänger.

Im Herbst 2016 erfolgte der Spatenstich für 25 barrierefreie und zum Teil auch behindertengerechte Sozialwohnungen in der Rottenbucher Straße. Der Landkreis München fördert das Projekt mit einer Million Euro. Ein neues Projekt zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ist auch schon aufgesetzt: Der Gemeinderat hat beschlossen, das Grundstück der Brauakademie Doemens an der Stefanusstraße zu kaufen. Das 3400 Quadratmeter große Grundstück soll zur Hälfte für Eigentumswohnungen und zur Hälfte für sozialen Wohnungsbau im Modell der einkommensorientierten Förderung genutzt werden. Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan wurde bereits gefasst.

„Nach wie vor dürfen wir uns hier in Gräfelfing über eine sehr hohe Lebensqualität freuen – und das soll auch in Zukunft so bleiben“, sagt Wüst. Ganz oben auf der Agenda stehe daher auch die Entlastung von Lärm und Verkehr. Die Zahl der Fahrzeuge in Gräfelfing nehme stetig zu, vieles davon sei allerdings auch hausgemachter Verkehr. „Diesen stärker auf Fahrrad, Bus oder Bahn zu verlagern, bleibt nach wie vor eines unserer Anliegen.“ Eine Bürgerwerkstatt zu diesem Thema ist laut Wüst für April vorgesehen.

Darüber hinaus warten vielfältige weitere Aufgaben auf die Gemeinde: So wird weiter nach Lösungen am Jahnplatz gesucht, ein langfristig tragfähiges Konzept für das Rudolf und Maria Gunst-Haus muss entwickelt werden und die Kommune wird als wichtiges, neues Projekt die Geothermie zur Nutzung der Erdwärme für die Wärmeversorgung der Gemeinde in Angriff nehmen. Um die Kooperation mit den Nachbargemeinden zu intensivieren, wurde der Prozess „Marke Würmtal“ angestoßen. „Den möchten wir 2017 mit konkreten Projekten weiter verfolgen“, sagt Wüst. Ein interkommunales Projekt im Jahr 2017 werden auch die Inklusionstage sein, die von den Würmtalgemeinden gemeinsam mit Institutionen, Vereinen und sozialen Diensten durchgeführt werden.

„Wir möchten Bewährtes erhalten und dennoch das Neue versuchen – in diesem Sinne wartet das Jahr 2017 wieder mit vielen spannenden Herausforderungen auf uns“, sagt die Rathaus-Chefin. 

Andreas Daschner

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